Private Lebensversicherungen sind riskante Schneeballsysteme

Der eigentliche Skandal der Rentenversicherung: Die privaten Lebensversicherungen sind ein Schneeballsystem. Sie ist auf einen steten Zufluss von Neukunden angewiesen, fehlt dieser, werden reihenweise auch größere Konzerne Insolvenz anmelden müssen. Eine Analyse von Peter Haisenko.
Das Modell der Privaten Krankenversicherung basiert auf Betrug und ist ein Schneeballsystem, analysiert Peter Haisenko. Foto: Jens Kalaene/Illustration/dpa

Unermüdlich wird das Demographie-Problem der gesetzlichen Rentenversicherung thematisiert. Natürlich muss das beobachtet werden, aber es kann nicht zum vollständigen Zusammenbruch führen. Ganz anders sieht es aber für die privaten Lebensversicherungen aus. Eine Überalterung der Versicherungsnehmer wird reihenweise Insolvenzen der Konzerne zur Folge haben.

Sie suchen nach einem Geschäftsmodell, das Ihnen auf lange, aber begrenzte Zeit sichere Gewinne bringt? Gründen Sie eine Lebensversicherung!

Kurz betrachtet sieht das Modell so aus: Man verkauft Policen für ein untaugliches Sparmodell an Kunden, die in einigen Jahrzehnten einen Ertrag zurückfordern werden. Ja, es ist nichts anderes als ein Ratensparvertrag mit irrsinnigen Anfangskonditionen, denn wegen der Grundkosten für Versicherungsagentenprämien und der Verwaltungskosten beginnt der Sparvertrag mit einem satten Minus.

Es sind etwa 6.000,- € pro 100.000,- € Zielsumme, die man erst einmal abzahlen muss, bevor man auf Null ist und ein Anrecht auf Gewinnbeteiligung besteht. Das wird aber versteckt, indem eine Risikoabdeckung für den Todesfall dazu gemogelt wird. In Wahrheit sind es zwei Vertragsarten, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Dieses Verfahren dient lediglich dazu, dem Versicherungsnehmer ein – falsches – gutes Gefühl zu vermitteln.

Wenn ausgezahlt werden muss, ändert sich das Geschäftsmodell

Zum Zeitpunkt der Gründung Ihrer Lebensversicherungsgesellschaft haben Sie nur Einnahmen und Verwaltungskosten. Bis der erste Versicherungsnehmer Auszahlungen fordern kann, vergehen im günstigsten Fall mehr als vierzig Jahre – wenn der neue Versicherungsnehmer zum Beispiel Anfang zwanzig ist.

Die Bilanzen sind folglich phantastisch gut und rechtfertigen ebenso phantastisch millionenschwere Gehälter für Vorstände und Manager. Man baut Paläste für die Verwaltung und wenn neben den Gehältern noch etwas übrig ist, wird investiert, ganz nach gesetzlicher Vorschrift.

Weil Ihre Gesellschaft so gut dasteht, haben Sie keine Probleme, neue Kunden zu akquirieren und die Aktionäre können sich über satte Dividenden freuen. Irgendwann aber kommt die Zeit, wenn an die Kunden ausgezahlt werden muss. Von da an ist das Geschäftsmodell ein anderes.

Die Gewinne aus den Investitionen reichen nicht aus, um die Auszahlungsansprüche abzudecken und die Gehälter und Prämien wollen auch noch bedient werden. Es bedarf also eines kontinuierlichen Zuflusses an Neukunden, die noch keine Ansprüche generieren.

Wenn zu wenig Neukunden kommen, kippt das System

So ist die „Kapitallebensversicherung“ plötzlich zu einem Umlagesystem geworden, unterfüttert mit Einnahmen aus dem Kapitalstock. Letzteres unterscheidet sie von der gesetzlichen Rente, hinzu kommen die deutlich höheren Kosten für Managergehälter und Akquise, die bei der „Gesetzlichen“ zu Punkt eins wesentlich geringer sind und zu Punkt zwei gänzlich entfallen.

Die Diskussionen über Lebensversicherungen der letzten Zeit haben aufgedeckt, dass der Punkt erreicht ist, wo die „Rendite“ aus der Gesetzlichen der der Privaten überlegen ist. Aber das ist noch lange nicht alles.

