Ernst!

Strom ok? Vorräte ok? Geldautomat ok? Heizung ok? Telefon ok? Nachbarn ok? 

Schaufeln gegen die Zeit: Schnee erdrückt Berchtesgaden

Berchtesgaden  – Die Menschen laufen durch tiefe weiße Gräben, wenn sie aus ihren Häusern wollen. Mannshoch türmt sich der Schnee. Autos sind darunter verschwunden, Mauern kaum zu ahnen. Selbst die kleine Kirche sieht unwirklich aus unter so viel blütenweißem Schnee.

Stundenlang haben die Bewohner im Berchtesgadener Ortsteil Buchenhöhe in den vergangenen Tagen mit ihren Schaufeln gekämpft, um den Zugang zu ihren Häusern offen zu halten. Seit einer Woche sind die etwa 300 Bewohner von der Außenwelt abgeschnitten. Schneebruch bedroht die Straße, die hinaufführt auf rund 1000 Meter Höhe. (…)

Die meisten nehmen die Sperre gelassen. «Wir haben vorige Woche das Problem schon kommen sehen und überdimensional eingekauft», sagt Helmut Hildebrandt. Der 65-Jährige wohnt seit Jahrzehnten hier, in den 1990er Jahren habe er einmal sogar noch mehr Schnee erlebt.

 

Ausnahmezustand hält an
Schnee ohne Ende – Bundesregierung sichert Hilfe zu Klick

Flüge fallen aus, Züge und Autos können nicht fahren. Im Süden sieht man weiß – und das wird auch erst einmal so bleiben. Auch die Bundesregierung meldet sich angesichts des Winterchaos zu Wort. Und was passiert, wenn es taut?

München (dpa) – Wenn mehrere Meter Schnee auf Straßen und Dächern lasten, helfen ein, zwei Tage Pause nicht viel. Obwohl am Freitag deutlich weniger Flocken fielen, hält der Ausnahmezustand im Alpenraum an.

Tausende Helfer schaufeln am Limit. Die Bundesregierung schaltet sich ein.

FESTGEFAHRENER VERKEHR: Flugzeuge bleiben am Boden, Züge und Autos können nicht fahren. Am Freitag wurden an den Flughäfen München und Frankfurt jeweils rund hundert Flüge gestrichen. Auch der Bahnverkehr blieb auf vielen Strecken Bayerns unterbrochen. In Österreich holte das Bundesheer eine große Schülergruppe aus dem Ruhrgebiet mit zwei Hubschraubern von einer Alm. Spaziergänger und Sportler durften in Sachsen mehrere Waldgebiete nicht betreten. In der Nacht zuvor mussten auf der Autobahn A8 in der Nähe des Chiemsees zahlreiche Menschen mehrere Stunden bei starkem Schneefall in ihren Autos ausharren. Schneeglätte und ein querstehender Lastwagen brachten den Verkehr zeitweise komplett zum Stillstand.

HELFER UNTER HOCHDRUCK: In fünf bayerischen Landkreisen gilt mittlerweile der Katastrophenfall. Bundeswehr, Technisches Hilfswerk, Bundespolizei und örtliche Einsatzkräfte versuchen, gegen die Schneemassen anzukämpfen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ließ am Freitag zusichern, dass die Zahl der Einsatzkräfte notfalls aufgestockt werden könne. „Die Kanzlerin wie auch die gesamte Bundesregierung dankt allen Helferinnen und Helfern in den von den heftigen Schneefällen betroffenen Gebieten für ihren Einsatz“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die verschneiten Regionen am Samstag besuchen.

 

 

 

Autor: mengenlehre

- ich lege Wert auf einfachste Sprache und Klarheit bei der Wiedergabe und falls irgendwas auf Resonanz beim Leser stößt, setze ich Selber-Lernen voraus. Heutzutage darf sich jeder selber alle Fragen stellen und kümmert sich um die Beantwortung auch selber. :-) - es geht nicht immer um irgendwelche 'Wahrheits-Erwartungen' sondern um individuelles lebenslanges Lernen und Erfahrungen sammeln.

%d Bloggern gefällt das: