NATO: Aggression kurz unterhalb der heißen Phase

US Navy im Schwarzen Meer. Bild: Flickr / SurfaceWarrior Cc-BY-SA 2.0
US Navy im Schwarzen Meer. Bild: Flickr / SurfaceWarrior Cc-BY-SA 2.0

 

An die Präsenz US-amerikanischer Kriegsschiffe im Schwarzen Meer scheint man sich allmählich zu gewöhnen, ganz so als wären die dort daheim. Angeblich dient das zur Entspannung der Lage in der Ukraine und der Bestätigung der Verteidigungsfähigkeit der NATO. Doch das westliche Bündnis ist noch nie angegriffen worden, stets war es die NATO selbst, die einen Krieg begonnen hat.

Von Florian Stumfall

Derzeit steht die NATO in fünf Einsätzen, vom Kosovo über Somalia bis zu Afghanistan. Zeitlich überschneiden sich diese Unternehmen teilweise mit den fünf Kriegen, die die NATO seit 1995 geführt und abgeschlossen hat. Was sie übt, scheint daher mehr die Angriffsfähigkeit zu sein, als die der Verteidigung. Jetzt hat sich auch Kanada aufgemacht, einen Beitrag im Schwarzen Meer zu leisten. Wie Premierminister Stephen Harper persönlich verkündet hat, wird das Küstenschutzschiff HMCS Regina vom Arabischen Meer in Schwarze Meer fahren und sich dort einer NATO-Mission in der Ukraine anschließen, so der TV-Sender CBC.

„Kanada arbeitet mit der NATO-Führung und unseren Verbündeten zusammen, um zu bestimmen, wie konkret die HMCS Regina genutzt wird. Solange dies nicht entschieden ist, können wir nicht genau sagen, wohin sich das Schiff begeben oder wann es das Arabische Meer verlassen und sich der NATO-Flotte anschließen wird“, meint der Premier etwas vage. Doch die NATO nimmt nicht nur zur See Einfluss auf die Entwicklung in der Ukraine.

Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat bekanntgegeben, die Organisation werde  in Osteuropa zusätzliches Militärpersonal für die Verstärkung der Gefechtsfähigkeit bereitstellen. Auch werde man die  Pläne zur Verteidigung im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine überarbeiten. Dazu hält man es für notwendig, in Osteuropa die Patrouillenflüge zu verstärken und Schiffe in die Ostsee und das Ostmittelmeer zu entsenden. Für Juni plant die NATO eine neue, groß angelegte Marine-Übung in der Ostsee, so Pentagon-Sprecher John Kirby: „Nach Angaben des Verteidigungsministers Chuck Hagel werden an dem Manöver Militärs von mehr als zehn Ländern der Allianz und ihre Partner teilnehmen.“

Mit Blick auf die Ansammlung westlicher Kriegsschiffe im Schwarzen Meer meinte der russische Militär-Analytiker und Kapitän zur See Michail Nenaschew: „Die wichtigste Frage ist: Was haben US-Schiffe 5.000 Meilen von ihrer eigenen Küste entfernt im Schwarzen Meer zu suchen? Wie würden die Amerikaner darauf reagieren, wenn unserer Zerstörer im Golf von Mexico umherfahren und wir unsere Raketenabwehrsysteme dort aufstellen würden?“

gefunden bei: http://www.contra-magazin.com/2014/05/nato-aggression-kurz-unterhalb-der-heissen-phase/

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