Warnung an die NATO: Putin erklärt Ukraine zur „roten Linie“

Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine scharfe Warnung an die NATO gerichtet und erklärt “Die Ukraine ist unsere Rote Linie”.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die westlichen Länder davor gewarnt, die “rote Linie” in den Beziehungen mit Moskau zu überschreiten. “Nun, es gibt gewisse Grenzen, verstehen Sie, dass die rote Linie nicht überschritten werden sollte. Respektieren Sie auch unsere Interessen “, sagte der Präsident am Samstag während des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums 2018.

Laut Putin könnte die NATO-Erweiterung eine Bedrohung für Russland darstellen. Der russische Präsident hat erklärt, dass diese Situation in der Ukraine nach dem Staatsstreich entstanden ist. “Neben der Tatsache, dass sich die NATO an unsere Grenzen angenähert hat, vermuten wir, dass morgen auch die Ukraine in die Allianz aufgenommen und Radar- und Raketenabwehrsysteme aufgestellt werden”, so Putin. Damit machte er deutlich, dass eine solche Allianz für Russland nicht hinnehmbar sei.

Der russische Präsident erinnerte auch an die Rolle einiger westlicher Länder beim Putsch in der Ukraine. Er fragte, warum die westlichen Länder zum Machtwechsel mit Gewalt beigetragen haben, als die Ukraine bereits “pro-westliche” Politiker wie Julia Timoschenko oder Viktor Juschtschenko hatte.

 


 Quelle: Schweizer Morgenpost

+++ EIL +++ Video +++ KIEWER REGIME VERLEGT SCHWERES KRIEGSGERÄT AN DIE GRENZE ZUR RUSSISCHEN HALBINSEL KRIM !!! +++

Ukrainische Bürger melden heute mehrere große Kolonnen mit schwerem Kriegsgerät des Kiewer Regimes, die an die Grenze zur russischen Halbinsel Krim verlegt werden. Gemeldet werden große Militärkolonnen aus Odessa und Cherson – die bereits wenige Kilometer vor der russischen Krim-Grenze sind, darunter Panzer, Schützenpanzer und mehrere Dutzend Mehrfach-Raketenwerfer-Systeme „Grad“ und „Uragan“.

Video aus der Ukraine: https://youtu.be/tTst_zc-Maw

Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine

Quelle : Ukrainian Life

 

EIGENER KOMMENTAR :
KEINER KANN SAGEN : „PUTIN HAT DIESEN KRIEG UND DIE AUFRÜSTUNG INZENIERT ODER ANGEFANGEN!“ ES WAR DIE UKRAINE– DAS KIEWER REGIME !

Offener Brief von Professor Cees Hamelink: “Entschuldigung Herr Putin!”

UNBEDINGT VERBREITEN!
DEM BRIEF SCHLIEßE ICH MICH UNEINGESCHRÄNKT AN – DIE BRiD – FIRMA SPRICHT HIER AUCH NUR FÜR SICH, SO WIE UNSERE DEUTSCHEN LÜGENMEDIEN ! Ich spreche hier auch im Namen eines Teils deutscher aufgewachter Bürger und WIR schließen uns an!

Offener Brief von Professor Cees Hamelink: “Entschuldigung Herr Putin!”

 

putin
Präsident Putin. Bild: kremlin.ru

 

von Andy Martin

 

Sehr geehrter Herr Präsident Putin,

 

hiermit möchten wir uns im Namen eines Teils niederländischer Bürger für unsere Regierung und unsere Medien entschuldigen.
Die Wahrheit wird verdreht um Sie und Ihr Land in ein schlechtes Licht zu rücken.
Machtlos müssen wir zusehen wie der Westen, unter der Führung der Vereinigten Staaten, Russland der Aktivitäten beschuldigt an denen sie selber beteiligt sind. Das planmäßige Messen mit zweierlei Maß ist verwerflich. Der Westen verurteilt ohne genügend Beweise zu erbringen. Wie Sie, ohne Beweise, verurteilt werden für das Verüben von sogenannten Verbrechen, ist eine äußerst freche und anstößige Angelegenheit.

 

Sie haben uns, während des Syrien-Konflikts, vor einem Weltkrieg gerettet. Der Gasangriff auf syrische Bürger wurde Assad in die Schuhe geschoben, obwohl Al- Qaida-ähnliche-Typen, trainiert und bewaffnet von den Vereinigten Staaten und bezahlt von Saudi-Arabien, diesen Massenmord auf ihrem Gewissen haben. Hiermit hoffte der Westen, dass die Welt sich gegen Assad wenden und ein Angriff auf das Land gutheißen würde.

