Papst räumt Schuld der Kirche bei Mißbrauchsfällen ein

Papst Franziskus Foto: picture alliance/Stefano Spaziani

VATIKANSTADT. Papst Franziskus hat Verfehlungen der katholischen Kirche im Zusammenhang mit den jüngsten Mißbrauchsfällen durch Geistliche eingeräumt. Zugleich mahnte er in einem Schreiben, es bedürfe der aktiven Mithilfe aller, besonders der Laien, um Mißbrauch auszumerzen.

Die Sexualstraftaten verdammte der Papst in aller Schärfe und nannte sie eine „Kultur des Todes“, die es auszumerzen gelte. Die Kirche selbst habe zu spät gehandelt, bekannte Franziskus. „Mit Scham und Reue geben wir als Gemeinschaft der Kirche zu, daß wir nicht dort gestanden haben, wo wir eigentlich hätten stehen sollen und daß wir nicht rechtzeitig gehandelt haben, als wir den Umfang und die Schwere des Schadens erkannten, der sich in so vielen Menschenleben auswirkte.“

Der Grund für den offenen Brief des Papstes, den der Vatikan am Montag veröffentlichte, ist ein Bericht, demzufolge im US-Bundesstatt Pennsylvania in den vergangenen 70 Jahren mindestens 1.000 Kinder Opfer von Mißbrauch durch Priester geworden seien. Mehr als 300 Geistliche sollen die Taten begangen haben.

Nur um Verzeihung bitten, reiche nicht

Das Oberhaupt der katholischen Kirche bezeichnete in dem Brief Mißbrauch als „ein Verbrechen, das tiefe Wunden des Schmerzes und der Ohnmacht erzeugt, besonders bei den Opfern, aber auch bei ihren Familienangehörigen und in der gesamten Gemeinschaft, seien es Gläubige oder Nicht-Gläubige“. Nur um Verzeihung zu bitten, sei nicht genug.

Franziskus sprach sich für eine neue Form der Solidarität aus, die alles zur Anzeige bringe, „was die Unversehrtheit irgendeiner Person in Gefahr bringen könnte“. Es gehe nun darum, eine neue Kultur zu schaffen, in der Mißbrauchsfälle sich „nicht nur nicht wiederholen, sondern auch keinen Raum finden, wo sie versteckt überleben könnten“. (ag)

 

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2018/papst-raeumt-schuld-der-kirche-bei-missbrauchsfaellen-ein/

Autor: rsvarshan

Rechtssachverständiger , der gelernt hat seinen Kopf zu benutzen.

4 Kommentare zu „Papst räumt Schuld der Kirche bei Mißbrauchsfällen ein“

  1. Wie wäre es damit „Papst räumt Schuld der Kirche bei der Anzettelung von Kriegen, Konflikten, Völkermord, Plünderung, Raub, Mord, Betrug, Fälschung“ ein?

    Karlheinz Deschner: Ketzerverbrennung

    Kriminalgeschichte des Christentums – Karlheinz Deschner – Mit Gott und den Faschisten

    Stalin hat übrigens auch einige Zeit im Vatikan verbracht.

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  2. @“könnte“ ! – es geht um die Denunziationskultur
    Die gleichen Worte haben die Päpste vermutlich für ihre Opfer salbungsvoll vom Stapel gelassen.
    Erst den Konflikt hervorrufen und sich dann als Friedensstifter hinstellen, das ist schon ein sehr ausgeleiertes Programm.

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  3. Biene Maja (Maya, die Göttin der Illusion)
    https://www.topmania.de/2017/02/15/die-top-10-der-wichtigsten-indischen-goetter/

    Ascension (Aufstieg)
    Anvarohana („Aufstieg“ zum Scheiterhaufen)
    ist eine Kultur des Todes.

