Schwerkraftwellen

Gravitationswellen enthüllen die Herzen der Neutronensterne Klick

Gravitationswellen sind „Wellen“ im Gewebe der Raumzeit, die durch einige der gewalttätigsten und energetischen Prozesse im Universum verursacht werden. Albert Einstein sagte 1916 die Existenz von Gravitationswellen in seiner allgemeinen Relativitätstheorie voraus.

Wissenschaftler zeichnen die extremen Innenräume von exotischen Sternen mit beispielloser Klarheit auf und setzen neue Grenzen bei der Geburt von Schwarzen Löchern. Diese Illustration fängt den Moment ein, in dem zwei Neutronensterne sich zusammen drehen und kollidieren. Astrophysiker haben Gravitationswellen verwendet, die durch solche Fusionen erzeugt wurden, um das Innere von Neutronensternen zu untersuchen und der Bildung von Schwarzen Löchern neue Grenzen zu setzen. Kredit: NASA, CXC, Trinity University und D. Pooley et al. Illustration: NASA, CXC und M. Weiss

In einem Neutronenstern – der stadtgroßen, hyperdünnen Schlacke, die nach einer Supernova zurückgeblieben ist – stürzt die moderne Physik vom Rand der Karte ab. Dort drückt die Schwerkraft Materie auf Dichten ein, die um ein Vielfaches größer sind als die, die im Atomkern gefunden werden, und schafft so, wie die Theoretiker vermuten, einen Nährboden für nie zuvor gesehene exotische Teilchen und Wechselwirkungen. Aber so hohe Dichten können nicht durch Laborexperimente untersucht werden und bleiben selbst für die leistungsfähigsten Computer von heute zu schwierig. (…)

Es wurden vier neue Gravitationswellen-Erkennungen angekündigt, darunter die bisher massivsten Klick


LIGO und Virgo haben ihren ersten Gravitationswellen-Katalog veröffentlicht, der die neuen Ereignisse auflistet.
Wissenschaftler kündigten die Detektion von vier neuen Gravitationswellenereignissen an, womit sich die Gesamtzahl auf 11 erhöht. Mit den ersten, vom Laser Interferometer Gravitationswellenobservatorium (LIGO) erfassten Detektoren im Jahr 2015, wurden die neuen Beobachtungen von Wellen in der Raumzeit entdeckt fügt sich schnell zusammen und hilft den Forschern, mächtige und entfernte kosmische Phänomene wie Schwarze Löcher und Neutronensterne besser zu verstehen.Die in den USA ansässigen LIGO- und die in Europa ansässigen Virgo-Detektoren haben nun Gravitationswellen aus insgesamt 10 binären schwarzen Löchern mit schwarzen Löchern und einer Fusion von Neutronensternen, den zusammengefallenen Kernen von Riesensternen, entdeckt.

Das Highlight der neuen Entdeckungen ist eine Fusion aus schwarzen Löchern vor etwa 5 Milliarden Jahren, die die massivste und am weitesten entfernte Quelle für Gravitationswellen ist, die Wissenschaftler je gesehen haben. Diese Fusion erzeugte ein schwarzes Loch, das 80 Mal so groß war wie die Sonne, und setzte bei seinem Auftreten eine Menge an Gravitationsenergie frei, die 5 Sonnenmassen entsprach.

 

„Gravitationswellen geben uns einen beispiellosen Einblick in die Bevölkerung und die Eigenschaften von Schwarzen Löchern. Wir haben jetzt ein schärferes Bild davon, wie häufig binäre schwarze Löcher mit stellaren Massen zusammenlaufen und wie ihre Massen sind. Diese Messungen werden es uns weiter ermöglichen, zu verstehen, wie die massereichsten Sterne unseres Universums geboren werden, leben und sterben “, sagte Chris Pankow der Northwestern University, der Co-Vorsitzende der LIGO Scientific und Virgo Collaboration-Gruppe für kompakte binäre Koaleszenzraten und Populationen in eine Erklärung. (…)

 

 

Schwarzes Loch

Das Konzept dieses Künstlers zeigt ein schwarzes Loch mit einer Akkretionsscheibe – eine flache Struktur aus Material, die das Schwarze Loch umkreist – und einen heißen Gasstrahl, genannt Plasma.

Autor: mengenlehre

- Witze, Satire, Fundsachen aus dem Netz passend zum Zeitgeist

3 Kommentare zu „Schwerkraftwellen“

    1. Für mich erklärt sich das gesamte Weltall nur mit der Drei-Finger-Regel, also (Adrian-)Ursache-Vermittlung-Wirkung.

      Die magnetische Komponente der Kraft ist am größten, wenn die Bewegungsrichtung der Ladung senkrecht zu den magnetischen Feldlinien verläuft, und gleich Null, wenn die Ladung sich entlang einer Feldlinie bewegt. Sie wirkt immer senkrecht zur Bewegungsrichtung der Ladung und zu den Magnetfeldlinien. Ihre Wirkungsrichtung kann mit der Drei-Finger-Regel bestimmt werden. Für negative Ladungen verwendet man die linke, für positive Ladungen die rechte Hand.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Finger-Regel

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  1. https://www.helmholtz.de/materie/entdeckung-der-gravitationswellen-staerkt-urknall-theorie/
    Die Urknalltheorie hat mehrere Facetten, die noch nicht alle restlos geklärt sind. Die heutige Verteilung der Galaxien und die kosmische Hintergrundstrahlung sind ja beides Folgen des Urknalls und müssen mit der Urknalltheorie in Einklang stehen. Außerdem müssen kurz nach dem Urknall ganz besondere Bedingungen geherrscht haben. Diese Frühphase bezeichnet man auch als „Inflation“.

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