Nato überquert Grenzfluss zu Russland: Warum übt die Allianz nicht an der Oder?

von Nesawissimaja Gaseta

Krieg führen will gelernt sein. Seitdem der Westen aber meint, den Ersten Kalten Krieg – den gegen die Sowjetunion – gewonnen zu haben, haben die Amerikaner und die EU-Europäer ihre Kriegsmaschinerien ein wenig vernachlässigt. Da muss es jetzt einen kräftiger Ruck von den Nato-Truppen geben.

Panzertarnung? Braucht die Nato wohl nicht: Das Aufspannen eines Tarnnetzes über schwerem Kampfgerät wurde einst aus der Grundausbildung der Panzertruppen der westlichen Allianz gestrichen, wie neulich bekannt geworden ist. Mit solchen Truppen ist wirklich kein Krieg zu machen. Da musste die Nato-Führung – um die verschlafenen Panzerfahrer aus den gemütlichen Kasernen zu locken und ein wenig aufzurütteln – den Panzerbiathlon wiederbeleben. Seit 2016 findet dieser als „Strong Europe Tank Challenge“ bekannte Wettkampf statt. Mit Beteiligung der Nato-Länder, versteht sich, und ihrer Partner.

Seit letztem Jahr dürfen da auch die ukrainischen Panzerfahrer mitspielen, was sie bislang mit mäßigem Erfolg tun: 2017 reichte es immerhin für den vorletzten Platz, in diesem Jahr konnten die Ukrainer nicht mal den verteidigen. Dabei haben sie den ganzen Stolz der ukrainischen Rüstungsindustrie aufgefahren: den Kampfpanzer T-84 Oplot. Selbst mit prämierten Panzerprofis am Steuer erreichte er beim „Strong Europe Tank Challenge“ nur den letzten Platz. Was soll nur die thailändische Armee davon halten, die den T-84 jüngst erworben hat?

Den ersten Platz beim Panzerbiathlon erkämpfen sich übrigens beständig die Leopard-2-Panzer, mal mit deutscher, mal – wie 2017 – mit österreichischer Crew an Bord. Was soll man dazu noch sagen? Die Groß- und Urgroßväter dieser Männer kämpften einst Seite an Seite an der deutsch-sowjetischen Front – solch Tüchtigkeit vergisst man generationenübergreifend nicht.

Was indes viel auffälliger ist: Die Schweden, die in diesem Jahr zum ersten Mal dabei waren, stürmten aus dem Stand auf den zweiten Platz. Kein schlechtes Ergebnis für ein Land, das seit über 200 Jahren offiziell gegen niemanden mehr kämpft. Ach ja, in Stockholm wird ja ständig von der „russischen Gefahr“ gequasselt, und die „russischen U-Boote“ in den Stockholmer Gewässern spornen offenbar auch die schwedischen Panzerfahrer zu Höchstleistungen an.

Andererseits: So ein Panzerbiathlon ist doch im Grunde eine Kleinigkeit. Um für den Krieg gegen einen Gegner wie Russland (und künftig vielleicht auch gegen China – wer weiß?) gerüstet zu sein, müssen die Nato-Truppen das Handwerk unter möglichst wirklichkeitsgetreuen Bedingungen erlernen. Zu diesem Zweck findet seit 2011 das Manöver mit dem vielsagenden Namen „Sabre Strike“ – „Säbelschlag“ – statt. Man vergleiche diesen Code-Namen mit einer ähnlich großen Übung der Allianz aus dem letzten Kalten Krieg, dem „Global Shield“-Manöver. „Globaler Schild“ vs. „Säbelschlag“ – merken Sie den Unterschied?

Um zu erraten, gegen wen dieser Säbelschlag gerichtet sein könnte, muss man kein Hellseher sein. Das Manöver findet an der Grenze zu Russland statt, seit 2011 schon, als vom Maidan, der Krim und dem Donbass noch keine Rede sein konnte. Damals tarnte das Nato-Hauptquartier die Übung noch als Vorbereitung auf den Anti-Terror-Kampf im fernen Afghanistan. Mit schlechten Erdkundenoten der Nato-Strategen hatte diese Begründung nichts zu tun. Von Anfang an wurde schlicht und ergreifend gelogen, auch wenn mehr schlecht als recht.

