Deutschlands grösster Stromkonzern E.On wird aufgespaltet

Deutschlands grösster Energiekonzern E.On teilt sich auf in alte und neue Energie. Die Aktionäre des kriselnden Energiekonzerns haben sich zähneknirschend hinter die Pläne von Vorstandschef E.On zur Aufspaltung gestellt. «Ich sehe auch keinen besseren Plan», gab der Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Thomas Hechtfischer, am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Essen zu.
Dr. Johannes Teyssen  Bildquelle: google

In seiner jetzigen Form sei der Konzern wegen des Ökostrombooms und des politisch verordneten Atomausstiegs wohl nicht überlebensfähig, betonten andere Anleger. «Die Aufspaltung sorgt für trennschärfere Geschäftsmodelle und mehr Transparenz, wodurch die Kapitalmarktfähigkeit erhalten bleibt», erklärte Thomas Deser, Fondmanager bei Union Invest.

Nach den Plänen Teyssens soll sich E.On künftig vor allem auf das Ökostromgeschäft konzentrieren. Die schwächelnden Kohle- und Gaskraftwerke werden in die Tochter Uniper ausgelagert. Mit den künftig getrennten Geschäftsmodellen sollen neue Investoren für den mit über 26 Milliarden Euro verschuldeten Konzern angelockt werden.

Wirkliche Begeisterung löste das Vorhaben bei den Aktionären nicht aus. Die notwendige Mehrheit von 75 Prozent kommt wohl dennoch zustande. Bis zum Beginn der Hauptversammlung lagen keine Gegenanträge vor. Alle Stimmrechtsberater der Grossaktionäre hätten eine Zustimmung empfohlen, sagte Teyssen.

Nach einer Zustimmung durch die Aktionäre will E.On im Herbst 53 Prozent der Uniper-Anteile an die Börse bringen und die Papiere den eigenen Aktionären ins Depot legen. Den restlichen Anteil von 47 Prozent will E.On bis 2018 halten, mittelfristig aber ganz abstossen. Die künftige E.On mit Sitz in Essen beschäftigt rund 43’000 Mitarbeiter und wird von Teyssen geführt. Uniper sitzt in Düsseldorf und beschäftigt knapp 14’000 Mitarbeiter. Chef ist der ehemalige Finanzvorstand Klaus Schäfer.

Ehemaliger Merck-Chef Kley führt Aufsichtsrat

(Reuters) Der ehemalige Chef des Pharma- und Chemiekonzerns Merck, Karl-Ludwig Kley, steht künftig an der Spitze des Aufsichtsrats von E.On. Das Kontrollgremium habe Kley zum Nachfolger von Werner Wenning gewählt, teilte der Energiekonzern am Mittwoch nach der Hauptversammlung in Essen mit. Wenning hatte den Aufsichtsrat seit 2011 geleitet und war nicht erneut angetreten.

Quelle: http://www.nzz.ch/wirtschaft/unternehmen/deutschlands-groesster-stromkonzern-eon-wird-aufgespaltet-ld.87633

Gruß an die „teuren“ Stromerzeuger

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