Kein Platz für Erdogan

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Foto: picture alliance / AA

Fast 70 Prozent der Deutschen sind gegen einen Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in der Bundesrepublik. Über Zweidrittel der Bürger beweisen damit ein Gespür, das die Bundesregierung vermissen läßt.

Noch keine drei Monate ist der Skandal um Ex-Nationalspieler Mesut Özil her, der sich in einem Londoner Hotel mit dem Despoten vom Bosporus ablichten ließ. Die Empörung über Özils Verhalten war mehr als berechtigt. Die Rüge des DFB angebracht. Umso unverständlicher ist nun der wohl für September geplante Empfang für Erdogan in Berlin.

Die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung steht auf dem Spiel

Ein Empfang für einen immer autoritärer regierenden Herrscher, der Oppositionelle einsperren läßt und kurdische Freiheitskämpfer im Nachbarland Syrien mit Krieg überzieht. Ein Empfang für einen ehemaligen Förderer und Sympathisanten des Islamischen Staates. Ein Empfang für einen Antisemiten, der Israel wiederholt als „Terrorstaat“ bezeichnet hat und Premierminister Benjamin Netanjahu „Nazi-Methoden“ vorwarf.

Andere Staatschefs sind da schon weiter und haben das wahre Gesicht des früheren Bürgermeisters von Istanbul erkannt, der einst mit den Worten „Unsere Minarette sind unsere Bayonette“ zum Angriff auf die säkulare Republik Atatürks blies. US-Präsident Donald Trump hat Erdogan erst vergangene Woche Sanktionen angedroht, sollte er nicht einen seit fast zwei Jahren inhaftierten US-Pastor freilassen, der derzeit noch unter Hausarrest steht und im Zuge der Säuberungsaktionen nach dem Militärputsch von Erdogans Schergen gefangengenommen wurde.

Die Bundesregierung wird nicht müde, Menschenrechtsverletzungen noch im entlegensten Winkel der Welt zu brandmarken. Sobald es um den Nato-Partner Türkei geht, geraten ihre Proteste hingegen oft zu kleinlauten Sonntagsreden. Erdogan jetzt mit allen protokollarischen Ehren zu empfangen, würden humanitäre Appelle der Bundesregierung in Zukunft endgültig der Lächerlichkeit preisgeben. Für Kanzlerin Merkel gibt es – will sie nicht den letzten Funken außenpolitischer Glaubwürdigkeit einbüßen – jetzt nur eine Handlungsoption, die sie auch nach Ankara kommunizieren sollte: Erdogan ist in Deutschland nicht willkommen!

 

 

Quelle: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/kein-platz-fuer-erdogan/

Autor: rsvarshan

Rechtssachverständiger , der gelernt hat seinen Kopf zu benutzen.

6 Kommentare zu „Kein Platz für Erdogan“

  1. https://www.focus.de/politik/videos/buch-aus-sorge-um-europa-helmut-kohl-europa-kann-nicht-zur-heimat-von-millionen-fluechtlingen-werden_id_5443294.html

    Altkanzler Kohl mahnt in seinem Buch, neben humanitären Aspekten müsse Europa auch „wohlbegründete kulturelle und sicherheitspolitische Interessen berücksichtigen“. Die wenigsten Flüchtlinge seien Christen oder Juden und würden somit ein anderes Wertesystem vertreten.
    Auch im Video: CDU-Europapolitiker Elmar Brok: „Orban kann von Helmut Kohl eine Menge lernen“.

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    1. Ich habe lange nicht so gelacht, Kohl – Mitglied im B’nai B’rith, deren Orden er bekam, Mitglied im „Komitee der 300“ und Ehrenbürger der „City of London“, die auf der Basis von jahrhundertealten Besitzurkunden für 999 Jahre aus dem kleinsten Grundstück Umlaufkredite in Billionenhöhe erzeugt , damit Steuerrückläufe für die Herrschenden generiert und uns über die Kreditschöpfung noch für Jahrhunderte plündert. Dieser Kohl ist bestenfalls als mehrfaches Ur-Logenmitglied ein Beispiel dafür, daß man mit den Medien sogar noch „Lernstoff“ erzeugen kann. Das Buch fasse ich als Verhöhnung auf. Dem Michel scheint man alles erzählen zu können.

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    2. Wenn ich Kohl als würdigen Vertreter von b’nei b’rit lobe, dann werde ich zensiert, aber der darf das.

      https://berlin2012blog.wordpress.com/2012/08/09/dr-henoch-cohen-alias-dr-helmut-kohl-bekommt-den-hochsten-orden-den-die-judische-in-der-col-ansassige-bnai-brith-zu-vergeben-hat/

      Ries und besonders Schleyer (der der Leibfuchs von Ries während ihrer gemeinsamen Zeit in der schlagenden Verbindung Suevia Heidelberg war und später im Aufsichtsrat von Ries‘ Konzern, der PEGULAN-Werke AG, saß) schätzten an Kohl die absolute Rücksichtslosigkeit, die ihn schon in jungen Jahren auszeichnete. War Ries auch durchaus befremdet davon, dass Kohl sich durch das gänzliche Fehlen von Manieren auszeichnete, so hielt Schleyer gerade dies für eine wichtige Tugend.

      Laß man, Fritz, wenn er werden soll, was wir uns ausgedacht haben, kann er gar nicht rücksichtslos genug sein!
      Hanns-Martin Schleyer über Helmut Kohl

      „Frau Merkel konnte ja nicht mit Messer und Gabel essen“
      Das Intimste, was Helmut Kohl je über seine Widersacher sagte, erscheint jetzt als Buch – gegen seinen Willen.

      https://www.spreeblick.com/blog/2007/05/04/die-erfinder-von-helmut-kohl/

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  2. Als ob Michel schon zu irgendeiner Sache gefragt wurde, das gespiegelte Entsetzen in diesem Artikel wirkt schon komisch.

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    1. „Der Gute (im Sinne der Sklavenmoral) ist gutmütig, leicht zu betrügen, ein bißchen dumm vielleicht…
      Überall wo die Sklavenmoral zum Übergewicht kommt, zeigt die Sprache eine Neigung, die Wörter „gut“ und „dumm“ einander anzunähren.

      Nietzsche – übrigens soll er Illuminat gewesen sein.

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  3. Erdogan ist in der Ur-Loge „Hathor Pentalpha“ und damit auch Hochgradfreimaurer, wie alle „Brüderchens“ die die Probleme unserer Zeit erzeugen dürfen, finanziert vom roten Schild . Die Ur-Loge für die Organisation des 1. und 2. Weltkrieges dürfte die „Edmund Burke“ gewesen sein, mit Mitgliedern aus allen wichtigen Staaten, natürlich auch mit den „Kriegsgegnern“.

    „Krieg ist ein Zustand, bei dem Menschen aufeinander schießen, die sich nicht kennen, auf Befehl von Menschen, die sich wohl kennen, aber nicht aufeinander schießen.“
    George Bernard Shaw

    Erdogan sitzt in dieser Loge zum Beispiel gemeinsam mit dem ISIS-Chef. Vielleicht trifft er hier Herrn Schröder, der in der gleichen Loge mitspielen darf.

    Nicht vergessen: Politik ist Theater für die Deppen. Und wollen Sie dazugehören?

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