 

Nicht lange danach haben westliche Organisationen die Opposition der ukrainischen Regierung aufgebaut, bewaffnet und trainiert um die Regierung zu stürzen. Die neuen Machthaber wurden durch den Westen in Windeseile anerkannt. Dieser neuen Regierung wurde von unserem Steuergeld Kredite als Belohnung vergeben, um sie damit zu verpflichten.

 

Die Bevölkerung der Krim war damit nicht einverstanden und zeigte das mittels friedlicher Demonstrationen. Gewalt, angewendet von anonymen Heckenschützen und später durch die ukrainische Armee hat dazu geführt, dass die Bewohner der Krim sich von der Ukraine trennen wollten. Ob Sie nun die Separatisten unterstützt haben oder nicht, es steht unserer Regierung nicht zu, Ihnen deshalb Vorwürfe zu machen.

 

Russland wird zu Unrecht, ohne Untersuchung und lückenlose Beweise, der Lieferung eines Waffensystems beschuldigt, das womöglich ein Passagierflugzeug abgeschossen hat. Aus oben genannten Gründen meint unsere Regierung Russland mit Sanktionen zu belegen.

 

Wir wache Niederländer, die diese Propaganda der westlichen Medien und die Lügen unserer Politiker durchschauen und ablehnen, wollen uns hiermit bei Ihnen entschuldigen. Es ist leider so, dass unsere Medien jede Art gesunder und unabhängiger Kritik verloren haben, und nur berichten was die Politik vorschreibt.

 

Dadurch haben die Bürger des Westens ernsthafte Probleme die Wahrheit zu erkennen, und versäumen so die Möglichkeit ihren Politikern bei den Wahlen einen Denkzettel zu verpassen.
Sehr geehrter Herr Präsident Putin, wir hoffen auf Ihre Weisheit. Wir wollen Frieden. Wir sehen, dass die westliche Politik gegen ihre Bürger und für einen Plan für eine Neue Weltordnung arbeitet. Das Vernichten von souveränen Staaten und das Töten von unzähligen Millionen Menschen ist für unsere westlichen Weltführer anscheinend das Opfer das dargebracht werden muss, um ihr Ziel zu erreichen. Wir, die Bürger der Niederlande wollen Gerechtigkeit und Frieden, auch mit Russland.
Wir wollen Ihnen hiermit deutlich machen, dass die niederländische Regierung nur für sich spricht. Wir hoffen mit dieser Erklärung unseren Anteil beitragen zu können, um die steigende Spannung zwischen unseren Staaten zu entschärfen.

 

Hochachtungsvoll,
Professor Cees Hamelink.

 

D A N K E Herr Professor Hamelink!

 

Verweise:
http://ommekeer-nederland.nl/brief-aan-de-bank-kunt-u-de-rente-verlagen/
DE Brief an Putin: http://ommekeer-nederland.nl/documents/brief-putin-de.pdf
EN Letter to Putin: http://ommekeer-nederland.nl/documents/letter-putin-en.pdf
NL Brief aan Putin: http://ommekeer-nederland.nl/documents/brief-aan-putin-nl.pdf
Professor Cees Hamelink. Waarom moet je niet geloven wat in de krant staat? http://youtu.be/_tf1FA3gqWE
Historische claim laat zien waarom de Krim Rusland aangaat http://bit.ly/1jN3m2x

 

gefunden bei: http://kraeutermume.wordpress.com/2014/08/07/offener-brief-von-professor-cees-hamelink-entschuldigung-herr-putin/

 

Russland und Deutschland: Es geht nicht um die Krim

 

Von Rolf Hochhuth
 
 

Ein Weltkriegsveteran am Festtagstisch am vergangenen Sonntag – 70 Jahre nach der Befreiung Simferopols von den deutschen Truppen

Ein Weltkriegsveteran am Festtagstisch am vergangenen Sonntag – 70 Jahre nach der Befreiung Simferopols von den deutschen Truppen
Foto: AP/dpa

Was soll die Ukraine in der EU? Wollte Kalifornien dem Warschauer Pakt beitreten? Rolf Hochhuth verlässt den Posten des Mahners nicht. Der Dramatiker greift nun die Politik des Westens gegenüber Russland scharf an. Gerade Deutschland müsste hier historisches Bewusstsein zeigen.