„18.000 Militärangehörige aus 19 Ländern – vor fünf Jahren hätte man davon nur träumen können“, bejubelt die litauische Politikerin und Kinderärztin Rasa Juknevičienė das Nato-Manöver in ihrem Land. „Damals gab es weder den politischen Willen noch die Umstände wie heute. Jetzt aber freuen wir uns sehr, dass ein echtes Manöver stattfindet, das zeigen wird, wie die Nato bereit ist, dieses Territorium zu verteidigen“, sagte Litauens Ex-Verteidigungsministerin Juknevičienė im Interview mit dem Funksender „Voice of America“.

Die größte Überraschung für uns, für die Russen, hat die Nato für den Tag nach unserem Feiertag – dem Russlandtag – aufgehoben. Am 13. Juni wird das wichtigste Stück dieses grandiosen Manövers gespielt. An dem Tag schlägt der Nato-Säbel an der Memel zu, dem Fluss, der teils zwischen Russland und Litauen verläuft. Die Truppen der nordatlantischen Allianz wollen den Strom ein wenig überqueren lernen. Man weiß ja nie. Heute überquert man die Memel an dieser Stelle, morgen vielleicht schon an einer anderen.

Hätte die Nato sich für ihre Übung keinen besseren Fluss aussuchen können? Warum nicht die Weichsel nehmen, die durch ganz Polen fließt? Warum nicht die Oder? Oder die Seine zum Beispiel. Da hätte die Nato ihr Manöver – als spektakuläre Showbeilage sozusagen – an die Rüstungsmesse „Eurosatory“ knüpfen können, die just in diesen Tagen in der französischen Hauptstadt stattfindet.

Aus dem Nato-Hauptquartier hagelt es indes Beschwichtigungen: Die Übung sei nicht gegen Russland gerichtet (und werde gar vor dem Auftakt der Fußball-WM beendet), die Übung sei rein defensiv und so weiter. Interessant ist nur, wer die Verteidiger bei dieser Übung spielt.

Sind das zufällig ähnliche Truppen wie jene, die am 22. Juni 1941 „zur Abwehr einer potentiellen Aggression“ einen Fluss nach dem anderen in östlicher Richtung überquerten? Was daraus geworden ist, wissen wir jedenfalls zu gut. Erst holten unsere Soldaten diese ausgehungerten und erfrorenen „Beschützer“ aus den Trümmern von Stalingrad hervor, dann zerrten sie die gleichen „Defensivtruppen“ aus den Kellerlöchern von Berlin. Der russische Historiker Wassili Kljutschewski sagte einst:

„Die Geschichte erteilt keine Lektionen. Sie bestraft aber, wenn man keine Lehren aus ihr zieht“.

Entweder hat die Nato keine Lehren gezogen, oder sie will unbedingt bestraft werden.

 

 

Quelle: https://de.sputniknews.com/zeitungen/20180613321150147-nato-manoever-konfrontation-russland/

gefunden bei: http://brd-schwindel.ru/nato-ueberquert-grenzfluss-zu-russland-warum-uebt-die-allianz-nicht-an-der-oder/

Was macht die US-Army in Sachsen?

Ein langer Konvoi von mehr als drei Dutzend Fahrzeugen der US-Armee rollte am Sonntag durch Frankenberg.

 

Frankenberg – Aufregung am Sonntagmittag in Frankenberg bei Chemnitz. Eine lange Kolonne US-amerikanischer Militärfahrzeuge rollte in die Wettiner Kaserne ein. Was war da los?

Fotograf Harry Härtel war vor Ort: „Die Fahrzeuge kamen von der Autobahn, machten in der Kaserne Halt und tankten ihre Fahrzeuge auf. Das dauerte etwa zweieinhalb Stunden.“

Der Konvoi wurde im Vorfeld angekündigt. Demnach sollten laut Bundeswehr mehr als drei Dutzend Fahrzeuge der US-Armee auf der Durchfahrt zu einer Truppenübung in der Lausitz die Frankenberger Wettiner-Kaserne ansteuern.

Derartige Hilfeleistungen seien für die Frankenberger Soldaten nicht neu. Ungewöhnlich sei aber diesmal die überaus große Anzahl der Fahrzeuge.

In der Vergangenheit habe sich die Größe des Konvois meist zwischen fünf und zehn Fahrzeugen bewegt.

Die US-Soldaten besuchten nicht zum ersten Mal die Wettiner Kaserne.
Hier biegen die US-Fahrzeuge zum Tankstopp in die Kaserne ab.
US-Army in Frankenberg.
Das war eine der längsten Kolonnen der US-Army bislang in Frankenberg.

