Ab 2021: „Sie laden ab sofort mit reduzierter Stromstärke“ – Strom-Rationierung für private E-Autos?

Um Überlastungen des Stromnetzes durch zu viele E-Autos zu vermeiden, soll es ab 2021 möglich sein, den Ladestrom privater Ladepunkte zu begrenzen. Diese Strom-Rationierung würde der E-Mobilität in Deutschland möglicherweise gänzlich den Stecker ziehen.

„Sie laden ab sofort mit reduzierter Stromstärke“: Die Ankündigung einer verbrauchsabhängigen Drosselung des Ladestroms könnte ab 2021 der E-Mobilität gänzlich den Stecker ziehen. Statt mit 11 oder 22 kW sollen E-Autos an der heimischen Steckdose nur noch mit 5 kW geladen werden. Keine Angst, schreibt der „Focus“, „für den Standard-Pendler reichen kleine Ladeströme aus“.

Während Tesla in den USA an der dritten Generation Schnellladesäulen arbeitet, die mit bis zu 250 kW E-Autos in wenigen Minuten mit Hunderten Kilometer Reichweite versorgen, beraten mitteleuropäische Stromnetzbetreiber über die Beschränkung des Ladestroms von 22 beziehungsweise 11 kW-Heimladeplätzen. Mit anderen Worten: In Nordamerika laden Sie Ihr E-Auto bis zu 50 Mal schneller auf als in Deutschland.

„Unsere Netze kommen ins Schwitzen, wenn mehrere E-Autos gleichzeitig laden“

Wie Focus online berichtet, wollen Stromnetzbetreiber aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Tschechien „ab 2021 den Ladestrom an privaten Ladestationen beschränken.“ Dies soll verhindern, dass lokale Verteilernetze überlastet werden und gegebenenfalls ausfallen.

Insgesamt gäbe es in diesen Ländern 1646 Verteilernetze, die über 100 Millionen Menschen versorgen, teilten die Betreiber anlässlich des Elektromobilitätskongresses statt. Trotz bisher erfolgten Anpassungen der Netze gäbe es für die E-Mobilität zu wenig Reserven.

„Wir haben das Problem, dass wir nicht zu jedem Zeitpunkt jede Leistung zur Verfügung stellen können. Unsere Netze kommen ins Schwitzen, wenn gleich mehrere Elektroautos in einem Wohngebiet mit 11 oder gar 22 kW laden“, zitiert Focus den österreichischen Strommanager Reinhard Nenning. Der Schweizer Netzspezialist Patrick Bader ergänzt: „Wir müssen eingreifen, damit es keinen Blackout gibt.“

Bei einem mehrtägigen, großflächigen Blackout wie in Südamerika, würde nicht nur die E-Mobilität zusammenbrechen, sondern auch die medizinische Versorgung. Dies müsse man unbedingt verhindern. Derzeit sei ein steuernder Eingriff allerdings noch nicht möglich, da die entsprechenden Steuerkanäle fehlen. Denkbar wäre laut Nenning zum Beispiel eine Drosselung auf 8 Ampere Stromstärke. Damit würde die Leistung an einem 400 Volt Kraftstromanschluss auf 5 kW sinken.

Drastische Einschränkung der individuellen Mobilität

Mit dem Sinken der Ladeströme sinkt jedoch auch die Möglichkeit, jederzeit mobil zu sein. Zum Vergleich: Es wäre, als ob man an einer Tankstelle statt 40 Liter Diesel – weil die Zapfsäulen überlastet sind – nur 10 Liter kaufen kann. Natürlich könnte man noch drei Stunden auf den Rest warten, im Normalfall und mit vollem Tank wäre man jetzt jedoch schon mindestens 300 Kilometer weiter.

Noch drastischer ist dieses Rechenbeispiel bei E-Autos mit ohnehin langen „Tankzeiten“: Benötigt ein E-Auto an einer guten 22-kW-Hausladestation 10 Stunden zum Laden, steigt diese Zeit bei 5 kW auf 40 Stunden an. Statt der gewohnten 600 Kilometer Reichweite, hätte man am Morgen also nur 150 km zur Verfügung. Im Diesel könnte man für den Rückweg „schnell mal“ nachtanken, mit dem E-Auto sucht man sich besser eine Pension – mit Ladesäule.

„Das erzwungenermaßen langsame Laden von E-Autos […] dürfte für viele Anwendungsbereiche noch genügen“, schreibt Focus, „zumal man ja nicht jeden Tag seinen Akku komplett leer fährt.“ Doch im Winter könnte das problematisch werden,  wenn die Reichweite technisch bedingt ohnehin in den niedrigen zweistelligen Bereich sinkt. (ts)

Quelle: EpochTimes

Erste sächsische Kleinstadt mit E-Auto gibt Fahrzeug frustriert zurück

Kitzscher – Die Kleinstadt Kitzscher im Süden Leipzigs war 2012 die erste sächsische Land-Kommune, die auf Elektromobilität setzte. Doch jetzt tauscht Bürgermeister Maik Schramm (51, Freie Wähler) sein Elektroauto frustriert gegen einen Verbrenner ein – und zieht ein ernüchterndes Fazit.

„Wer soll mit der Energiewende anfangen, wenn nicht wir als Kommunen“ – das ist das Credo von Maik Schramm. So stellte der Maschinenbau-Ingenieur seine 5000-Einwohner-Stadt als eine der ersten Kommunen in Sachsen auf LED-Beleuchtung um, investierte in eine Solaranlage und schaffte 2012 für das Rathaus ein E-Mobil an.

Fünf Jahre später gibt Schramm den Citroën C-Zero nun an das Autohaus zurück. Und das ziemlich desillusioniert. „In Sachen Elektromobilität hat sich in den letzten Jahren nichts getan“, so sein enttäuschtes Fazit.

Die Ladeinfrastruktur sei weiterhin lückenhaft.

Noch nutzt Kitzschers Stadt-Hausmeister Dirk Grunert (48) das E-Mobil. Doch in Kürze wird es gegen einen Benziner getauscht.

E-Autos seien zudem noch immer viel zu teuer, findet Schramm. Die Reichweite der preiswerten Modelle habe sich auch nicht wirklich verbessert. „Mit den 150 Kilometern, die unser Citroën schafft, wurde es schon bei Fahrten nach Dresden richtig eng“, berichtet Schramm.

Und dann das Kartenchaos: Es habe bei Auswärtsfahrten drei verschiedene Karten gebraucht, um an den Ladestationen der einzelnen Anbieter Strom beziehen zu können, klagt Schramm. Letztlich machte die 21.890 Euro teure Anschaffung nur für den Hausmeister wirklich Sinn, der das E-Mobil nur in der Stadt nutzte.

Gerne hätte der Bürgermeister nun ein reichweitenstärkeres Elektroauto angeschafft. „Doch die Fahrzeuge sind noch immer so teuer, dass ich sie als Kommune nicht nehmen kann, weil das sonst gegen das Prinzip der sparsamen Haushaltsführung verstoßen würde“, erklärt Schramm.

Gibt sein E-Mobil-Experiment auf: Maik Schramm, Bürgermeister von Kitzscher, ist von der lahmen Entwicklung der Elektromobilität enttäuscht.

Der neue Rathauswagen wird deshalb ein Citroën Berlingo mit Benzinmotor sein – mit dem man 500 Kilometer am Stück fahren und überall problemlos tanken kann. Und mit 12.500 Euro ist er halb so teuer wie das preiswerteste Elektromobil.

 

Quelle: https://www.tag24.de/nachrichten/erste-saechsische-kleinstadt-mit-e-auto-gibt-fahrzeug-frustriert-zurueck-344994

Medien: Geheimplan des Ministeriums – Bis zu 1.000 Euro Strafabgabe für Benzin- und Diesel-Fahrer

Noch wird das Förderprogramm für Elektroautos kaum angenommen. Nun plante die Bundesregierung offenbar nicht nur höhere Fördergelder für Stromer, sondern sogar Strafzahlungen für Fahrer anderer Autos. Doch anscheinend konnte die Autoindustrie die Pläne kippen.

Ein Elektroauto während des Aufladens Foto: by Bryan Mitchell/Getty Images

Ein Elektroauto während des Aufladens Foto: by Bryan Mitchell/Getty Images

Zwei Monate läuft das Förderprogramm für Elektroautos durch die Bundesregierung bereits. Noch immer scheint sich der deutsche Autokäufer überhaupt nicht dafür zu interessieren. 3027 eingereichte Anträge sprechen für sich. Allem Anschein nach erweist sich die planwirtschaftliche Lenkung als echter Flop. Obwohl der Anreiz mit 4.000 Euro Ermäßigung beim Neuwagenkauf eines Elektroautos doch recht hoch angesetzt wurde.
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Sollte etwas an dem Konzept nicht stimmen, wie zum Beispiel die spürbar geringe Dichte des Netzes an Aufladestationen in Deutschland? Oder fehlt es einfach an noch intelligenter gesetzten Kaufreizen?

Strafabgabe bis zu 1.000 Euro

Laut exklusiven Informationen des Magazins Stern dachte man in der Regierung nicht nur über eine Erhöhung der Förderung, sondern sogar über eine direkte Belastung anderer Autofahrer nach, berichtet „Focus“. Aber wird diese Art von Planwirtschaft der noch nicht ausreichenden Sympathie für Elektroautos förderlich sein?

Diesen Plänen nach würde die Regierung statt der 4.000 Euro noch einmal 1.000 Euro zuzahlen. Die Finanzierung würde jedoch nicht über Steuergelder laufen, sondern über ein Bonus-Malus-Modell. Für Käufer von Autos mit Benzin- oder Dieselmotoren gäbe es eine nach Emission gestaffelte Abgabe von 50 bis 1.000 Euro, so der „Stern“ laut internen Unterlagen des Wirtschafts- und Umweltministeriums. Wenn nicht diese Pläne dem Verband der Autoindustrie (VDA) und der IG Metall zugespielt worden wären, der sich just dagegen werte, so das Magazin.

E-Auto-Quote für Autohersteller

Doch auch die Autohersteller sollten Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Laut Unterlagen des Wirtschaftsministeriums widerstrebte der IG Metall und dem VDA die Auflage einer verbindlichen Quote von Elektroautos bei Neuzulassungen. Schon in den 90er Jahren wurde ein ähnlicher Versuch von der US-Autoindustrie abgelehnt.
Bedeuten Elektroautos Arbeitsplatz-Verluste in der Autoindustrie?

Offiziell sollte aus Sicht der IG Metall das E-Auto zukünftig in Deutschland Arbeitsplätze sichern. „Mit dem Förderprogramm erhält die E-Mobilität in Deutschland Rückenwind. Die IG Metall wertet die Maßnahmen als richtige Entscheidung zur Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze“, ist auf der Webseite der Gewerkschaft zu lesen. Aber ist das wirklich so? Denn die E-Auto-Fertigung ist weitestgehend automatisiert. Auch hat ein Stromer weniger Bauteile als ein Fahrzeug mit komplexen Verbrennungsmotoren. Der Aufwand für Entwicklung und Produktion wäre wesentlich geringer. „Ein Achtzylindermotor hat 1200 Teile, die montiert werden müssen, ein Elektromotor nur 17 Teile“, so der Betriebsratvorsitzende Manfred Schoch. (dk)

 

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/medien-geheimplan-des-ministeriums-bis-zu-1-000-euro-strafabgabe-fuer-benzin-und-diesel-fahrer-a1931592.html