Genau so, als hätte Kalifornien einst dem Warschauer Pakt beitreten wollen, muss heute umgekehrt auf Russland die Einladung des Westens an die Ukraine wirken, der EU, ja sogar der Nato beizutreten. Das wird westlich der Weichsel so ungern gehört, wie es unerfreulich wahr ist. Dass ausgerechnet Deutschland sich seit Beginn der 90er-Jahre von den USA vorspannen lässt bei deren Bemühen, ihre Einflussmacht bis zur Trennung der Moskau-Russen von denen der Kiew-Russen zu treiben, ist insofern unentschuldbar, als bekanntlich wir Deutschen es gewesen sind, die sich von ihrem Braunauer und späteren Auschwitzer zum Amoklauf nach Stalingrad haben benutzen lassen.

Wobei man ehrlicherweise hinzufügen sollte – ich war erst zehn, als der begann, konnte aber die Generation meiner Eltern schon ziemlich genau beobachten –, dass es keinesfalls Hitler allein war, der allen Ernstes geglaubt hat, es könne, mit einem noch völlig ungeschlagenen Großbritannien samt seinem Churchill im Rücken, glücken, Russland zu besiegen: Wir können uns heute keine Vorstellung mehr davon machen, die Jahrgänger meiner Kinder und Enkel schon gar nicht mehr, wie der „Siegeszug“ über Frankreich in nur sechs Wochen, die ganze Nation um Maß und Verstand gebracht hatte!

In der Regel die Russen unterschätzt

Das ist mit uns Deutschen besonders leicht anzustellen: „Kein Augenmaß“, urteilte hellsichtig Bismarck über den Twen Wilhelm der Letzte, der ihn drei Wochen vor seinem 75. Geburtstag hinauswarf. Viele Deutsche leben mit diesem Mangel: Hitlers Stabschef Halder, der im Vorjahr binnen sechs Wochen, ab 10. Mai bis Mitte Juni, durch Frankreich bis zur Kanalküste gepanzert war, schrieb 14 Tage nach Beginn von Hitlers Überfall auf seinen getreuen Rohstoff-Lieferanten Stalin, es sei nicht zu viel gesagt, stelle man fest, dass „der russische Feldzug in drei Wochen gewonnen“ worden sei: So hatte der deutsche Generalstab auch nicht für nötig gehalten, den Soldaten Handschuhe nach Russland mitzugeben…

Nur an solchen Einzelheiten, die in psychiatrische Krankenblätter gehören, ist heute noch annähernd abzulesen – die so sich nennenden Historiker halten es meist für unter ihrer Würde, derartige Albernheiten zu berichten – wie Deutsche nicht ausnahmsweise, sondern in der Regel die Russen unterschätzt haben!

Mit zwei Ausnahmen: Friedrich der Große und Bismarck. Der König, in seinem Testament, hat allen Nachfolgern verboten, mit den „Barbaren im Osten“ Händel anzufangen, da man ihnen „den Schaden, den die einem zufügen können, niemals heimzahlen kann“! Und Bismarck – „Ich habe in das Auge des Bären gesehen“ sagte er, einst Botschafter in Petersburg, noch angstvoll im Alter –, konnte erst ruhig schlafen, als er seinen „Geheimen Rückversicherungs-Vertrag mit Petersburg“ schriftlich hatte: Die beiderseitige Garantie, ihre Staaten blieben „wohlwollend neutral“, werde einer von ihnen in Konflikt mit einer Großmacht verwickelt.

Doch der Kaiser lehnte wenige Wochen nach Bismarcks Sturz ab – diesen Vertrag zu verlängern, mit dem kleinstkariert-idiotischen „Argument“, das Geheimrat Holstein ihm eingeredet hatte: Der Vertrag sei amoralisch, nämlich Ehebruch, Bigamie – da er vor Wien geheim gehalten werden musste…

Groteske Pointe

Man glaubt dies alles nicht mehr, so albern-verjährt ist das heute! Doch durchaus geblieben ist die deutsche Instinktlosigkeit, den USA zu parieren, wenn die ihre Interessen vertreten, die niemals die unseren sein können. Einfach deshalb nicht, weil die Russen unsere allernächsten Nachbarn sind, nicht aber die Amerikas. Und weil nicht USA-Truppen vor 70 Jahren zur Krim stiefelten, sondern deutsche. Stalin sagte damals trostlos zu Churchill, weil die Invasion der Briten und Amerikaner in Frankreich drei Jahre auf sich warten ließ: „Die Rote Armee verliert am Tag 10000 Mann !“

