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Germanische Teaparty mit NPD-Freunden
Neurechte Friedensdemos am 21.4.2014

Was sich bei der Neurechten sammelt ist eine Art „Germanische Teaparty“, die erstmal alles, auch Gegensätzliches, aus dem neurechten, völkischen, antisemitischen Lager zu sammeln versucht. Die inneren Differenzen sind auch gestern überaus deutlich geworden.

Inzwischen wurde aber unsere Aufklärung so weit getragen, dass ab jetzt diese sogenannten „Friedens“demos, die mit ganz „friedlichen“ Mord- und Vergewaltigungsdrohungen gegen Kritiker_innen daher kommen, wohl erstmal ihren Höhepunkt hinter sich haben. Dass sich nun auch die NPD für diese Szene interessiert sowie Verschwörungsideologen und Rechtsesoterische aller Art, macht diese neurechte Szene über alle Maßen kenntlich.

Gestern war ja ein aufklärender Tag! Die völkische Ideologie der „neurechten“ „Friedens“demagogen hat sich in vielen Reden gezeigt. Ich analysiere seit Jahrzehnten von Berufs wegen Texte und mein Handwerk ist die Sprache: soviel Gesülze, Geraune und Angedeute ist mir seit Jahren nicht unter gekommen. Was müssen die Redner ihr Publikum verachten, um es solchen nichtssagenden aber vieles verratenden Ansprachen auszusetzen! Antiaufklärung pur. Auch der Zusammenhang zu neurechten und völkischen historischen Traditionen wurde sonnenklar.

In Berlin kamen statt der von der Neuen Rechten erwarteten 5.000 Teilnehmer nur rund 1.500 Leute zusammen (nach Angaben von Medien und unbeteiligten Beobachter_innen ca. 1.500 Leute, die Polizei nannte 1.000 – nun gut). Unter den Wahnmachen-Teilnehmern befand sich auch eine Gruppe von NPD-Funktionären: Sebastian Schmidtke (NPD-Chef Berlin), Steve Schmidt und Robert Wolinski (NPD Oberhavel) und eine Frau von Ring nationaler Frauen (Namen vergessen). Sie gehörten dazu, wurden nicht des Platzes verwiesen sondern klatschten, etwa beim Vortrag von Andreas Popp, Beifall.

Auffällig war auch, wie stark die ideologischen Bezüge zur antisemitischen Wirtschaftstheorie von Silvio Gesell sind. Auffällig auch, dass es nicht offen ausgesprochen wird.

Wir bleiben dran!