Tatsächlich sind es nämlich die privaten Lebensversicherungen, die das Demographie-Problem am härtesten trifft. Wenn zu wenig Neukunden da sind, fehlt der Kapitalzufluss, dem noch keine Auszahlungsansprüche gegenüberstehen.

Auf der anderen Seite werden es immer mehr, die wegen ihres Alters Geld haben wollen und damit wird erkennbar, dass die private Versicherungswirtschaft dasselbe Problem hat wie jedes Schneeballsystem.

Solange genügend Dumme ihr Geld geben, in der Hoffnung auf gute Gewinne, können die ersten gut bedient werden. Sie haben gut investiert und die Initiatoren reiben sich die Hände. Wenn aber der Neuzufluss stockt, ist das Ende vorgezeichnet. Theoretisch betrachtet sollte es möglich sein, den Bestand der Versicherungsgesellschaft sukzessive an die Altkunden auszuschütten, bis eben nichts mehr übrig ist und die Gesellschaft liquidiert werden muss. Theoretisch…. aber.

Neukundenprognosen erweisen sich als Luftnummern

Das große Aber ist hier, dass sich an den Einzahlungen eine Heerschar von Vorständen, Managern und Vertretern sattsam bedient haben, eben wie in einem Schneeballsystem.

Folglich reicht die Substanz der Versicherung nicht aus, die versprochenen Ansprüche der Altkunden zu bedienen. Dass die Bilanz dennoch von der Aufsichtsbehörde nicht beanstandet wird, liegt daran, dass die Versicherungen eine Neukundenprognose aufnehmen.

Diese Prognose erweist sich aber mehr und mehr als Luftnummer, weil eben weniger junge Leute nachwachsen und das Vertrauen in diese Form der Alterssicherung mehr und mehr abnimmt. Beitragend ist natürlich auch, dass wegen des fortschreitenden Lohndumpings junge Leute gar kein Geld übrig haben, das sie in eine Lebensversicherung einzahlen könnten.

Die Politik hat dieses Problem schon lange erkannt, verschweigt es aber

Man versucht dem entgegen zu wirken, indem der Versicherungswirtschaft Geschenke gemacht werden, mit steuerunterstützten Modellen.

Erst war es „Riester“, mit dem man dem Bürger das Geld aus der Tasche gelockt hat, dann von der Leyen mit ihrem Modell und nicht zuletzt Nahles mit dem Versuch, einen Teil der Rentenbeiträge zu den Privaten umzuleiten.

Das funktioniert aber immer weniger, denn mittlerweile haben auch andere Fachleute erkannt, dass das Modell der Privaten Betrug am Bürger ist. Manche wagen sich aus der Deckung und sagen öffentlich, wie es ist.

Wir stehen vor einem riesigen Scherbenhaufen

Mittlerweile hat sich ein neues Geschäftsmodell entwickelt, das Versicherungsnehmern Hilfe bietet, aus den Verträgen auszusteigen. Fehlerhafte Verträge, in denen zum Beispiel das Rücktrittsrecht nicht ordnungsgemäß aufgeführt ist, werden so rückabgewickelt und der Versicherungsnehmer kann die Prämien für die Vertreter zurückfordern, ebenso wie Verwaltungsgebühren und angefallene Unternehmensgewinne.

Das allerdings wird zu einem Teufelskreis führen, denn genau dieses Geld fehlt dann zur Befriedigung der aktuellen Ansprüche. Auch gibt es eine Grauzone in der Hinsicht, dass nicht geklärt ist, ob die Versicherungen die Rückzahlungen der Vermittlungsprämien von den Vertretern zurückfordern können.

Und selbst wenn dem so wäre, ist anzunehmen, dass die Vertreter das gar nicht können und selbst in die Insolvenz müssten.

Wir stehen also vor einem riesigen Scherbenhaufen, nachdem seit Anfang der 1950-er Jahre immer zugunsten der Privaten gegen die Gesetzliche getrommelt worden ist.

Die private Versicherungswirtschaft ist ein Schneeballsystem, denn sie ist auf einen steten Zufluss von Neukunden angewiesen. Bleibt dieser aus, werden reihenweise auch größere Konzerne Insolvenz anmelden müssen. Dann ist das ganze schöne Geld verloren, das den Bürgern mit falschen Versprechen abgenommen worden ist.