Ein Beispiel noch, fast schon überflüssig: Welcher Deutsche hätte welches „Recht“, sich einzumischen, wenn Putin darauf besteht, Russlands einziger eisfreier Hafen – bevor Stalin, nach Ende des Hitlerkrieges, Königsberg behielt –, müsse weiterhin Russland gehören wie seit Jahrhunderten?

Man frage sich: Wie würden die Russen Putin aburteilen, wenn er die Krim der Ukraine überließe – ausgerechnet in dem Moment, in dem die Ukrainer sich bemühen, ebenso in die Nato aufgenommen zu werden wie schon das Baltikum! Würde Putin nicht geradezu die Sicherheit Russlands aufs Spiel setzen?

Groteske Pointe: Eine Deutsche war es, Sophie von Anhalt-Zerbst, später von den Russen als ihre Katharina die Große vergöttert – und so heißt sie noch heute dort –, die der Großmacht Türkei die Krim abgekämpft hatte. Und erst der Ukrainer Chruschtschow hatte die Krim der Ukraine vor 60 Jahren zugeschlagen!

Übrigens sind diese ganzen zum Konflikt aufgebauschten Stänkereien nichts als das Ergebnis von immer glück-verdummender Problemlosigkeit, die ziemlich oft schon zu Kriegen geführt hat, nach der Erfahrung von Shakespeare, der in seinem Drama über den Trojanischen Krieg schreibt: „Allzu langer Friede führet zum Streit.“ Denn in beiden Weltkriegen empfanden Russen und Ukrainer sich als das, was sie seit 1000 Jahren sind, als Brudervölker, die ihr gemeinsames Vaterland gegen Deutsche, Österreicher und Türken verteidigten.

Helmut Schmidt, noch mit 94 der klügste BRD-Politiker, hat durchschaut, was in Wahrheit gespielt wird: Nicht um die Krim geht es momentan, diese Insel ist nur der sichtbarste Ausdruck dessen, was seit Jahrzehnten von der westeuropäischen Vormundschaftsbehörde Pentagon angezielt wird: „Die Idee, die Ukraine und Georgien in die Nato aufzunehmen, stammt aus den USA. Nach den Reden einiger amerikanischer Zeitungen sind dafür menschenrechtliche Gesichtspunkte ausschlaggebend, (…) aber es sind imperiale Motive, die dahinterstehen. Wir Deutschen haben angesichts unserer Geschichte im 20. Jahrhundert gute Gründe, mit eigener Beteiligung an militärischen Interventionen zurückhaltend zu sein. Bisweilen hört man, wir müssten uns aus Solidarität im Nato-Bündnis an militärischen Interventionen beteiligen. Das Argument passt besser in die Nibelungensage als in die heutige Wirklichkeit. Denn das nordatlantische Bündnis war und ist ein Verteidigungsbündnis, nicht etwa ein Bündnis zur Umgestaltung der Welt.“

Bismarck würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, was Europäer sich hier von den Amerikanern aufbürden lassen.

Doch die USA können trotzdem ruhig schlafen: Sie wissen ja, was wir Europäer, mit denen sie seit dem Kalten Krieg Blinde Kuh spielen, erst vor zwei Jahren erfahren haben. Und was sie sogar dem allertreuesten ihrer Partner, Konrad Adenauer, stets verschwiegen haben: Dass Kreml und Weißes Haus seit 1952 ein Geheimabkommen haben, demzufolge, sollte doch der Kalte Krieg in einen heißen ausarten, garantiert in Russland und Amerika keine Fensterscheibe kaputtgeht, sondern „lediglich“ Polen und Germany weggemacht werden: Der ungeheuerlichste Verrat an einem Verbündeten, von dem je erfahren hat, wer noch Geschichte liest…

Doch verraten – man hüte sich vor jedem, der einem dankbar sein muß – haben vor allem wir Deutschen wieder einmal die Russen!

So musste Michail Gorbatschow gegenüber dem Bild-Chefredaktuer Kai Diekmann resümieren, und damit ist hier hoffentlich genug gesagt, was uns Deutsche endlich zur kritischen Selbstbefragung hinsichtlich unserer noch andauernden Betrugspolitik gegen Russland anregen sollte. Gorbatschow sagte: „Kohl, US-Außenminister James Baker und andere sicherten mir zu, dass die Nato sich keinen Zentimeter nach Osten bewegen würde. Daran haben sich die Amerikaner nicht gehalten, und den Deutschen war es gleichgültig. Vielleicht haben sie sich sogar die Hände gerieben, wie toll man die Russen über den Tisch gezogen hat. Was hat es gebracht? Nur, dass die Russen westlichen Versprechungen nun nicht mehr trauen.“

Kanzler Kohl hatte sein Versprechen an Herrn Gorbatschow sogar unter Zeugen mit „Ehrenwort“ bekräftigt.

Der Dramatiker Rolf Hochhuth lebt in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er den Aphorismenband „Was vorhaben muß man. Aphorismen“ (Rowohlt)

Original bei: http://www.berliner-zeitung.de/kultur/russland-und-deutschland-es-geht-nicht-um-die-krim,10809150,26844042.html

 

Putin zuversichtlich: Es wird keinen Eisernen Vorhang geben

Putin zuversichtlich: Es wird keinen Eisernen Vorhang geben

STIMME RUSSLANDS Man muss alles tun, um den Menschen im Südosten der Ukraine dabei zu helfen, über ihr weiteres Schicksal selbständig zu entscheiden. Das sagte Russlands Präsident Wladimir Putin. Am Donnerstag beantwortete er live im Fernsehen Fragen russischer Bürger. Putin betonte, hoffentlich müsse er keine Truppen entsenden, um die Bewohner der russischsprachigen Regionen der Ukraine zu schützen, obwohl die Duma ihm diese Option erlaubt hatte.

Wie erwartet stand die Ukraine im Mittelpunkt des Gesprächs. Putin sagte, die Anwendung von Gewalt gegen die Menschen im Osten der Ukraine sei ein schweres Verbrechen der derzeitigen Führung in Kiew. Er dementierte Berichte über russische Agenten und Militärs im Anrainerland:

„Das ist Quatsch. Im Osten der Ukraine gibt es keine russischen Einheiten. Es gibt dort weder russische Geheimdienste noch Militärberater. Das sind alles einheimische Bürger. Der beste Beleg dafür ist, dass die Menschen die Masken abgelegt haben – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe unseren westlichen Partnern gesagt: Diese Menschen werden nicht gehen, denn das ist ihr Land. Sie sind diejenigen, mit denen man reden muss.“

Hoffentlich werde die Krise in der Ukraine politisch und diplomatisch geregelt – nicht durch Gewalt, sondern durch Dialog. Für die Russen und die Russischsprachigen im Osten der Ukraine sei es aber sehr wichtig, ihre Rechte und ihre legitimen Interessen zu sichern.

Putin lobte den Auftakt der Ukraine-Gespräche in Genf. Vielleicht werde die Führung in Kiew begreifen, dass sie das Land zu einem Abgrund führe. Der Kreml akzeptiere die derzeitige Regierung in Kiew nicht als legitim, schließe aber Kontakte mit ihr nicht aus. Putin erläuterte auch, ob Russland die ukrainische Präsidentenwahl am 25. Mai anerkennen würde. Eine Nichtanerkennung sei möglich, falls der Wahlkampf mit gravierenden Verstößen verlaufe, wie etwa mit Überfällen auf Kandidaten, die aus dem Osten des Landes stammen.

Bei einer Liveschaltung mit Sewastopol dankten dessen Bewohner dem russischen Präsidenten für die Unterstützung. Putin sagte, Russland habe im Hinblick auf die Ergebnisse des Referendums gehandelt, als die überwältigende Mehrheit der Krim-Bewohner für den Russland-Beitritt gestimmt hatte:

„Es gab keine gewaltsame Einverleibung der Krim durch Russland. Mit Hilfe seiner Spezialeinheiten und Streitkräfte (da rede ich Klartext) hat Russland nur Bedingungen geschaffen für eine freie Volksabstimmung der Menschen, die auf der Krim und in Sewastopol leben. Die Entscheidung über den Beitritt haben die Menschen selbst getroffen. Russland reagierte darauf und nahm die Krim und Sewastopol in seine Familie auf.“

Nun habe die Krim vielfältige Entwicklungsaussichten – vom Tourismus über Landwirtschaft und Industrie bis hin zur Modernisierung der Marine-Infrastruktur. Die rechtliche Grundlage werde dabei in Übereinstimmung mit den russischen Gesetzen gebracht, hieß es.