 

Quelle: https://mopo24.de/#!nachrichten/US-Army-Sachsen-Militaer-Frankenberg-44471

 

Update:

Frankenberg in Sachsen: Armee-Konvoi war auf dem Weg nach Litauen – Bundeswehr: Alles legal. Ein Fahrzeugkonvoi der US-Armee hat in Frankenberg für Aufsehen gesorgt – und Fragen nach der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts der Truppen in der Region ausgelöst. Wie ein Sprecher der Panzergrenadierbrigade 37 bestätigte, war bereits am Donnerstag vergangener Woche eine Kolonne von 17 Fahrzeugen des amerikanischen Militärs in die Wettiner-Kaserne eingefahren. „Der Konvoi war auf dem Weg zu einer Übung in Litauen“, sagte Hauptmann Danny Vogel der „Freien Presse“.

Nach seinen Angaben handelte es sich um 17 Radfahrzeuge, darunter Tanklaster und Tieflader, die von insgesamt 30 Soldaten gesteuert wurden. Die Truppe habe in der Frankenberger Kaserne übernachtet und am nächsten Morgen die Fahrt in Richtung Baltikum fortgesetzt. „Ursprünglich sollten sie in Leipzig unterkommen, aber dort gab es keine freien Unterkünfte“, sagte Vogel. Diese Form der Hilfe sei „nichts Ungewöhnliches“ und „völlig legitim“.

Zwei-Plus-Vier-Vertrag verbietet dauerhafte Stationierung

Von Anwohnern, die den Konvoi beobachteten, kamen kritische Stimmen. „Was macht die US-Army im Osten Deutschlands?“ fragte ein Frankenberger Mitglied der Linken auf seiner Facebook-Seite. Und in einem Online-Blog wird die angebliche Verletzung des Zwei-Plus-Vier-Vertrags angeprangert. Der 1990 zwischen Bundesrepublik, DDR, Frank-reich, Großbritannien, USA und Sowjetunion unterzeichnete Staatsvertrag, der den Weg zur deutschen Einheit ebnete, legt fest, dass ausländische Streitkräfte auf dem Gebiet der ehemaligen DDR „weder stationiert noch dorthin verlegt“ werden dürfen.

Verteidigungsministerium und Auswärtiges Amt verwiesen darauf, dass ein vorüber-gehender Aufenthalt zulässig sei. So heißt es mit Verweis auf Zusatzvereinbarungen im Truppenstationierungsrecht: „Da jedoch eine dauerhafte Stationierung ausgeschlossen ist, entscheidet die Bundesregierung im Einzelfall über die Zustimmung zum vorüber-gehenden Aufenthalt der Entsendestreitkräfte in den neuen Bundesländern.“

Quelle: http://www.pravda-tv.com/2014/09/wirbel-um-us-militar-in-frankenberger-kaserne/

Putin ordnet unangekündigtes Manöver im Zentrum Russlands an

Epoch Times, Montag, 7. September 2015 10:56
Putin
Russland hatte bereits in den vergangenen Monaten verstärkt die Gefechtsbereitschaft seiner Streitkräfte geprüft.
Foto: Alexander Zemlianichenko/dpa

Mit einem unangekündigten Militärmanöver prüft Russland die Gefechtsbereitschaft seiner Truppen.

Präsident und Oberbefehlshaber Wladimir Putin ordnete die sechstägige Übung (7. bis 12. September) im zentralen Wehrbezirk an, wie Verteidigungsminister Sergej Schoigu in Moskau mitteilte.

Demnach gilt die besondere Aufmerksamkeit den Luftstreitkräften. Unter anderem werde trainiert, Truppen über große Entfernungen zu verlegen und Soldaten in unbekanntem Gebiet landen zu lassen, sagte Schoigu der Agentur Interfax zufolge.

Auch die Zusammenarbeit mehrerer Ministerien, Behörden und Regionalverwaltungen solle geübt werden. Der Minister ordnete an, westliche Militärattachés über das Manöver zu informieren.

Russland und der Westen werfen sich gegenseitig vor, mit immer neuen Manövern die Spannungen im Ukraine-Konflikt zu verschärfen. Russland hatte in den vergangenen Monaten verstärkt die Gefechtsbereitschaft seiner Streitkräfte geprüft. Moskau kritisiert zudem Truppenverlegungen der Nato in Osteuropa. (dpa)

 

Quelle: http://www.epochtimes.de/welt/putin-ordnet-unangekuendigtes-manoever-im-zentrum-russlands-an-a1267287.html