Mindeststundenlohn von 14,40 Euro ist Armutsgefährdungsschwelle

Millionen von Arbeitnehmern droht die Altersarmut

Wer heute als Arbeitnehmer einen Stundenlohn von weniger als 14,40 Euro hat, dem droht bei Eintritt des Ruhestands die Altersarmut. Das ergeben Daten des Statistischen Bundesamts.

Foto: Pixabay
Veröffentlicht: 
von 

Für Geringverdiener herrscht in Deutschland ein extrem hohes Risiko, dass sie bei Eintritt in den Ruhestand auf Zuwendungen des Staates angewiesen sein werden, weil ihre Rente nicht reichen wird. Ihr Stundenlohn ist derart niedrig, dass sie nicht vor Altersarmut geschützt sein werden. Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass derzeit ein Stundenlohn von 14,40 Euro gerade einmal ausreicht, um als Rentner über die sogenannte Armutsgefährdungsschwelle zu kommen. Doch rund 15 Millionen Beschäftigte in diesem Land erhalten weniger als 14 Euro pro Stunde – brutto wohlbemerkt. Und nur für den berechneten Idealfall der Vollzeitbeschäftigung über einen Zeitraum von 45 Jahren.

Doch viele Arbeitnehmer arbeiten deutlich weniger und in Teilzeit. Das gilt vor allem für Frauen, die nach der Geburt eines oder mehrerer Kinder sich primär der Familie gewidmet haben und häufig lediglich Teilzeitbeschäftigungen nachgehen. Auch gehen viele Menschen vor der Absolvierung von 45 Jahren in den Ruhestand. Für sie wird es im Ruhestand finanziell ebenfalls sehr eng, sagt die Studie des Statistischen Bundesamts.

Die Zukunftsaussichten lassen wenig Raum für Optimismus. Die Merkel-Regierung plant eine weitere Absenkung des Rentenniveaus, um Geld einzusparen – das an anderer Stelle großzügig ver(sch)wendet werden soll. Zum Beispiel für die Migrations- und Flüchtlingspolitik. Fast alle Überschüsse des Bundeshaushaltes verschwinden nämlich in den Topf der Asylrücklage. In diesem Topf befinden sich derzeit knapp 50 Milliarden Euro. Das ist das eineinhalbfache von dem, was der Bundeshaushalt an Ausgaben für Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgibt. Aber die Rentner sehen von dem Geld keinen Cent. Die müssen Flaschen sammeln, um über die Runden zu kommen. Oder im Supermarkt Waren im Wert von 3,99 Euro klauen, damit sie überhaupt etwas zum Beißen haben.

Eine halbe Million Rentner lebt unter der Armutsgrenze von 750 Euro pro Monat – ohne Sozialhilfe

Bis zu 500.000 Rentner leben in versteckter Armut, sie beziehen keine Sozialhilfe vom Staat, obwohl sie unterhalt der Armutsgrenze leben. Eine weitere viertelmillion Menschen beziehen Leistungen aus der Grundsicherung.

Bis zu einer halben Million Rentner leben einer Schätzung zufolge in sogenannter verdeckter Armut. Das heißt, sie beziehen keine Sozialhilfe vom Staat, obwohl sie unterhalb der Armutsgrenze von aktuell 750 Euro pro Monat leben.

Die Berechnung, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet, geht zurück auf die Verteilungsforscherin Becker, die Forschungsarbeiten im Auftrag politischer Stiftungen anfertigt.

Demnach sind zwischen 184.000 und 494.000 Personen betroffen, vor allem Erwerbsminderungsrentner, die womöglich aus Scham oder Unwissenheit keine Grundsicherung beantragt haben.

Weitere 250.000 Menschen beziehen Grundsicherung

Neben der verdeckten Armut gibt es offiziell mehr als eine Viertelmillion Menschen, deren Erwerbsminderungsrente so gering ist, dass sie zusätzlich Leistungen aus der steuerfinanzierten Grundsicherung beziehen.

Erwerbsminderungsrenten sind Leistungen der Deutschen Rentenversicherung für jene, die nicht bis zum regulären Rentenalter berufstätig sein können. Sie liegen oftmals unter dem Existenzminimum von 750 Euro pro Monat.

Berufstätige, die eher in Rente gehen, erhalten bis zu 10.8 Prozent weniger Rente

Die neue Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, kritisierte, dass die Erwerbsminderungsrenten deutlich zu niedrig seien.

Es ist ein Skandal, dass Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr arbeiten können, in vielen Fällen direkt in die Armut rutschen.“

Bentele forderte unter anderem die Abschaffung der bestehenden Straf-Abschläge auf die Rente von Erwerbsminderungsrentnern. Derzeit bekommen Berufstätige, die krankheitsbedingt vor Erreichen des Regelrentenalters aus dem Berufsleben ausscheiden müssen, bis zu 10,8 Prozent weniger Rente.

Das Bundesarbeits- und Sozialministerium von Hubertus Heil (SPD) erklärte, es sei ein Erfolg, dass der Durchschnitt der Erwerbsminderungsrenten im vergangenen Jahr das Niveau der Jahrtausendwende wieder erreichte, nachdem er in der Zwischenzeit deutlich darunter gesunken war.

Diese Entwicklung zeige die „spürbaren Verbesserungen für die mehr als 170.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die jährlich eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in Anspruch nehmen müssen“, so das Ministerium. (dts)

 

Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/eine-halbe-million-rentner-lebt-unter-der-armutsgrenze-von-750-euro-pro-monat-ohne-sozialhilfe-a2468157.html

Anmerkung meinerseits:

Mit 750 Euro Rente ist man nicht mehr Sozialhilfeberechtigt, nach 45 Arbeitsjahren ist das Schikane seitens der Bundesregierung.
Während dem sich die Politiker die Taschen vollstopfen, jegliches Maß aus den Augen verloren haben, müssen die Rentner unterhalb der Armutsgrenze vegetieren.

Schaffen wir endlich diese verlogenen und gierigen Wesen ( Menschen kann ich dazu nicht mehr sagen )  ab.