Wann sind Ereignisse wirklich vorbei?

Erst, wenn die Wahrheit für alle stimmig ist?
Erst wenn jedes Schicksal erlöst, anerkannt und gesehen wurde?
Erst, wenn alle Dynamiken-Prozeße-Durchläufe nachvollzogen werden, vom Ur-Anfang bis zum Allerletzten-Ende?

“Ab heute heiße ich Margo” – ein Buch wird immer besser

Die Ereignisse in Deutschland seit 2015 wirken auf viele Menschen bedrohlich. Die Macht der politischen Korrektheit, die Verdrehung von Tatsachen in manchen Medien sowie die scheinbare Ignoranz der Politik gegenüber den Bedürfnissen der Bevölkerung führen vielerorts zu Frustration. Manch einer fühlt sich angesichts der staatlichen Deutungshoheit über die Wahrheit gar an die beiden deutschen Diktaturen erinnert. Nicht zuletzt, weil Teile der Linken immer weniger ihre totalitäre Ausrichtung kaschieren. Wie aber andere für die Gefahren sensibilisieren, die von einem derartigen System ausgehen? Nackte Tatsachen sind zunächst das beste. Doch dort, wo es um das sinnliche Begreifen von Folgen geht, leistet Literatur manchmal die bessere Aufklärungsarbeit. Einen gelungenen Roman über die NS- und DDR-Zeit, penibel recherchiert und authentisch bis ins Detail, legte Cora Stephan bereits im letzten Jahr vor. Er verdient, gerade auch 2019 gelesen zu werden.(…)

neue Definitionen für das Wort: NAZI werden erschaffen

Sind die Demonstranten in Hong Kong Nazis?

und die Liste der Ereignisse war noch nie vollständig

Gräueltaten der Nazis in der Toskana bleiben ungesühnt

Serie 18.08.2019

12. August 1944 in dem kleinen Dorf Sant‘ Anna Stazzema in der West-Toskana: Soldaten der Waffen-SS erschießen gnadenlos Kinder, Frauen und Alte. Ca. 560 Menschen werden auf dem Kirchplatz niedergemetzelt. Einige wenige Überlebende erinnern zum 75. Jahrestag an das Massaker.

Viele der Täter sind bzw. waren bekannt. Zehn SS-Mitglieder wurden nach dem Krieg in Italien wegen des unmenschlichen Massakers verurteilt. Tatsächlich bestraft wurde keiner von den Zehn, da Deutschland die von Italien beantragte Auslieferung verweigerte und die deutschen Ermittlungsverfahren ohne Ergebnis blieben.

Partisanen versteckten sich in Bergdörfern

Die Waffen-SS begründete den Überfall auf das Dorf in den Apuanischen Alpen mit der Vermutung, dass sich dort eine größere Gruppe Partisanen aufhalte. Italienische Widerstandskämpfer, insbesondere aus den Küstenstädten, suchten häufig in abgelegenen Bergdörfern der Toskana Schutz vor den Deutschen. Als die Männer des Dorfes von der Annäherung der Waffen-SS erfuhren, flüchteten sie und ließen Frauen, Kinder und Alte zurück. Die Männer befürchteten, als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt zu werden. Sie hofften, dass die Deutschen den zurückgelassenen, hilflosen Zivilpersonen  nichts tun würden.

Für jeden toten Deutschen zehn tote Italiener

Diese Hoffnung erwies sich als verhängnisvoller Irrtum. Schon einige Wochen zuvor hatten Wehrmacht und SS unter Führung von Generalfeldmarschall Albert Kesselring, Oberbefehlshaber der Wehrmacht und der SS in Italien, die Losung ausgegeben, Partisanen und Widerständler mit harten Sühnemaßnahmen zu belegen. Die Parole lautete: Für jeden getöteten Deutschen müssen zehn Italiener mit dem Leben bezahlen. Zivilisten waren dabei ausdrücklich nicht auszunehmen. Die SS ließ die im Bergdorf Sant`Anna di Stazzema verbliebenen Personen auf dem Kirchplatz zusammentreiben, wo sie mit Maschinengewehrsalven erschossen wurden. Nach Augenzeugenberichten warfen die Soldaten Kirchenbänke über die Toten und zündeten diese mit Benzin an. Viele der verbrannten Leichen konnten später nicht mehr identifiziert werden. (…)

Sind Australier irgendwie zu Nazis mutiert?

Die Zensur klebt eifrig Nazi-Etiketten auf „nervige“ Konkurrenz

die Wahrheit vom Alltag des Opas

Der SA-Mann Hanns Ludin war Hitlers Gesandter in der Slowakei und in dieser Position verantwortlich für Judendeportationen. 1947 wurde er als Kriegsverbrecher hingerichtet. Über seine Rolle im Zweiten Weltkrieg streiten seine Nachkommen bis heute und fühlen sich hin- und hergerissen zwischen Schuld und Loyalität. Einfühlsam und mutig beschreibt Alexandra Senfft, wie die geliebte Großmutter die Legende vom „guten Nazi“ kultiviert hat und ihre Kinder und Enkel seine wahre Rolle verdrängt haben. Im Mittelpunkt ihres Buches steht das Leben ihrer Mutter, einer außergewöhnlichen Frau des linken Hamburger Nachkriegs-Establishments, die vordergründig an Depression und Sucht zerbricht, tatsächlich aber an der Unfähigkeit, um den Vater zu trauern.

Rezensionsnotiz

Mit viel Lob versieht Rezensentin Sabine Vogel diese Rekonstruktion einer Familiengeschichte, deren traumatische Basis ihrer Information zufolge das innerfamiliäre Schweigekartell über die Nazi-Vergangenheit des 1947 als Kriegsverbrecher hingerichteten Großvaters Hanns Ludin ist. Die Autorin und Enkelin dieses Mannes, der Gesandter des NS-Staates in der Slowakei war, rekonstruiere anhand von Briefen und Dokumenten und durch Gespräche mit Familienmitgliedern zunächst die Umstände, unter denen ihre Mutter aufgewachsen sei, um daraus Schlüsse auch auf die Umstände ihrer eigenen Kindheit zu ziehen. Daraus entsteht für die Rezensentin ein sehr dichtes und intensives Drei-Frauen-Porträt, mit bedrückenden Wiederholungen in der jeweils folgenden Generation. Zwar hätte sich die Rezensentin gelegentlich die Erweiterung des „Tunnelblicks“ von den drei Frauengenerationen auf andere Familienmitglieder gewünscht, und außerdem mehr Informationen über die Rolle von Ludin in der Slowakei sinnvoll gefunden. Trotzdem ist dieses Buch für sie als Studie über die psychosozialen Auswirkungen der Nazizeit bis heute ebenso beklemmend wie exemplarisch.

Die Jugend ist heute noch bemüht, die Geschichte ihrer Familie und ihrer Heimat aufzudecken

durch alle Medien hindurch, auch Comics und Gaming finden wir aktuelle Darstellungen

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angeblich kamen wir vom 3ten Reich
ins 5te

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Autor: mengenlehre

- Witze, Satire, Fundsachen aus dem Netz passend zum Zeitgeist zur Unterhaltung