Putin wurde nach dem russisch-chinesischen Verhältnis gefragt. Wäre ein militärpolitisches Bündnis beider Länder möglich? Der Präsident antwortete, eine Weltordnung mit solchen Blocks halte er für überholt. Die Partnerschaft zwischen Peking und Moskau werde aber zunehmen:

„Die Beziehungen entwickeln sich erfolgreich weiter, deren Stand ist beispiellos hoch. Wir sind natürliche Anrainer und natürliche Verbündete. Wir werden unsere Beziehungen mit China weiter ausbauen. Unsere Beziehungen im Militärbereich sind derzeit vertrauensvoll wie nie zuvor. Wir absolvieren gemeinsame Übungen an Land und auf See. Vor diesem Hintergrund können wir vermuten, dass das russisch-chinesische Verhältnis einen wesentlichen Faktor der Weltpolitik ausmachen und die gegenwärtige Architektur der internationalen Beziehungen beeinflussen wird.“

Russland habe keine Angst vor der Nato-Osterweiterung, so Putin. Doch in Bezug auf die weiteren Pläne des Nordatlantischen Bündnisses müsse man die Lage nüchtern bewerten. Obwohl die Strategen im Westen nach eigenen Worten nicht vorhätten, gegen Russlands Interessen zu verstoßen, gebe es gewisse Fragen in Bezug auf den Ausbau der Nato-Infrastruktur und insbesondere auf den geplanten US-Raketenschild in Europa, betonte der russische Staatschef:

„Das sind kein Verteidigungssysteme, sondern Teil eines offensiven Potenzials. Man sagt uns: ‚Das richtet sich nicht gegen euch‘. Doch die Profis begreifen: Russische landgestützte Raketen sind für diese Systeme erreichbar (…) Wenn man diese Komponenten in Europa stationiert, werden wir etwas im Gegenzug tun müssen. Zwar wird dadurch das Wettrüsten geschürt, wir werden aber alles tun, um die Sicherheit unseres Volkes zu garantieren.“

Russland sei aber an normalen Beziehungen mit dem Westen und insbesondere mit den USA interessiert. Moskau strebe keine Selbstisolation an. Folglich werde es keinen Eisernen Vorhang geben.

US-Whistleblower Edward Snowden meldete sich zu Wort und fragte Putin, ob man die Menschen in Russland mit elektronischen Mitteln massiv kontrolliere. Der Präsident antwortete, es gebe zwar Kontrollen, aber nur auf Beschluss eines Gerichts und nur gegen einzelne Personen, darunter im Sinne der Terrorbekämpfung. Von totalen Kontrollen sei nicht die Rede.

Putin wurde auch mit der philosophischen Frage konfrontiert, wodurch sich die Russen von anderen Völkern generell unterscheiden. Der Staatschef sagte, ein Russe sei zwar nicht immer pragmatisch, dafür aber zur Selbstaufopferung bereit; er denke immer daran, dass der Mensch eine hohe moralische Vorbestimmung habe.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2014_04_17/Putin-zuversichtlich-Es-wird-keinen-Eisernen-Vorhang-geben-0386/

Die Krim ähnelt Bangladesh von 1971

 

Die Krim ähnelt Bangladesh von 1971

Foto: nemiga.info

STIMME RUSSLANDS Einer der ersten Staatschefs, die Russlands Präsident Wladimir Putin nach der Unterzeichnung des Vertrages über den Beitritt der Krim zur Russland angerufen hat, war der indische Premierminister Manmohan Singh. 

Wie es in der offiziellen Mitteilung des indischen Außenamtes heißt, bedankte sich Manmohan Singh bei Putin für die Erläuterung der russischen Haltung zu den jüngsten Ereignissen in der Ukraine und „unterstrich die Unveränderlichkeit des indischen Standpunktes in Fragen Einheit und territoriale Integrität von Ländern“.

Indessen lehren die vor relativ nah zurückliegenden Ereignisse in der Geschichte Indiens, dass die territoriale Integrität keine heilige Kuh ist und dass es Situationen gibt, wo die auswärtigen Kräfte sich in den Ablauf der Ereignisse in einem anderen Land einmischen müssen.