Die Finanzkrise von 2008 wird dagegen wie ein laues Lüftchen aussehen. Und zwar deswegen, weil die ganze Branche nicht mit Steuergeldern zu retten ist, wenn erst einmal das Vertrauen geschwunden ist. Dann wird es keine Neukunden mehr geben.

Den Letzten beißen die Hunde

Es fällt mir schwer, hier zum einen oder anderen zu raten. Vertrag behalten oder aussteigen? Je mehr aussteigen, desto schneller wird das Ende kommen. Drin bleiben mit der vagen Hoffnung, dass es schon gut gehen wird? Eines ist klar, je mehr aussteigen, desto schneller muss man selbst den Abschied nehmen. Denn es wird wie immer sein: Den Letzten beißen die Hunde.

Es gibt aber noch eine dritte Variante: Die Humane Marktwirtschaft nach Haisenko/von Brunn. Hier beschreiben wir, wie der Übergang vom gesamten jetzigen System vollzogen werden kann, ohne jemandem etwas wegzunehmen oder zu schenken.

Sozusagen vollständige „Besitzstandswahrung“. Wir haben diesen Übergang so ausgefeilt, dass es sogar möglich ist, sämtliche Guthaben bei den privaten Versicherungen zu retten.

Der Preis ist allerdings, dass die Versicherungsgesellschaften in ein neues Modell transformiert werden müssen, ebenso wie die Banken, die zu dem zurückgeführt werden sollen, was sie sind: Dienstleister, die für ihre Dienstleistung bezahlt werden und keine Zinsen zu ihren Gunsten kassieren dürfen auf Geld, das ihnen nicht gehört. Klingt wie ein Märchen?

Dass es keines ist und noch dazu praktikabel erfahren Sie, wenn Sie das Werk „Die Humane Marktwirtschaft“ von Peter Haisenko und Hubert von Brunn lesen.

Das ÖR-Fernsehen hat das Thema aufgegriffen

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/markt/Lebensversicherung-Widerspruch-statt-Kuendigung,markt11168.html

Dieses Video aus der Mediathek des NDR schildert das Problem perfekt. Bei ca 5:30 Minuten kommt die Feststellung, dass der Versicherungsnehmer seine Beträge verzinst zurück bekommt. Verzinst ist aber das falsche Wort. Der Erstattungsanspruch entspricht laut BGH der Eigenkapitalrendite des Versicherers. Und die ist fast immer zweistellig.

Sehenswert auch die Diskussion bei Plasberg: http://mediathek.daserste.de/Hart-aber-fair/Crash-der-Lebensversicherungen-Panikmac/Video?bcastId=561146&documentId=49358690

Hier finden Sie Hilfe, wenn Sie aus Ihrer Lebensversicherung aussteigen wollen: www.widerrufsjoker-lv.de

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben. Er erschien zuerst auf anderweltonline.de.

Weitere Artikel:

Haisenko über die Wertschätzung der Arbeit: Sehr wenige beuten sehr viele aus – Die Welt braucht einen „reset“

Wir leben im kapitalistischen Kommunismus – Wie wäre es künftig mit Humanismus?

Donald Trump zwingt Schäuble & Co. zum Nachdenken – Peter Haisenko: „Die Wirtschaftsweisen sind am Ende“

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/private-lebensversicherungen-sind-riskante-schneeballsysteme-a2335434.html

Nicht nur in Dresden: Der Zorn im Osten hat tiefere – und berechtigte – Gründe

Peter Haisenko, unser Gastautor, war 30 Jahre lang Lufthansakapitän und beobachtet schon immer gern aus einem weiteren Überblick die Welt und auch politische Zusammenhänge. Heute bezieht er Ereignisse und Begegnungen seines eigenen Lebens mit ein.

