Versprechen gehalten: Trump erlaubt ab sofort Marihuana und andere alternative, nicht abschließend getestete Heilmittel für Todkranke

Im Januar hat Trump in seiner Rede zur Lage der Nation den Menschen ein Versprechen gegeben, das da lautet:

„Menschen, die unheilbar krank sind, sollten nicht von Land zu Land gehen müssen, um eine Heilung zu suchen. Ich möchte ihnen hier zu Hause eine Chance geben. Es ist Zeit für den Kongress, diesen wunderbaren, unglaublichen Amerikanern das Recht zu geben, es zu versuchen.“

Dieses neue föderale Gesetz heißt „Right to Try“, das Recht, es zu versuchen. Es sieht vor, dass Patienten, die unheilbar krank sind, auch Medikamente bekommen dürfen, bei denen die Studien noch nicht abgeschlossen sind. Voraussetzung ist, dass sie das wollen und ihr Arzt es befürwortet. Diese Patienten haben jetzt das Recht, experimentelle Behandlungen auszuprobieren, Behandlungen, die noch nicht von der Regierung genehmigt wurden.

Es bedeutet auch, dass die Pharma keine alternativen Behandlungen mehr ausschließen kann, so lange es Studien dazu gibt. Medizinisches Marihuana gehört dazu. Es darf jetzt legal in allen 50 Bundesstaaten verwendet werden, obwohl die Studien dazu noch nicht abgeschlossen sind, denn es ist Bundesgesetz.

Im Klartext sind jetzt alle medizinischen Anwendungen möglich. Es ist nicht nötig, dass ihre Wirksamkeit nachgewiesen worden ist.

Nachdem das Repräsentantenhaus Ende Mai dafür gestimmt hat, konnte Präsident Trump das Gesetz nun unterzeichnen.

Mit dabei war ein kleiner 8jähriger Junge aus Indianapolis, Jordan McLinn, bei dem eine Form der terminalen Muskeldystrophie diagnostiziert worden war. Seine Lebenserwartung beträgt maximal 27 Jahre, wovon er die letzen im Rollstuhl verbringen würde, wenn bis dahin nichts gefunden wird, was den Krankheitsverlauf stoppt. Jordan wurde inzwischen in ein klinisches Programm in Chicago aufgenommen, wo er wöchentlich Infusionen erhält.

Trump ist mit dieser Unterzeichnung der Pharma-Industrie bereits zum dritten Mal in den Rücken gefallen. Nachdem er im Januar den Impfgegnern einen Weg geöffnet hat, die Pflichtimpfung zu verweigern, wenn sie die mit ihrem Glauben nicht vereinbaren konnten, hatte er vor kurzem dafür gesorgt hat, dass die horrenden Preise für Medikamente sinken. Nun kam jetzt der nächste Schlag. Denn gerade alternative Heilmittel, zu denen insbesondere auch Pflanzen gehören, sind oftmals wesentlich günstiger als die Gifte, die die Pharmaindustrie anzubieten hat.

https://tagesereignis.de/2018/06/politik/studie-oxford-universitaet-geimpfte-kinder-sind-ansteckend-und-nicht-geimpfte-kinder-haben-ein-besseres-immunsystem/3973/embed/#?secret=hinLLiGCbg

Das von Justizminister Sessions hartnäckig verfolgte Marihuana scheint in vielen Fällen geradezu Wunder zu wirken. Wollen wir hoffen, dass die Verordnungen leichter ausgestellt werden, als bei uns, wo viele Kranke immer noch darauf warten, dass die Kassen ihnen diese Heilpflanze genehmigen.

 

Quelle: https://tagesereignis.de/2018/06/politik/versprechen-gehalten-trump-erlaubt-ab-sofort-marihuana-und-andere-alternative-nicht-abschliessend-getestete-heilmittel-fuer-todkranke/3939/

Autor: rsvarshan

Rechtssachverständiger , der gelernt hat seinen Kopf zu benutzen.

2 Kommentare zu „Versprechen gehalten: Trump erlaubt ab sofort Marihuana und andere alternative, nicht abschließend getestete Heilmittel für Todkranke“

  1. 30 Millionen Tabletten für eine Heeresgruppe

    Dass Drogen in Hitlers Leben eine Rolle spielten, dass die Reichswehr mit ihnen versorgt wurde, war nicht unbekannt. Aber für den Umfang, für den systematisch organisierten Charakter des Einsatzes von Wachmachern öffnet uns erst Norman Ohler die Augen. Die millionenfache Anwendung zum Beispiel von Pervitin in der deutschen Wehrmacht. Methamphetamin hatten japanische Wissenschaftler, die vor ganz ähnlichen Problemen standen wie die Deutschen, bereits 1893 synthetisiert. Ab 1938 stellten die Berliner Temmler-Werke, die ein neues Verfahren zur Gewinnung des Stoffs 1937 hatten patentieren lassen, Methamphetamin als Pervitin zur Verfügung.

    Der schnelle Sieg im Westen war die Tat von mit Pervitin in die Schlaflosigkeit geputschten Panzerfahrern. Es ist derselbe Wirkstoff, der heute, stark verschmutzt und sehr verteuert, als Crystal Meth hilft, Management und Partygänger wach zu halten. Zu Beginn des Russlandfeldzugs bekam schon eine einzelne Heeresgruppe 30 Millionen Tabletten mit Pervitin. Man kann sich vorstellen, mit welchem Hochdruck die Fabriken produzierten, wie viel sie verdienten an Aufträgen in diesen Umfängen.

    Gleich auf den ersten Seiten zeigt Ohler, wie Deutschland, vom Mangel an natürlichen Rohstoffen zur Drogengewinnung getrieben, eine chemische Industrie entwickelte, deren oberstes Ziel – schon im Kaiserreich – es war, unabhängig von den Imperialmächten Großbritannien und Frankreich zu werden und die natürlichen Rauschmittel möglichst weitgehend durch künstliche zu ersetzen.

    Norman Ohler erinnert: „Am 10. August 1897 mischte Felix Hoffmann, ein Chemiker der Firma Bayer, aus einem Wirkstoff der Weidenrinde die Acetylsalicylsäure zusammen, die als Aspirin in den Handel kam und den Globus eroberte. Elf Tage später erfand derselbe Mann eine weitere Substanz, die ebenfalls weltberühmt werden sollte: Diacetylmorphin, ein Derivat des Morphins – die erste Designerdroge überhaupt.

    Unter dem Markennamen Heroin kam sie auf den Markt und trat ihren Siegeszug an. ‚Heroin ist ein schönes Geschäft‘, verkündeten die Direktoren von Bayer stolz und vermarkteten das Mittel gegen Kopfschmerzen, Unwohlsein und sogar als Hustensaft für Kinder. Selbst Säuglingen könne es bei Darmkoliken oder Schlafproblemen gegeben werden.“ Das deutsche Reich war die Drogenküche der Welt. „Von 1925 bis 1930 wurden in Deutschland 91 Tonnen Morphin hergestellt, 40 Prozent der Weltproduktion … Die Firmen Merck, Boehringer und Knoll beherrschten 80 Prozent des Weltmarktes für Kokain.“

    Es gab natürlich im Dritten Reich auch Kräfte, die gegen die „Verunreinigung des arischen Blutes“ durch Drogen vorzugehen versuchten. Mit wenig Erfolg. Auch gesetzliche Einschränkungen galten für die Wehrmacht nicht. Sie hatte schließlich einen Krieg zu gewinnen. Ohlers Buch skizziert auch diese Auseinandersetzungen.

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