    „Sati (Sanskrit: सती / Satī) leitet sich vom Namen der Göttin Sati ab, die sich selbst erniedrigte, weil sie die Demütigung ihres Vaters Daksha gegenüber ihrem Ehemann Shiva nicht ertragen konnte.“
    Sati gleich „keusche Frau“ und gemäß
    Hindu-Sanskrit-Texten: gleichbedeutend mit „guter Ehefrau“.
    Satidaha (Prozess) / Satipratha (Brauch), Wittwen lebendig zu verbrennen.
    Zwei weitere mit Sati verwandte Begriffe sind Sativrata und Satimata.
    Sativrata, ein seltener und selten verwendeter Begriff, bezeichnet die Frau,
    die ein Gelübde ablegt, um ihren Ehemann zu schützen, während er lebt
    und dann mit ihrem Ehemann stirbt.
    Satimata bezeichnet eine verehrte Witwe, die Sati begangen hat.

    Das Opfer der Witwe (n) oder der Gefolgschaft eines großen Mannes bei seinem Tod wird in verschiedenen indoeuropäischen Kulturen außerhalb von Indien bezeugt. Als ein Beispiel, wo die Witwen um die Ehre wetteiferten, mit ihrem gemeinsamen Ehemann zu sterben, erwähnt der Historiker Herodot aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Den Krestones-Stamm unter den Thrakern. Die Frau, die bei der Gunst des Ehemannes am höchsten gehalten wurde, während er lebte, ließ ihre Kehle auf seinem Grab aufschneiden, die überlebenden Frauen betrachteten es als eine große Schande, weiterleben zu müssen.
    Unter Bezugnahme auf die Gothic Wars of Procopius (um 550 n. Chr. geschrieben) bemerkt Edward Gibbon, dass unter den germanischen Stämmen der Heruler eine Witwe sich typischerweise am Grab ihres Mannes erhängte. …“
    https://en.wikipedia.org/wiki/Sati_(practice)

    “Sir Streynsham Master (28 October 1640 – 28 April 1724) was one of the 17th century pioneers of the English East India Company. He served as the Agent of Madras from 27 January 1678 to 3 July 1681 and is credited with having introduced the first administrative reforms in the Madras Government.[citation needed] .He banned sati and prohibited the burning of a Hindu widow in 1680 in what is the first official British response to sati.[1][2][3][4] He made English the sole official language and language of court in Madras Presidency replacing Portuguese, Tamil and
    Malayalam languages.[5][6]“…“
    https://en.wikipedia.org/wiki/Streynsham_Master

    Wie die Alten sungen, so singen auch die Jungen (mit AI-Folge-Entscheidung)

    “Hunt is a descendant of Streynsham Master, a pioneer of the East India Company.“
    https://en.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Hunt

    Jeremy Hunt, Nachfolger von Boris Johnson, drängt auf eine verstärkte
    EU-„Schulter an Schulter“-Zusammenarbeit mit den USA, um stärkere EU-Sanktionen
    gegen Russland durchzusetzen, damit sich Russlands Präsident an internationale Regeln halte.
    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/großbritannien-für-härtere-eu-sanktionen-gegen-russland/ar-BBMcCFH?ocid=spartandhp

    https://www.kmdd.de/impressum-und-kontakt.htm
    https://www.wuv.de/agenturen/knut_foeckler_steigt_bei_saint_elmo_s_ein (2010)
    https://www.munich-business-school.de/de/hochschule/forschung-lehre/mbs-dozenten/prof-knut-foeckler.html

    Wer die Rechte hat, programmiert die Inhalte, bzw. baut die
    Algorithmen und Datenstrukturen auf „einer Dogma-Sichtweise“ auf,
    worüber AI die Auswahl-Entscheidung in seiner „Auswahl-Kolonie“
    festlegen kann.

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  4. Franziskus sprach sich für eine neue Form der Solidarität aus, die alles zur Anzeige bringe, „was die Unversehrtheit irgendeiner Person in Gefahr bringen könnte“. Es gehe nun darum, eine neue Kultur zu schaffen, in der Mißbrauchsfälle sich „nicht nur nicht wiederholen, sondern auch keinen Raum finden, wo sie versteckt überleben könnten“.

    Das bezieht sich doch aber nicht nur auf solche Mißbrauchsfälle. Wie gut, daß jeder verpflichtet ist, ein Smartphone bei sich zu haben, um auf den Meldeknopf zu drücken. Für gabs für jeden die Ohrenbeichte, heute eben den Meldeknopf.

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