„Der Osten hat niemals bekommen, wofür diese mutigen Menschen 1989 auf die Straße gegangen sind“, sagt Peter Haisenko Foto: Sean Gallup/Getty Images

Die Diskussionen über den Zorn im Osten vernachlässigen zwei wesentliche Aspekte: Es gibt ihn auch im Westen und der Osten hat niemals bekommen, wofür diese mutigen Menschen 1989 auf die Straße gegangen sind. Mit dem Jahr 1990 hatte der Kapitalismus „gewonnen“ und musste fortan nicht mehr beweisen, dass er das bessere System für die Menschen ist. Die Soziale Marktwirtschaft ist Stück für Stück abgeschafft worden und der Kapitalismus konnte seine hässliche Fratze ungeniert ausleben. Er wurde zum Turbo-, dann Raubtierkapitalismus.

Bei der Lufthansa konnte ich es direkt beobachten. Mit dem Jahr 1990 wurden die Gehaltstabellen nach unten erweitert und mit „Lufthansa Express“ und „Südflug“ der Versuch unternommen, billigeres Personal in die Flugzeuge zu setzen. Es ist dem entschiedenen Widerstand der Lufthansa-Piloten zu verdanken, dass der Sozialabbau im Mutterkonzern nur gebremst voran kam. Aber wir sehen gerade in den letzten Jahren, wie sehr die Geschäftsführung weiterhin in diese Richtung arbeitet. Die Billig-Airlines sind nur möglich geworden, weil auch der Gesetzgeber den Rahmen geschaffen hat, für den Wettbewerb nach unten.

Mit Bauernfängertricks aufs Kreuz gelegt

Mit den Morden an Herrhausen und Rohwedder ist auch die Hoffnung auf die versprochenen „blühenden Landschaften“ gestorben. Birgit Breuel hat den gnadenlosen Ausverkauf des neuen Herrschaftsgebiets auf Ramschniveau gedrückt. Die in diesen Dingen unerfahrenen Ex-DDR´ler sind von Wessis im großen Stil mit den ältesten Bauernfängertricks aufs Kreuz gelegt worden und zu viele haben von dem Wenigen, was ihnen geblieben ist, alles verloren. Mit den kriminellen Immobiliengeschäften allerdings sind Menschen in Ost und West um ihr Erspartes gebracht worden. Die Regierung hat hierzu das Ihrige geleistet, indem sie irrsinnige Steuervorteile versprochen und die Aufsicht über die Hypothekenbanken vernachlässigt hat. Wer noch mit einem blauen Auge da raus gekommen ist, musste sich zum Stillschweigen verpflichten. Wenn das nicht sogar kriminell war!

Unter der Wessi-Dame Breuel wurde betrogen im größten Stil. Subventionen kassiert in Millionenhöhe mit dem Versprechen, Arbeitsplätze zu erhalten, um nur ein Jahr später, nachdem die millionenschweren Subventionen in Sicherheit gebracht waren, den Betrieb zu schließen und die Menschen in die Arbeitslosigkeit zu schicken.

Der „Verkauf“ von Minol an die französische Elf-Aquitaine für nur eine, wiederhole, eine Mark zeigt nur die Spitze des Eisbergs. Allenthalben sind Spitzenpositionen mit Wessis besetzt worden und das hat sich bis heute kaum geändert. Die jungen Leute sind massenhaft Richtung Westen abgewandert und ganze Landstriche verwaist. Provokativ formuliert könnte man sagen, der Westen hat sich im neuen Herrschaftsgebiet aufgeführt, wie ein Plünderer nach der Eroberung.

Lästige Ost-Konkurrenz wurde platt gemacht

Natürlich darf nicht vergessen werden, dass Städte und Infrastruktur im großen Stil repariert und aufgebaut worden sind. Aber erinnern wir uns an 1990. Die Konjunktur im Westen lahmte und da kam der „Aufbau Ost“ gerade recht. Wer hat denn den Gewinn aus dem Aufbau gezogen? Ehemalige VEB´s? Nein, die Knochenarbeit ist von billigen Ost-Arbeitskräften geleistet worden, während die Herren aus dem Westen kommandierten und kassierten. Wo der Westen überschüssige Kapazitäten hatte, ist die lästige Ost-Konkurrenz platt gemacht worden.

