Das Spiel der NATO mit dem Dritten Weltkrieg: Europa als Kanonenfutter

„Nomen est Omen“,1 könnte man bezüglich des NATO-Manövers Anakonda 16 sagen, das gegenwärtig in Polen unter Teilnahme von 31.000 Soldaten aus 24 Nationen stattfindet.

Denn während das Manöver den angeblichen Angriff „eines Gegners“ (natürlich Rußland) auf Polen und die baltischen Staaten abwehren soll, verrät der Name des Manövers – eine Schlange, die ihre Mahlzeiten erwürgt – schon eher die Absicht der NATO, die sich nunmehr entlang der gesamten osteuropäischen Grenze zu Rußland vorgeschoben hat.

Gleichzeitig finden noch drei weitere Manöver in den baltischen Staaten und Polen statt, so daß insgesamt zwischen 50-60 000 Soldaten direkt an der russischen Grenze operieren.

Das letzte Mal, das dies geschah, war es der Aufmarsch von Hitlers Reichswehr 1941 – und genau so wird dies von der russischen Bevölkerung empfunden. Der Unterschied ist, daß es dieses Mal um den Dritten Weltkrieg mit dem Einsatz von thermonuklearen Waffen und damit das Ende der Menschheit geht (Thermonukleare Konfrontation (Videos)).

Parallel zu Anakonda 16 finden noch drei weitere Manöver statt, Baltops 16 in und um die Ostsee, Saber Strike 16 in den drei baltischen Staaten und Swift Response in Polen und Deutschland. Nirgendwo sind Zahlen über den genauen Umfang veröffentlicht, aber schätzungsweise sind bei den vier Manövern zwischen 50.000 und 60.000 Soldaten beteiligt.

Gleichzeitig lief das amerikanische Kriegsschiff USS Porter, einer der vier in Rota stationierten Zerstörer der Aegis-Klasse, die zum amerikanischen Raketenabwehrsystem gehören, auf dem Weg zum bulgarischen Hafen Warna im Schwarzen Meer ein.

Der US- Flugzeugträger USS Dwight Eisenhower mit seiner Kampfgruppe lief gleichzeitig vom Atlantik aus ins Mittelmeer ein, und die USS Harry Truman verlagerte ihre Position vom Golf durch den Suezkanal zum US European Command ins Mittelmeer, in einer „klaren Demonstration der Kapazitäten“, wie es Konteradmiral Bret Batchelder ausdrückte.

Rußland reagiert auf diese Demonstrationen, indem es seinerseits die Militärbasen im nördlichen Militärdistrikt personell verstärkte, Manöver auf der Krim und in der Rostow- Region veranstaltet und laut Iswestija Übungen abhält, in denen russische Piloten trainieren, wie die amerikanischen Raketenabwehrsysteme entlang der russischen Grenze ausgeschaltet werden können (Putin: Mit Ausbau der Raketenabwehr in Europa erschüttern USA das Sicherheitssystem (Videos)).

Was ist der wahre Zweck des Raketenabwehrsystems?

Wie der stellvertretende russische Verteidigungsminister Anatolij Antonow kürzlich auf der Sicherheitskonferenz „Shangri-La Dialogue“ in Singapur betonte, befürchtet Rußland, daß der Zweck des US-Raketenabwehrsystems, das entlang der russischen Grenze installiert wird, darin besteht, einen nuklearen Überraschungsangriff auf das russische Nukleararsenal zu führen und die Verteidigung damit auszuschalten (Ex-NATO-General prophezeit Atomkrieg zwischen NATO und Russland – Plant Obama für August einen Krieg?).

Der von Anfang an durchsichtige Vorwand, diese Systeme seien notwendig, um Europa vor Raketen aus dem Iran zu schützen, ist spätestens seit dem P5+1-Abkommen mit dem Iran hinfällig, und Militärexperten sind sich einig, daß diese Systeme innerhalb kürzester Zeit von defensiven in offensive Systeme umgerüstet werden können, indem einfach die Software ausgetauscht wird, ohne dass dies von Gastländern wie Rumänien oder Polen überhaupt bemerkt würde.

Inzwischen dämmert es einigen, daß uns diese Kombination von realer Einkreisung Rußlands, Manövern, die diese Absicht sogar im Namen tragen, und die erwartungsgemäßen Gegenmaßnahmen Rußlands in eine Situation gebracht haben, in der der Ernstfall schlimmstenfalls nur Minuten entfernt liegt. Der Spiegel sorgt sich, daß diese Manöver, die das Szenario eines realen Krieges zur Grundlage haben, zu weit gehen,

Die Zeit nennt die Installation der Raketenabwehrsysteme in Rumänien und Polen den wahrscheinlich größten Fehler, den die NATO dabei ist zu begehen und der womöglich die Aufkündigung des INF- Vertrages (Intermediate Range Nuclear Forces) über die nuklearen Mittelstreckensysteme durch Rußland zur Folge haben wird.

Quelle: http://www.zaronews.world/zaronews-presseberichte/das-spiel-der-nato-mit-dem-dritten-weltkrieg-europa-als-kanonenfutter-video/

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