NASA mildert das Verbot auf Zusammenarbeit mit Russland

 

NASA mildert das Verbot auf Zusammenarbeit mit Russland

STIMME RUSSLANDS Die „Trennung“ zwischen der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmsos und der NASA wird nicht stattfinden. Nachdem die NASA über die Aussetzung der Kooperation in einer Reihe gemeinsamer Projekte außer der ISS verkündet hatte, korrigierte die Behörde ihre Erklärung.

Die USA würden ihre Arbeit mit Russland in vier interplanetaren Missionen fortsetzen, wo die russische Ausrüstung benutzt werde, erklärte die Vertreterin der Behörde Allard Beutel. Es werde auch keine Einschränkungen bei den Projekten im Bereich der Raumfahrtgeodäsie geben. Den US-Wissenschaftlern werde auch erlaubt, an der 40. Konferenz des Komitees für Raumfahrtforschungen (COSPAR) teilzunehmen, die im August in Moskau stattfinden werde, sagte Beutel.

Wie die Branchenzeitschrift „The Verge“ schrieb, habe die NASA beschlossen, Russland nicht zu bestrafen, eine entsprechende Anordnung sei aus dem Weißen Haus gekommen. Als es zur praktischen Umsetzung gekommen sei, habe es jedoch Differenzen gegeben, vermutet der Akademiker der Russischen Akademie der Raumfahrt Alexander Jelesnjakow:

„Bei verschiedenen Projekten wurden die [Anordnungen] unterschiedlich realisiert. Dann zeigte eine nüchterne Analyse, dass es ein Weg ins nirgendwo ist. Man muss Politik und wissenschaftliche Kooperation trennen. Die Einschränkungen für die Beziehungen mit Roskosmos sind für die USA nicht vom Vorteil. Zurzeit hängen sie in bestimmter Weise von den gemeinsamen Projekten mit unserem Land ab. Darum wurden bestimmte Anpassungen vorgenommen.“

„Die Aussetzung der Zusammenarbeit mit Russland ist kontraproduktiv und wird der nationalen Sicherheit der USA schaden“, erklärte Susan Eisenhower, Beraterin der NASA und Enkelin des 34. Präsidenten der USA und des NASA-Gründers Dwight Eisenhower. Während der Anhörungen im Senat zweifelte sie daran, dass es klare Grenzen zwischen der „erlaubten Zusammenarbeit“ im ISS-Projekt und den übrigen Projekten gibt. Im Weltraum seien Situationen möglich, die Engagement eines breiten Spektrums der Experten beider Länder bräuchten, so Susan Eisenhower.

Ab 2002 haben die USA 40 Weltraumstarts im Interesse der NASA und des Pentagons mit der Trägerrakete „Atlas 5“ durchgeführt, die mit dem russischen Triebwerk RD-180 ausgestattet ist. Die „Atlas“- Starts werden fortgesetzt. Diese Raketen werden auf einem Privatwerk aufgrund der direkten Verträge mit Russland zusammengebaut und die Sanktionen betreffen Privatunternehmer nicht. Die Kooperation bei diesem Projekt sollte von Sanktionen a priori nicht betroffen werden.

Von den anderen großen Projekten würde dann nur die Kooperation in der ISS in Frage kommen. Es schien dem Chefredakteur der Zeitschrift „Nachrichten der Raumfahrt“ Alexander Iljin sonderbar, dass die USA die Sanktionen eingeführt hatten, von denen die ISS betroffen werden könnte:

„Wir haben keine großen gemeinsamen Projekte, durch die man uns bestrafen kann. [Die USA] würden dadurch nur sich selbst bestrafen. Nach den Worten der Mitarbeiter der Raumfahrtbranche ist die Arbeit teilweise schwieriger geworden, weil den US-Experten die Einreise nach Russland verboten wurde. Alles sieht ziemlich widersprüchlich aus: die gemeinsame Arbeit läuft sowieso weiter, aber den eigenen Experten schaffen sie Probleme.“

Laut dem Experten hätten eine bestimmte Rolle bei der Korrektur der Sanktionen die Befürchtungen gespielt, dass Russland irgendwelche Verträge bei der ISS kündigen könne, was für die NASA sehr schmerzhaft wäre.

Einzelne Programme werden doch ausgesetzt. Es ist unter anderem die mögliche Zusammenarbeit bei der Erforschung der Venus sowie die Tests des amerikanischen Großraumflugzeugs in der russischen Luftstromanlage.

Roskosmos teilte seinerseits mit, dass keine Gegensanktionen geplant werden.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2014_04_14/NASA-mildert-das-Verbot-auf-Zusammenarbeit-mit-Russland-3248/

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