Das Sonderprojekt „Washingtons ukrainisches Gambit“

Das Sonderprojekt „Washingtons ukrainisches Gambit“

STIMME RUSSLANDS Die Beraterin des Außenministers der USA für die Angelegenheiten Europas und Eurasiens, Victoria Nuland, gab in einem Interview mit der Fernsehgesellschaft CNN ein übriges Mal zu, dass Washington seit 1991 etwa fünf Milliarden Dollar in die Ukraine investiert habe. Und zwar als Hilfe zur Entwicklung der Demokratie im Land, das im Ergebnis derartiger Finanzspritzen jetzt vor einem Zerfall und einem vollen politischen und wirtschaftlichen Fiasko steht.

Im Gespräch mit den Journalisten betonte Victoria Nuland besonders, dass die Vereinigten Staaten keine Mittel in die Unterstützung des Maidan investiert hätten. Das sei eine spontane Bewegung des Volkes gewesen, das der Korruption und der Willkür der Behörden müde gewesen sei, meinte sie. Allerdings ist gut bekannt, dass in der Ukraine seit Jahrzehnten Stiftungen tätig sind, die aus ausländischen, darunter amerikanischen Quellen finanziert werden. Natürlich verfolgte man damit edle Ziele, zum Beispiel die Entwicklung der Demokratie, wie Victoria Nuland sagte. Tatsächlich aber war die Aufgabe dieser Strukturen nur eine: Es ging klar darum, Kiew von Moskau zu entfremden, die ukrainische politische Elite und die Öffentlichkeit gegen Russland aufzubringen. Von einer Investition in die Entwicklung der Wirtschaft, in die Reform der Wissenschaft, der Industrie und der Landwirtschaft kann keine Rede sein.

Doch um an der Grenze zu Russland einen weiteren Instabilitätsherd zu schaffen, waren die erwähnten Milliarden den USA nicht zu schade. Der Politologe Bogdan Bespalko sagte im Gespräch mit der STIMME RUSSLANDS hierzu Folgendes:

„Das Wort ‚Demokratie‘ nutzen die Amerikaner oft für Spekulationen. In Wirklichkeit verstehen sie es sehr eigenwillig. Sie haben stets jene Kräfte an die Macht gebracht, die für sie vorteilhaft waren. So zum Beispiel brachten sie in Chile Pinochet an die Macht, in Kambodscha unterstützten sie Pol Pot nur deshalb, weil diese Leute und ihre Parteien für die USA vorteilhaft waren.“

Die illegitimen Kiewer Behörden spielen heute gern die Rolle von Marionetten des Weißen Hauses. Es ist kein Zufall, dass der Start der sogenannten Anti-Terror-Operation in den östlichen Gebieten des Landes sofort nach dem Besuch des CIA-Chefs in Kiew erfolgte. Und die Fortsetzung der Operation gleich nach der verkündeten Osterpause wurde nach dem Besuch des US-Vizepräsidenten verkündet. Das ähnelt sehr der Erfüllung direkter und konkreter Anweisungen. Von welcher Eigenständigkeit der Führer des Maidan kann in diesem Zusammenhang die Rede sein?

Der Experte des Instituts für russische Geschichte, Andrej Martschukow, ist überzeugt, dass die Amerikaner die erwähnten fünf Milliarden nicht umsonst ausgegeben haben.

„Diese Mittel wurden in den Staatsumsturz in der Ukraine investiert, um das Land in ein vollkommen kontrollierbares und abhängiges Territorium, in einen Brückenkopf für einen weiteren Schlag gegen Russland zu verwandeln. Von diesem Standpunkt aus betrachtet rentieren sich die investierten Mittel. Aber der Prozess ist nicht abgeschlossen, und womit er enden wird ist unklar.“

Das Paradox und das Unangenehme bestehen jedoch für die Ukrainer darin, dass die von den Vereinigten Staaten in die Ukraine gemachten Investitionen nun offenbar zu Ende sind. Und als Ersatz der von Russland versprochenen gigantischen Hilfe in Höhe von 15 Milliarden, von der Kiew bereits 3 Milliarden erhalten hat, bekommt Kiew nun von den Amerikanern einige Zig Millionen. Diese für das 48-Millionen-Volk recht geringe Summe hat man hochtrabend angekündigt. Außerdem versprechen die USA der Ukraine gewisse energiesparende Technologien, die es erlauben sollen, die Energieabhängigkeit von Russland zu verringern. Demnach wird sich wohl eine Zahlungsunfähigkeit des Landes kaum vermeiden lassen. Und offenbar wird sie den Anlass für einen neuen „Maidan“ geben, der sich zu einem permanenten Zustand der ukrainischen Gesellschaft entwickelt hat.


Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2014_04_28/Das-Sonderprojekt-Washingtons-ukrainisches-Gambit-9120/

 

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