Wunderland Wahrheit

Absolut sehenswerter Film um die nicht erzählten Wahrheiten

Quelle: Paul Alkbrenner bei youtube

Kriegsgefahr: Amerikas Konsumenten geht die Puste aus

Seit Mitte 2012 schwächelt die Realwirtschaft – Krieg als Kompensation?

Flickr / eschipul CC-BY-SA 2.0

Die Vereinigten Staaten schienen sich zwar recht schnell wieder von den Rückschlägen der kollabierenden Finanzmärkte 2008/2009 zu erholen – doch im Laufe des Jahres 2012 begann der Realwirtschaft offenbar die Kraft für ein weiteres Wachstum zu fehlen. Wer die Nachtigall trapsen hört, muss unweigerlich an einen neuen US-geführten Krieg denken.

Jüngst veröffentlichte Daten verheißen nichts Gutes, was den Zustand der amerikanischen Konsumgesellschaft betrifft. Die finanzielle Ausblutung der Realwirtschaft scheint an neue Grenzen zu stoßen. Wie es aussieht, haben die Kritiker der Fed-Geldschwemme durchaus Recht gehabt: Das Geld kommt nicht in der Realwirtschaft an, sondern führt lediglich zu einem noch größeren Druck der Finanzwirtschaft.

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Ein interessanter Indikator für den Konsum der breiten Masse ist der sogenannte „McDonald’s US Comparable Sales Index“, den Sie oben sehen. Selbst inmitten der Finanzkrise 2008/2009 wies das Fastfood-Unternehmen ordentliche Wachstumsraten auf. Von 2011 bis Anfang 2012 ging es steil bergauf. Und dann – rums – ab dem 2. Quartal 2012 ist davon nichts mehr zu sehen.

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Betrachtet man das Umsatzwachstum der im „Standards & Poor’s 500 Index“ vertretenen Unternehmen, erkennt man deutlich, dass dies kein singuläres Ereignis ist. Auch die 500 größten börsennotierten US-Firmen erlitten im 2. Quartal 2012 einen ordentlichen Dämpfer, der seitdem anhält.

Einerseits ist es ja zu begrüßen, dass die Konsumlaune der Amerikaner etwas gedämpft wird, andererseits zeigen sich damit deutliche Risse im herrschenden System. Ohne ständiges realwirtschaftliches Wachstum ist ein vorzeitiger Kollaps des Wirtschafts- und Finanzsystems nämlich vorprogrammiert. Die Kapitalforderungen der Finanzindustrie bleiben bestehen, so dass ein schwaches realwirtschaftliches Wachstum zu noch geringeren Margen aus den Produktivitätszuwächsen für die breite Masse führt.

Für die Finanzindustrie bedeutet dies, dass sie bald schon mit deutlichen Zahlungsausfällen zu kämpfen haben werden. Sinkende Renditen führen zu wesentlich mehr Risikobereitschaft und damit zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Finanzcrashs.

Auf jeden Fall wird sich im laufenden Jahr noch zeigen müssen, wie es in den Vereinigten Staaten nun weitergeht. Bleibt der Trend bestehen – wovon ausgegangen werden muss – so könnte dies zu unangenehmen Folgen für die ganze Welt führen. Es wäre keinesfalls das erste Mal, dass die US-Administration wirtschaftliche Miseren mit der Führung von Kriegen zu kompensieren versuchten.

Hier wird das aktuelle Treiben der Amerikaner in der Ukraine interessant, welches man beinahe schon als amerikanisches Vorspiel für eine neue militärische Auseinandersetzung ansehen könnte. Um zu wissen, wie das endet, muss man nur einen Blick in den Irak und nach Afghanistan werfen, die ein besonders gutes Beispiel dafür darstellen.

Ihr

Marco Maier

Dank an Marco Meier von http://www.buergerstimme.com