Dass das auch mit vorsätzlichen Lügen angegangen worden ist, weiß ich aus dem Fall „Interflug“. Dazu wurde ein Dr. K. von der Lufthansa nach Berlin geschickt, angeblich um die Integration der Interflug in die Lufthansa vorzubereiten. Tatsächlich hatte er den Auftrag, die Interflug so „abzuwickeln“, dass die Lufthansa kein Ex-Interflugpersonal zu alten Bedingungen übernehmen muss. Als der Betrug auf einer Pilotenversammlung in Berlin ans Licht kam, ist Dr. K. nur mit Glück einer soliden Tracht Prügel entgangen. Das weiß ich von Dr. K. selbst und auch, dass er sich später zutiefst schämte für die Rolle, die er allerdings freiwillig übernommen hatte. (Manchmal hilft eine drohende Tracht Prügel wohl, über Moral und Anstand nachzudenken!)

Die Menschen im Osten sind auf die Straße gegangen, für (Reise-)Freiheit und die gesellschaftlichen Umstände, die die Soziale Marktwirtschaft bis 1990 garantiert hat. Sie haben ihr Leben nicht riskiert für Hartz IV, Turbokapitalismus, unregulierte Finanzmärkte und Bankenwillkür. Hier sind wir an einem interessanten Punkt. Die Demonstrationen im Zuge der „Occupy Wallstreet Bewegung“ fanden in Frankfurt statt, nicht in Dresden. Das bedeutet, dass auch im Westen ein anwachsender Unmut über Sozialabbau und Raubtierkapitalismus existiert ebenso, wie in allen Teilen Deutschlands „Lügenpresse“ gerufen wird.

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/nicht-nur-in-dresden-der-zorn-im-osten-hat-tiefere-und-berechtigte-gruende-a1948761.html

Schockierende Analyse zum Abschuss der Malaysian MH 017

29. Juli 2014  Die Seite „Anderwelt Online“ hat eine hervorragende Analyse eines Fachmannes veröffentlicht. Diese ist unbedingt lesenswert. Peter Haisenko hat sich einmal die hochaufgelösten Bilder des Cockpits vorgenommen und genau angeschaut und analysiert. Was er sagt, bringt sehr wohl Licht ins Dunkel. Er schreibt auch, daß dieses hochauflösende Foto und die Fotos vom Cockpit überhaupt sehr schnell von Netz verschwunden waren. Ratet mal, wer das macht und warum. Also, sichert Euch die Fotos und lest das hier gründlich. Unvoreingenommene, saubere Arbeit.

Peter Haisenko beschreibt und analysiert, was er auf dem hochauflösenden Foto sieht, das wir als PDF unten anhängen. Wir empfehlen, es als Zeitdokument zu sichern. Im Netz ist es nicht mehr zu finden. Er erklärt mit großer Sachkenntnis, welche Faktenlage sich aus dem Bild ergibt:

„Ich rede nicht von Spekulationen, sondern von eindeutigen Fakten: Das Cockpit zeigt Spuren von Beschuss. Man kann Ein- und Austrittslöcher sehen. Der Rand eines Teils der Löcher ist nach ! innen ! gebogen. Das sind die kleineren Löcher, rund und sauber, etwa Kaliber 30 Millimeter. Der Rand der anderen, der größeren und etwas ausgefransten Austrittslöcher ist nach ! außen ! gebogen. Zudem ist erkennbar, dass an diesen Austrittslöchern teilweise die äußere Schicht des doppelten Aluminiums weggefetzt oder verbogen ist – nach außen! Weiterhin sind kleinere Schnitte zu erkennen, alle nach außen gebogen, die darauf hinweisen, dass Splitter die Außenhaut vom Inneren des Cockpits her durchschlagen haben. Die offenen Nieten sind nach außen aufgebogen.

Auch das Gesamtbild der Wrackteile paßt genau zu diesem Befund, sagt Haisenko:

„Bei Sichtung der verfügbaren Bilder fällt eines auf: Alle Wrackteile der Sektionen hinter dem Cockpit sind weitgehend unversehrt, wenn man davon absieht, dass es sich um Fragmente eines Ganzen handelt. Nur der Cockpit-Teil ist wüst zerstört. Daraus lässt sich eines bereits schließen: Dieses Flugzeug wurde nicht von einer Rakete in der Mitte getroffen. Die Zerstörung beschränkt sich auf den Cockpit-Bereich. Nun muss man wissen, dass dieser Teil aus besonders verstärktem Material gebaut ist. Schließlich muss der Bug des Flugzeugs auch den Aufprall eines großen Vogels bei hoher Geschwindigkeit einigermaßen schadlos überstehen können. Man sieht auf dem Foto, dass in diesem Bereich deutlich stärkeres Aluminium verbaut worden ist als am Rest der Außenhaut. Man erinnere sich an den Absturz der Pan Am über Lockerbie. Das einzige weitgehend unbeschädigte Teil war ein großes Cockpit-Segment. Hier hat zweifelsfrei eine Explosion innerhalb des Flugzeugs stattgefunden.