Die Behutsamkeit des offiziellen Standpunktes Indiens zur Ukraine-Lage und insbesondere zur Rückkehr der Krim zum Bestand Russlands ist durchaus erklärbar: Erstens hat Indien eigene Gebietsprobleme (vor allen Dingen das Kaschimir-Problem), zweitens soll die Regierung von Manmohan Singh spätestens Ende Mai ihre Vollmachten niederlegen.

Ein zusätzlicher Faktor, der eine gewisse Fernhaltung der indischen Gesellschaft und der offiziellen Behörden von den Ereignissen um die Ukraine erklärt, ist der Sachverhalt, dass heute keine indische Informationsagentur und nur eine einzige große Zeitung, „The Hindu“ ihre Eigenkorrespondenten in Moskau hat (von Kiew ganz zu schweigen). Schließlich sind Informationen, die in indischen Massenmedien gebracht werden nur noch Nachdrücke westlicher Mitteilungen. Das führt zu einer einseitigen Beleuchtung der Ereignisse und auch zu einer einseitigen Wahrnehmung dieser durch die indischen Leser. Daher beziehen die indischen Leser Meldungen, laut denen das Referendum auf der Krim unter den Läufen von Maschinenpistolen und unter einer russischen Besatzung verlaufen sei.

Indessen war Indien vor etwa 40 Jahren nicht so vorsichtig, als die Rede vom Schicksal eines ganzen Volkes war, das in eine fast genau solche Situation geraten war, in welcher heute die Bewohner der Krim und des Südostens der Ukraine sind. Es handelt sich um die Ereignisse von 1971 in Bangladesh (damals Ostpakistan).

Die Ähnlichkeit der Situation ist allein durch die Tatsache bedingt, dass die Staatsgrenzen bei der Teilung des einstigen Britischen Indiens ebenso wie die Verwaltungsgrenzen zwischen den Unionsrepubliken der einstigen UdSSR (die nach 1991 zu Staatsgrenzen wurden) rechtsbedingt und ohne Berücksichtigung der wirtschaftlichen, der geschichtlichen, der kulturellen, der sprachlichen und der sonstigen Verbindungen zwischen den Bevölkerungen der geteilten Teile gezogen wurden.

So wurden in einzelne Staatsgebilde (Pakistan in den Jahren 1947–1971 und die Ukraine) Teile aufgenommen, die geschichtlich miteinander nicht verbunden waren. In beiden Fällen war (und in der Ukraine bleibt auch bis heute) eine exakt ausgeprägte Teilung in Ost und Westen zu spüren. In der Geschichte der beiden Staaten hat es sich so ergeben, dass einer der Teile versucht hat, den anderen Teil mit Gewalt um dessen ethnische, sprachliche und kulturelle Eigenständigkeit zu bringen. Und als sich die Bevölkerung von Ostpakistan dagegen erhoben hat, zögerte die indische Regierung nicht lange und ließ seine Truppen in diesen Teil von Pakistan einmarschieren.

Freilich gibt es auch Unterschiede zwischen der heutigen Situation auf der Krim und den Ereignissen von 1971 in Bangladesh. Zu einer unverhohlenen Gewaltanwendung gegen die Bevölkerung der Krim durch die neuen unlegitimen Machthaber der Ukraine ist es nicht gekommen. Es hat auch keine Aufstockung des russischen Militärkontingents auf der Krim über die zahlenmäßige Stärke hinaus gegeben, die durch den Vertrag über die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte festgelegt worden war. Es reichten ein Beschluss des russischen Föderationsrates über die Möglichkeit von Militäraktivitäten außerhalb Russlands und der bei dem Referendum deutlich bekundete Wunsch der Krimbevölkerung, in das russische Staatsgebiet zurückzukehren, aus.

Und dennoch sollte man bei der Einschätzung der jetzigen Ereignisse auf der Krim auch ähnlicher Situationen in den anderen Teilen der Welt eingedenk sein. Hätte es keine indische Militärhilfe gegeben, so wäre der nationale Befreiungskampf der Bengalen von Ostpakistan wohl kaum von Erfolg gekrönt worden und auf der Weltkarte würde man vergeblich nach dem unabhängigen Staat Bangladesh suchen müssen.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2014_03_22/Die-Krim-gleicht-Bangladesh-von-1971-2679/