Atomkrieg: Russland übt den Ernstfall

Topol M

Nesawissimaja Gaseta
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Russlands Strategische Raketentruppen haben in der vergangenen Woche zwei große Übungen in 20 Regionen abgehalten, die die These widerlegen, dass es in einem Atomkrieg keinen Sieger geben kann, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

Zunächst berichtete ein Sprecher der Raketentruppen, dass eine operative Sonderübung der Einheiten des Systems zur Feststellung und Einschätzung des Ausmaßes und der Folgen des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen abgehalten wird. An diesem Manöver nahmen alle Einheiten für Strahlungs-, chemischen und biologischen Schutz der Strategischen Raketentruppen teil. Mehr als 1200 Militärs und rund 200 Einheiten Spezialtechnik wurden dabei eingesetzt, was deutlich mehr als bei den Übungen in den vergangenen Jahren ist.

Zum Ziel dieses Manövers wurde offiziell die Verbesserung der praktischen Fertigkeiten der Steuerungsorgane, das Versetzen der Einheiten für Strahlungs-, chemischen und biologischen Schutz in Einsatzbereitschaft, die Einschätzung der Situation sowie die Ausarbeitung von Vorschlägen für Maßnahmen gegen Strahlungs-, chemische und bakteriologischen Verseuchung erklärt. Das Manöver lief bis Freitag, parallel wurde eine Übung mit den mobilen Raketenkomplexen Topol, Topol-M und Jars abgehalten.

Nach dem Abschluss der Übung am Freitag wurden die großangelegten Manöver der mobilen Einheiten der Strategischen Raketentruppen fortgesetzt. Bei der Umgruppierung änderten die Raketenkomplexe Topol, Topol-M und Jars ihre Stellungen und gingen in einem Waldgelände auseinander. Nach den Raketenstarts kehrten die Komplexe zu ihren ständigen Stationierungsorten zurück. Bei den Übungen wurde auf einem qualitativ neuen Niveau das Tarnen der mobilen bodengestützten Raketenkomplexe geübt.

Das bei den Manövern trainierte Szenario weist darauf hin, dass sich die Strategischen Raketentruppen auf die Erfüllung der Gefechtsaufgaben auf einen so genannten blitzschnellen entwaffnenden globalen Schlag (Prompt Global Strike) auf dem russischen Territorium und auf den Einsatz von Atomwaffen gegen Russland vorbereiten. Die Notwendigkeit einer Abwehr weiterer Boden- und Luftangriffe zeigt, dass auch ein russischer atomarer Gegenschlag nicht 100-prozentig effektiv ist, der ebenfalls als „Schuss aus dem Grab“ bezeichnet wurde. Sehen die Militärs jetzt den Schlagabtausch mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen also nicht als das Ende der Menschheit an?

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