Was kann also passiert sein? Russland hat Radaraufzeichnungen veröffentlicht, die mindestens eine ukrainische SU 25 in der nächsten Nähe der MH 017 zeigen. Das korrespondiert mit der Aussage des verschollenen spanischen Controllers, der zwei ukrainische Kampfflugzeuge in der direkten Nähe der MH 017 gesehen hat. Betrachten wir dazu die Bewaffnung der SU 25: Sie ist ausgerüstet mit einer zweiläufigen 30-mm-Kanone, Typ GSch-302 /AO-17A, Kampfsatz: 250 Schuss Panzerbrand- bzw. Splitter-Spreng-Geschosse, die in einer definierten Reihenfolge in einem Gliederzerfallgurt befestigt sind. Das Cockpit der MH 017 ist von zwei Seiten beschossen worden: Ein- und Austrittslöcher auf derselben Seite.

Einschusslöcher an der Außenhaut

Nun stelle man sich vor was passiert, wenn eine Abfolge von Panzerbrand- und Splitter-Spreng-Geschossen das Cockpit trifft, die immerhin so ausgelegt sind, dass sie einen Panzer zerstören können. Die Panzerbrandgeschosse werden teilweise quer durch das Cockpit aus der anderen Seite leicht deformiert wieder austreten. Schließlich ist ihre Durchschlagskraft für eine solide Panzerung ausgelegt. Die Splitter-Spreng-Geschosse aber werden im Cockpit selbst explodieren, so sind sie ausgelegt. Bei der rapiden Feuerfolge der GSch-302 Kanone gibt es folglich in kürzester Zeit eine schnelle Abfolge von Explosionen innerhalb des Cockpit-Bereichs, von denen jede einzelne ausreicht, einen Panzer zu zerstören.

Weil der Innenraum eines Verkehrsflugzeugs ein luftdicht verschlossener Raum ist, wird durch diese Explosionen der Druck im Innern des Flugzeugs in Sekundenbruchteilen extrem ansteigen. Dafür ist das Flugzeug nicht gerüstet. Es wird zerplatzen wie ein Luftballon. Mit dieser Erklärung ergibt sich ein schlüssiges Bild. Die weitgehend intakten Fragmente der hinteren Sektionen sind an den Stellen zerbrochen, die aufgrund der Bauart bei extremem Überdruck am ehesten auseinanderbrechen werden. Das Bild des weit zerstreuten Trümmerfelds und das brutal beschädigte Cockpit-Segment passen dazu. Weiterhin zeigt ein Flügelsegment Spuren eines Streifschusses, der in Verlängerung direkt zum Cockpit führt. Interessanterweise musste ich feststellen, dass sowohl das hochaufgelöste Foto des Cockpit-Segments als auch das vom Streifschuss am Flügel mittlerweile aus Google-Images entfernt worden sind. Man findet praktisch überhaupt keine Bilder mehr von den Wrackteilen, außer rauchenden Trümmern.“

Streifschuß auf dem Flügel

Peter Haisenko ist der Meinung, die ganze Sache könne ein tragischer Irrtum gewesen sein, und man habe möglicherweise die Maschine des Präsidenten Putin im Visier gehabt, was wir auch als eine der ersten Nachrichten als möglichen Hintergrund gemeldet hatten.

Da aber so viele Unstimmigkeiten rund um den Flug MH17 aufgetaucht waren, scheint es keine Verwechslung der Maschinen zu sein, sondern alle Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß MH17 als False Flag vorbereitet und durchgeführt wurde – allerdings wahrscheinlich mit unglaublichen Pannen.

Quelle: http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2014/schockierende-analyse-zum-abschuss-der-malaysian-mh-017/

Die hochauflösende PDF-Datei vom Cockpit

%d Bloggern gefällt das: