Missbrauch in Lügde: Beweise weg, Minister spricht von Polizeiskandal

Missbrauchsfall Lügde: Wurden Aktennotizen manipuliert?

  • 155 CDs und DVDs aus Räumen der Kripo verschwunden
  • Beweise schon seit vier Wochen vermisst
  • Innenminister schickt Sonderermittler nach Detmold
Bei Ermittlungen zum sexuellen Missbrauch in Lügde ist Beweismaterial verschwunden: 155 CDs und DVDs, sagt NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag (21.02.2019) in Düsseldorf mit. Das Material ist aus Räumen der Kripo verschwunden.
Die Datenträger waren in einem Alukoffer aufbewahrt, der in einem Raum der Kripo im Kreis Lippe stand. Der Raum war nach Angaben des Ministers nur unzureichend gesichert. Zahlreiche Personen hätten Zugang gehabt.
Der Minister sprach von einem „Polizeiskandal“ und einem „Desaster“. Er hat jetzt Sonderermittler nach Detmold geschickt.

Sexueller Missbrauch dutzender Kinder

Über Jahre sollen mindestens 31 Kinder auf einem Campingplatz in Lügde (Kreis Lippe) sexuell missbraucht worden sein. Drei Männer sitzen in Untersuchungshaft. Ermittelt wird insgesamt gegen sechs Tatverdächtige.
Auch die Arbeit der Behörden ist in den Fokus geraten. Bei dem Hauptbeschuldigten lebte ein Pflegekind. Schon 2016 gab es Hinweise auf sexuellen Missbrauch, die der Polizei weitergegeben wurden.

Autor: rsvarshan

Rechtssachverständiger , der gelernt hat seinen Kopf zu benutzen.

2 Kommentare zu „Missbrauch in Lügde: Beweise weg, Minister spricht von Polizeiskandal“

  1. Es hat nie Originalbeweise gegeben, sondern „Sicherungskopien. Das wäre die Revolution bei Holocaustprozessen.

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