Tut sich was? Eine Kurzmeldung: …

Eine bemerkenswerte Meldung findet sich am heutigen Mittwoch, den 12. September 2018, auf der Netzseite von n-tv.de:

Russland bietet Japan Friedensvertrag an

Demnach habe der russische Präsident Wladimir Putin seinem japanischen Amtskollegen Shinzo Abe auf einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok einen “Friedensvertrag ohne Vorbedingungen“ angeboten.

Auch wenn es in dem Kurzartikel heißt, dass “Russland und Japan nicht im Krieg [sind]“ und Bezug auf die nach wie vor ungelöste Frage um die Kurilen-Inseln genommen wird, lässt diese Meldung aufhorchen, denn Putin wird dort mit den Worten zitiert:

“Lasst uns bis Ende des Jahres einen Friedensvertrag ohne jede Vorbedingungen abschließen.“

Nach dem Verständnis der überwiegenden Zahl der belesenen und folglich wachen Beobachter ist der Zweite Weltkrieg in der Tat noch nicht offiziell beendet und auch “Deutschland“ hat bekanntlich bis heute keinen Friedensvertrag.

So stellen sich in diesem Zusammenhang für den Anfang einige Fragen:

Wie genau ist der Status Japans in Bezug auf das offizielle Kriegsende 1945? Ist die Regierung Abe überhaupt der richtige Ansprechpartner? Welche Auswirkungen würde ein Friedensschluss zwischen Russland und Japan auf den einstigen Verbündeten des japanischen Kaiserreichs haben?

Zugegeben, diese Meldung allein sollte niemanden in voreilige Euphorie geraten lassen, doch lässt sie zumindest aufhorchen und verdient weitere Beobachtung. Es ist durchaus denkbar, dass hier Bewegung in einen Themenkreis kommt, welcher für den überwiegenden Teil des Volkes “Böhmischen Dörfern“ gleichzusetzen ist.

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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Quelle: http://n8waechter.info/2018/09/tut-sich-was-eine-kurzmeldung/

Aktuelles Update: 

Japanische Regierung lehnt Putins Friedensvorschlag ab

In Tokio ist der jüngste Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin über einen Friedensvertrag mit Japan auf Ablehnung gestoßen: Das japanische Ministerkabinett hat sich laut seinem Generalsekretär Yoshihide Suga dagegen ausgesprochen.

Japan will demnach keinen Vertrag unterzeichneт, ehe der Territorialstreit mit Russland nicht geregelt sei.

Weiterlesen : Sputnik News

Merkel sucht Schutz bei „Intimfeind“ Putin

Putin und Merkel am Samstag auf Schloss Meseberg.Von WALTER EHRET |

Am Samstag Abend ging auf Schloss Meseberg das zweite deutsch-russische Treffen binnen dreier Monate zu Ende. Entspannungspolitik nennt man so etwas. Präsident Putin konnte nach drei Stunden voller Zufriedenheit nach Moskau zurückreisen. Die Angst vor einem Umsturz geht um, im politischen Berlin.

Dass nichts verlogener ist als die Politik, ist eine altbekannte Weisheit. Und ebenso bekannt ist, dass Kanzlerin Merkel für ihren Machterhalt bedenkenlos über Leichen zu gehen bereit ist. Vor diesem Hintergrund sollte es also niemanden verwundern, wenn die inzwischen „meist gehasste Frau Europas“ vor dem Druck aus den USA in die starken Arme von Russlands Präsident Putin zu flüchten versucht.

Regime change aus den USA

Und die deutsche Kanzlerin tut gut daran sich zu fürchten. Denn aus den USA droht Deutschland ganz real ein Sturz der Regierung, mittels eines sogenannten soft Regime changes, also eines geplanten politischen Umsturzes, ohne den Einsatz militärischer Mittel.

Faktisch belegen lässt sich das durch die neuen Anti-Regierungsaktivitäten von US-Seite gegen Deutschland. Beispielsweise durch die unverhohlenen Absichtserklärungen des neuen US-Botschafters in Berlin, Richard Grenell. Oder auch durch die mit Milliarden versehene Gründung einer Stiftung des Trump-Vertrauten Stephen Bannon zur Stärkung der „konservativen Kräfte in Europa“. Sprich, der Unterstützung der nationalen Oppositionskräfte, vor allem in Deutschland. Den Kriegszug des amerikanischen Präsidenten gegen die deutsche Wirtschaft, der nach den US-Zwischenwahlen im November wie angekündigt voll entbrennen wird, muss man dabei gar nicht mehr gesondert erwähnen.

Doch auch wenn Merkel nun den durchaus richtigen Schulterschluss mit Russland sucht, weil gegen Russland in Europa nun einmal keine Politik zu machen ist, und der russische Präsident diesem Werben aus wirtschaftlichen Erwägungen entgegenkommt, muss man sich doch die Frage stellen, ob die deutsche Kanzlerin inzwischen einen vollständigen Realitätsverlust erlitten hat.

Wer als Bittsteller gegenüber Moskau auftritt, sollte es doch tunlichst unterlassen mit völlig irrsinnigen Forderungen wie den Stationierungen von Blauhelmen in der Ukraine oder des Regimewechsels in Syrien aufzutrumpfen. Denn die Kanzlerin, ebenso wie Deutschland als Ganzes, hat nichts in der Hand, mit dem sie ihre politischen Narreteien untermauern könnte.

Deutschland international vollständig isoliert

Die gegenwärtigen Realitäten sehen so aus: Deutschland ist in der Welt vollständig isoliert und hat sich nahezu jede Macht zum Feind gemacht. Die USA ebenso wie Russland. Und auch unter europäischen Staatslenkern ist aufgrund der dominanten deutschen Finanzpolitik niemand verhasster als die Kanzlerin. Doch ohne militärisches Gewicht und bei schwindendem wirtschaftlichem Einfluss ist jedewede politische Arroganz nichts anderes als eine außenpolitische Dummheit.

Wenn Präsident Putin am Samstag Abend deshalb Berlin nach nur drei Stunden mit der Zusicherung des Erhalts von Nord-Stream 2 und der deutschen Unterstützung des Wiederaufbaus in Syrien verließ, dann in dem Bewusstsein, seine Ziele in vollem Umfang durchgesetzt zu haben. Und zwar ohne der deutschen Kanzlerin auch nur einen Schritt aus der politischen Klemme geholfen zu haben, in die sie sich international hinein manövrierte.

Zu glauben, Präsident Putin würde auch nur in Erwägung ziehen, Merkel vor dem Zorn aus den USA zu beschützen, dürfte der größte Irrtum der jüngeren Geschichte sein. Auch in Moskau wird man es sicher als Genugtuung empfinden, wenn die deutsche Regierungschefin über ihre grenzenlose Selbstüberschätzung zu Fall kommt. Denn ebenso wie für die deutschen Bürger gilt inzwischen auch in Moskau, Washington und in den Hauptstädten Europas: Alles was nach Angela Merkel kommt, kann nur besser werden.

 

Quelle: http://www.pi-news.net/2018/08/merkel-sucht-schutz-bei-intimfeind-putin/

Putin warnt Nato vor Anbindung der Ukraine und Georgiens

/ Frederic Legrand – COMEO / shutterstock.com / 650275783

Vergangenen Donnerstag warnte Russlands Präsident Putin die Nato erneut davor, die Ukraine und Georgien enger in das Verteidigungsbündnis einzubinden. Die Politik der Nato-Osterweiterung sei unverantwortlich und könnte zu unvorhersehbaren Folgen führen. Dabei sei es dringend notwendig, das Vertrauen in Europa gegenüber Russland wiederherzustellen. Stattdessen schüre die Nato den Kalten Krieg gegenüber Russland und betreibe eine unverantwortliche Droh-Politik der Nato-Osterweiterung.

Die Sicherheit Europas werde nicht durch die Ausweitung der Nato-Grenzen gewährleistet, sondern durch die Zusammenarbeit mit Russland und die Wiederherstellung des Vertrauens. Russland werde nicht zögern, auf aggressive Schritte der Nato zu reagieren, sollten diese eine Bedrohung für Russland darstellen.

Der ehemalige US-Präsident Bush drängte bereits 2008 die Nato-Partner dazu, die Ukraine und Georgien in das Nato-Bündnis zu integrieren. Als 2008 russische Truppen die Grenzen Georgiens zur abtrünnigen Provinz Südossetien überschritten, wurde Russland als Aggressor des Georgien-Kriegs hingestellt. Es dauerte viele Jahre, bis der Westen eingestand, dass Georgien 2008 mit großen militärischen Operationen begonnen hatte. Die abtrünnige Provinz Südossetien wurde zuerst vom georgischen Militär beschossen. Russische Truppen griffen erst später ein.

2009 untersuchte eine Kommission des Europäischen Rats die Vorkommnisse. Sie kam zu dem Schluss, dass die georgische Regierung für militärische Auseinandersetzung zwischen Russland, Georgien und Südossetien verantwortlich war. Dennoch änderte diese Tatsache nichts an der Darstellung der westlichen Medien und Politiker, die Russland weiterhin als Aggressor darstellten.

Beim Nato-Gipfel Anfang Juli 2018 in Brüssel berieten die Nato-Außenminister über mögliche Beitritte Georgiens, Mazedoniens und Bosnien-Herzegowinas. Es hieß, Politiker der Länder seien am Beitritt zur Nato interessiert, jedoch hätten die territorialen Übergriffe Russlands dies unmöglich gemacht, berichtete die Medienagentur Reuters.

Die Politik der Nato gegenüber Russlands ist insofern unverantwortlich, als dass ein Konflikt geradezu provoziert werden soll. Entgegen der Versprechen der Nato gegenüber des damaligen Präsidenten Michail Gorbatschow, ist die Nato-Osterweiterung immens vorangeschritten. An den Ostgrenzen der Nato wurden Hunderttausende Nato-Soldaten, Truppen und Kriegsgerät stationiert.

Dass sich Trump aus dem Bündnis herausziehen könnte, ist prinzipiell nachvollziehbar. Denn Trump hält nichts auf die bisherige Weltordnung. Trump steht für eine multipolare Weltordnung. Er ist Geschäftsmann und hat kein Interesse an Kriegen. Trump will Frieden und weltweit fairen Handel. Jahrzehntelang wurden die USA als „Beschützer“ Europas vor den bösen Russen beworben.

Trump ist der erste amerikanische Präsident, der die Agenda seiner Vorgänger nicht mehr verfolgt. Russland ist weder für die USA noch für Europa eine Bedrohung. Das sieht auch Trump so. Deswegen braucht die Nato die USA nicht mehr in dem Bündnis. Wenn Europa der Ansicht ist, es müsse sich gegen Russland aufrüsten, dann soll es das tun. Einzig aus diesem Grund hat Trump Europa dazu aufgefordert, den Rüstungsetat auf 2% des BIP zu erhöhen. In Europas Politik hält man noch an der „alten“ Weltordnung fest. Bis es hier Politiker an der Regierung geben wird, die neue, konstruktive Wege gehen, wird es noch dauern. Der Sturz Merkels könnte ein Neubeginn für ganz Europa sein.

Quelle: https://bit.ly/2Lq5PXt

US-Botschafter in Deutschland Grenell blitzt bei „Putins Anwalt“ Kurz ab

von Iwan Danilow

Es ist kein Zufall, dass im Vorfeld des gestrigen Österreich-Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin ein diplomatischer Skandal um den neuen US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, ausgebrochen ist.

Dieser hatte alle diplomatischen „Anstandsregeln“ über Bord geworfen und erklärt, sein Ziel sei es, die konservativen EU-skeptischen Politiker zu unterstützen. Und als Musterbeispiel dafür führte er den österreichischen Kanzler Sebastian Kurz an.

Die Motivation des US-Diplomaten war offensichtlich: Vor Putins Besuch in Wien gab Grenell Kurz zu verstehen, dass er mit der Unterstützung der USA rechnen dürfte. Doch diese gibt es nicht gratis, und der Preis lässt sich leicht erraten. So sagte Professor Gerhard Mangott von der Universität Innsbruck in einem Interview für den Sender Deutsche Welle klipp und klar, dass die Amerikaner Österreich unter Druck setzen und sogar versucht haben, Putins Besuch zu verhindern.

Sebastian Kurz ist als EU-Skeptiker bekannt und deshalb in Berlin und Brüssel nicht besonders beliebt. Er könnte tatsächlich die Unterstützung der Amerikaner brauchen, aber in diesem Fall blitzten sie bei ihm ab. Putins Österreich-Reise gab den deutschen Medien den Anlass, zu behaupten, der Kreml-Chef wolle die Alpenrepublik quasi zu seinem „Anwalt“ in der EU machen.

Putins Verhandlungen in Wien waren für viele europäische und amerikanische Experten auch deshalb unangenehm, weil dadurch die These von der „diplomatischen Isolation“ Russlands in der „zivilisierten Welt“ widerlegt wurde.

Dabei hatten die russisch-österreichischen Gespräche einen sehr wichtigen Hintergrund, der mit dem „Fenster von Möglichkeiten“ in den Beziehungen zwischen Moskau und Brüssel verbunden ist: Am 1. Juli wird Österreich den EU-Vorsitz übernehmen, und dadurch bekommt Kurz für zwölf Monate zusätzliche „Hebel“, um die europäische Diplomatie zu beeinflussen. Im Kontext der zunehmend lauter werdenden Stimmen für die Abschaffung der Russland-Sanktionen könnte Wiens zusätzliche Einflusskraft sehr wichtig werden. Kurz selbst zeigte keine Angst vor den „Falken“ in Washington und brachte offen die Absicht zum Ausdruck, das Thema Sanktionen künftig besprechen zu wollen. Ähnlich hatte sich auch sein Vize Heinz-Christian Strache unlängst geäußert.

Was die konkreten Ergebnisse des Österreich-Besuchs Putins angeht, so wurde dabei ein Gasvertrag zwischen den Energiekonzernen Gazprom und OMV abgeschlossen, der bis 2040 gilt. Das ist enorm wichtig für Moskau, denn dadurch wird der strategische Charakter der bilateralen Kooperation unterstrichen.

Auch der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen verwies auf der gestrigen gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Putin auf die wirtschaftliche Zwecklosigkeit des Verzichts auf das russische Erdgas zugunsten von amerikanischem Flüssiggas.

Und schließlich wurden in Wien mehrere Verträge über österreichische Direktinvestitionen in verschiedenen Regionen Russlands unterzeichnet. Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Mythos von der „Unerwünschtheit“ Russlands in der EU unbegründet ist.

Auch die rein politischen Ergebnisse der Verhandlungen sind durchaus wichtig. Putin trat nämlich erneut mit der Initiative auf, die Heimkehr syrischer Flüchtlinge aus Europa zu organisieren – allerdings unter der Bedingung, dass die EU den Wiederaufbau Syriens mitfinanzieren würde.

Für Sebastian Kurz, der unter anderem wegen seiner Anti-Flüchtlings-Rhetorik die jüngste Wahl gewonnen hat, wie auch für den ungarischen Premier Viktor Orban und auch die neue italienische Regierung, die von EU-Skeptikern gebildet wurde, ist diese Initiative wirklich „Gold wert“. Denn das wäre eine relativ günstige Möglichkeit, das äußerst dringliche Problem der syrischen Einwanderer in den Griff zu bekommen.

Für Angela Merkel und die anderen Verfechter der Idee, die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten um jeden Preis in die europäischen Gesellschaften zu integrieren, ist Putins Initiative ein richtiger Albtraum, denn die österreichischen, ungarischen und italienischen Spitzenpolitiker bekommen jetzt ein schwerwiegendes Argument für die Verteidigung ihrer nationalen Interessen, die eben darin bestehen, keine Millionen Zu- bzw. Einwanderer aufzunehmen – anders als Deutschland.

Damit hat Russland abermals seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, effiziente Wege zur Lösung von akuten Problemen zu bieten – und zugleich auch seine Zuverlässigkeit als Lieferant der für die EU lebenswichtigen Energieträger. Und im Allgemeinen sieht die potenzielle Kooperation mit Russland viel attraktiver als das Vasallentum aus, das der EU von den Amerikanern aufgezwungen wird. Die Ergebnisse des Wien-Besuchs Putins zeigen, dass Moskaus Strategie reale Ergebnisse bringt. Und es ist offensichtlich, dass es in Europa immer mehr Politiker gibt, für die das Zusammenwirken mit Russland ein langfristiges Ziel ist.

 

Quelle: https://de.sputniknews.com/kommentare/20180606321041049-kurz-grenell-schlagabtausch/

Warnung an die NATO: Putin erklärt Ukraine zur „roten Linie“

Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine scharfe Warnung an die NATO gerichtet und erklärt “Die Ukraine ist unsere Rote Linie”.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die westlichen Länder davor gewarnt, die “rote Linie” in den Beziehungen mit Moskau zu überschreiten. “Nun, es gibt gewisse Grenzen, verstehen Sie, dass die rote Linie nicht überschritten werden sollte. Respektieren Sie auch unsere Interessen “, sagte der Präsident am Samstag während des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums 2018.

Laut Putin könnte die NATO-Erweiterung eine Bedrohung für Russland darstellen. Der russische Präsident hat erklärt, dass diese Situation in der Ukraine nach dem Staatsstreich entstanden ist. “Neben der Tatsache, dass sich die NATO an unsere Grenzen angenähert hat, vermuten wir, dass morgen auch die Ukraine in die Allianz aufgenommen und Radar- und Raketenabwehrsysteme aufgestellt werden”, so Putin. Damit machte er deutlich, dass eine solche Allianz für Russland nicht hinnehmbar sei.

Der russische Präsident erinnerte auch an die Rolle einiger westlicher Länder beim Putsch in der Ukraine. Er fragte, warum die westlichen Länder zum Machtwechsel mit Gewalt beigetragen haben, als die Ukraine bereits “pro-westliche” Politiker wie Julia Timoschenko oder Viktor Juschtschenko hatte.

 


 Quelle: Schweizer Morgenpost

Rabbiner und wahre Juden gegen Zionismus

Sehr sehenswert….!

Gefunden bei :
 Hussein Zreik 

Quelle :
Die Welt wird belogen und verkauft – Wir brauchen eine globale Revolution“ 

Von Katalonien bis Mexiko, von Kolumbien bis Brasilien – „Russen überall!”

„Die Russen kommen, um uns unser Öl wegzunehmen”, sagt eine männliche Stimme in einer WhatsApp-Sprachnachricht von Anfang Februar dieses Jahres. Von Mobiltelefonen tausendfach zum elektronischen Flächenbrand potenziert, ist die angebliche „Nachricht“ in wenigen Stunden der absolute Trending Topic im größten Teil Mexikos. Der Autor schürt weiter die Angst, doch jetzt mit Anspielungen auf den in allen Umfragen favorisierten Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen am 1. Juli 2018: „Russland kontrolliert das Öl Venezuelas, Lopez Obrador verspricht, die Reform des Energiesektors zurückzunehmen – warum? Natürlich um seinen Willen auf Kosten des Öls der Mexikaner durchzusetzen.” Von Frederico Füllgraf.

Die Meldung strickt an einer bizarren Verschwörungstheorie: Andrés Manuel López Obrador als einen von langer Hand gesteuerten Kandidaten zu denunzieren, Russland die Beeinflussung der mexikanischen Präsidentschaftswahlen zu unterstellen. Nach „Beeinflussung der Wahlen in den USA und Deutschland” und der „Manipulation des Brexits”, nun auch „subversive Aktivitäten” in Mexiko? Bitte etwas Geduld, das war noch nicht alles!

„Russland versucht, in den Wahlkämpfen von Mexiko und Kolumbien zu agitieren“, spekulierte der Staatssender Deutsche Welle unter Berufung auf den ehemaligen stellvertretenden US-Verteidigungsminister Frank Mora (Rusia buscaría agitar campañas electorales en México y Colombia – Deutsche Welle, 21. Januar 2018). Nun werden die Mutmaßungen spukhaft. Mora „sieht“ Russlands lange Finger auch im brasilianischen Wahlkampf, der offiziell noch gar nicht begonnen hat. „Da wird Ähnliches ausgetüftelt”, gaukelte der Amerikaner dem kolumbianischen Sender BLU Radio vor.

Frank Mora, muss man wissen, entstammt einer exilkubanischen Familie aus Florida und diente während der vergangenen zwanzig Jahre unter anderem als Berater des Institute for National Security Studies (INSS), ferner des National Democratic Institute, des US State Department, der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und des Southern Command der US-Streitkräfte.

Der Haken der einbildungskräftigen „Omnipräsenz” der Russen ist: Sie lässt sich nicht beweisen. In Brasilien spiele sich die „Störung durch Desinformationskampagnen“ in sozialen Netzwerken ab, behauptete Mora, und nannte die US-amerikanische Agentur Bloomberg als Quelle. Allerdings, welcher Kandidat davon profitieren soll, wusste der Sicherheitsberater nicht zu sagen.

Grobe Zweideutigkeit auch im Fall Mexikos. Da gäbe es „bis zur Stunde keine Belege”, gestand die britische BBC, stichelte aber im Nebensatz, „doch die Diskussion darüber hält an”. Was als verschleierter Hinweis zu verstehen war, dass das Russen-Narrativ ruhig weitergesponnen werden sollte (“Ahí vienen los rusos”: la guerra sucia en la elección presidencial de México que inquieta a Estados Unidos – BBC Mundo, 8. Februar 2018).

EU-Medien kontra Russia Today: Der Fall Katalonien

Im Zusammenhang mit dem katalonischen Unabhängigkeits-Referendum und den anschließenden Parlamentswahlen eskalierte das Russland-Syndrom zum medialen Schlagabtausch. „Spanien hat vor einer mutmaßlichen Desinformationskampagne in Katalonien gewarnt. Ausgangspunkt sei russisches Territorium, erklärte die spanische Verteidigungsministerin”, war bereits Ende 2017 in der Online-Ausgabe der deutschen Tagesschau zu lesen (Katalonien-Krise. Spanien spricht von russischer Kampagne – Tagesschau, 14.11.2017).

In den sozialen Netzwerken seien gefälschte Nutzerkonten entdeckt worden, die zur Hälfte nach Russland und zu einem erheblichen Teil nach Venezuela zurückverfolgt worden seien, bekräftigte das Handelsblatt. Die spanische Regierung behauptete, staatliche und private russische Gruppen hätten über Twitter und Facebook Carles Puigdemonts Separatisten gefördert.

Spaniens Außenminister Alfonso Dastis erklärte, „Ja, wir haben Beweise”, Verteidigungs-Ministerin Maria Dolores de Cospedal sprach auf einem EU-Ministertreffen in Brüssel von „Belegen”. Doch selbst die Tagesschau signalisierte Vorbehalt: „Beweise legte die Regierung in Madrid bislang allerdings nicht vor.” Dennoch, wo jeder vernünftige Journalist diese „Meldung” als Nicht-Nachricht sofort dahin befördert hätte, wo sie hingehörte – nämlich in den Müll – war sie auch der Tagesschau immerhin einen ganzen Artikel wert. Im Zweifelsfall mit dem Hintergedanken, „vielleicht ist ja doch was dran”?

Mitte vergangenen März kam es schließlich zum Medieneklat. In einer ungewöhnlichen Stellungnahme veröffentlichte der Madrider Presseverband (APM) eine Erklärung zum Schutz des stellvertretenden Chefredakteurs der Zeitung El País, David Alandete, der als Opfer einer angeblichen Hetzkampagne bezeichnet wurde. In der Erklärung beschuldigte APM „russische Medien und andere mit ihnen im Einklang handelnde Organisationen” der „prinzipiellen Diskreditierung und Entwertung dessen, was Alandete publiziert“, was „seine Behinderung bei der Ausübung des freien Journalismus” bedeute.

Der Hauptvorwurf richtete sich gegen das sogenannte Hispano-Russische Observatorium für Eurasien, mit Niederschlag in digitalen Medien wie Democracia Nacional, Digital Sevilla und Iniciativa Debate, zu den zitierten Medien gehörte jedoch auch der Staatssender Russia Today (RT) mit seinen Madrider Korrespondenten.

El País und der postfaktische Journalismus

Den Kern der Polemik bildete die Kritik dieser Medien an der Katalonien-Berichterstattung von El País und umgekehrt, in deren Verlauf Alandete von den digitalen Medien allerdings bar jeder Beweisführung als „CIA-Agent“ beleidigt worden war; ein Vorwurf, an dem sich hingegen RT nicht beteiligte.

„Es ist immerhin … erstaunlich, dass nach den titanischen Bemühungen Alandetes, die Arbeit von Medien wie RT zu diskreditieren – die sich wahnhafter wie unbegründeter Anschuldigungen bediente – er nun als Opfer einer Kampagne der Diskreditierung dargestellt wird, die eigentlich in genau umgekehrte Richtung zielt“, reagierte RT (La Asociación de la Prensa de Madrid acusa de acoso a RT por defenderse del acoso de El País – 16. März 2018). Besonderen Anstoß nahm der russische Sender an dem Absatz der APM-Erklärung, wonach jene “Kampagne” auf Informationen zurückzuführen sei, die El País in den letzten Monaten über die angebliche russische Einmischung in den katalanischen Konflikt und in „andere Wahlprozesse in Europa“ veröffentlicht hat.

Dass El País monatelang vor üblem journalistischen Foulspiel nicht zurückschreckte, ließ sich auf exemplarische Weise von der Überschrift „Rusia ganó el referéndum catalán, según el editorial de ‘The Washington Post’“ (Russland gewann das katalanische Referendum laut dem Leitartikel der ´The Washington Post´ – El País, 03. Oktober 2017) ableiten, womit die spanische Tageszeitung Mutmaßungen der Washingtoner Seilschaft über die angebliche Nutzung der katalanischen Krise als zusätzliches Mittel zur Schwächung des demokratischen Westens durch Russland kolportierte und trotz eines Dementis des konservativen Präsidenten Mariano Rajoy gegenüber dem Radiosender Cadena COPE (Rajoy no tiene “ningún dato” sobre la presunta injerencia del Gobierno ruso – Sputnik, 14. November 2017) weiterhin stur verficht.

„Russen in Mexiko!“

Die anti-russische Dreckschleuder wurde symptomatischerweise im Januar 2018 bedient, als knapp sechs Monate vor den mexikanischen Präsidentschaftswahlen der Politikwissenschaftler, Schriftsteller, ehemalige Bürgermeister Mexiko-Citys und Begründer der Bewegung der Nationalen Erneuerung (Morena), Andrés Manuel López Obrador, bereits mit rund 37 Prozent der Stimmabsichten als Favorit vor seinen konservativen Rivalen Ricardo Anaya (27 Prozent) und José Antonio Meade (25 Prozent) rangierte.

In einem Brief empfahlen die Senatoren Marco Rubio und Bob Menendez dem damals noch amtierenden Außenminister Rex Tillerson, Mexiko und andere lateinamerikanische Länder dazu aufzufordern, zwecks Verhinderung einer angeblichen Wahl-Intervention Russlands sich auf die USA „zu stützen“. Der Demokrat Rubio und der Republikaner Menendez, beide politisch im exilkubanischen Umfeld beheimatet und als enge Lateinamerika-Berater Donald Trumps bekannt (siehe Trumps “militärische Option” gegen Venezuela), warnten die US-Regierung mit der Behauptung, Russland benutze „hoch entwickelte Technologie” zur Beeinflussung der Präsidentschaftswahl in Mexiko (México debe apoyarse en nosotros para evitar injerencia rusa: senadores de EU – El Financiero, 31. Januar 2018).

Einen Monat später brach Tillerson zu einer politischen Blitzreise auf und empfahl tatsächlich den mexikanischen Behörden, ein „wachsames Auge“ auf mögliche Einmischungen Moskaus in die für Juli geplanten Wahlen zu halten. „Wir wissen, dass Russland bei Wahlen auf der ganzen Welt Fingerabdrücke hinterlässt. Ich empfehle, darauf zu achten, was passiert”, ermahnte der im darauffolgenden März schon gefeuerte Minister. Die Scharfmacherei stammte wieder aus den Redaktionsräumen von El País (Tillerson pide a México “prestar atención” ante una posible injerencia rusa en las elecciones – 03. Februar 2018).

Die Mutmaßungen stützten sich zunächst auf einen Bericht des Kolumnisten Javier Tejado von El Universal über eine angebliche Untersuchung in der Nationalen Wahlbehörde (INE). Tejado meldete einen ungewöhnlichen Zugriff auf die Website extramotion.mx von Computern mit einer russischen IP-Adresse. Berater des INE lehnten jedoch die Version ab. Der Zugriff sei nichts Ungewöhnliches, das Portal biete Wahlinformationen für im Ausland lebende Mexikaner an.

Sodann geriet wieder der Fernsehsender Russia Today in die Schusslinie, genauer: John Ackerman, ein eingebürgerter US-Amerikaner vom Institut für juristische Forschungen an der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM). Von einzelnen Journalisten wurde Ackerman als „Moskauer Verbindungsmann“ zum Wahlteam López Obradors bezichtigt, weil der Wissenschaftler öfter als Analyst und Kommentator im spanischsprachigen Dienst von Russia Today aufgetreten war.

Die Unterstellung sollte mit der Spekulation erhärtet werden, dass Ackermans Ehefrau, die Hochschulprofessorin Irma Sandoval, im Fall eines Wahlsieges López Obradors Mitglied seines Regierungskabinetts werden könnte. Für die Gegner des progressiven, favorisierten Kandidaten und virtuellen, künftigen Präsidenten „alles Beweise“ für die angebliche russische Intervention. Hingegen in der Wertung des auf Gröbste verdächtigten Ackerman nichts weiter als „Teil des schmutzigen Krieges im Wahlkampf”.

 

Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=43713

Es muss endlich Mal ausgesprochen werden.

 

Es muss endlich Mal ausgesprochen werden.
Sicher können das einige hier nicht verstehen.
Aber es ist so !

Herr Präsident Vladimir Putin.

Als kleiner Junge, ich bin in Baden Württemberg aufgewachsen, meine erste Lehrerin war eine Kinder schlagende Nonne.
Frau Anna.
Von ihr habe ich über Russland, damals Sowjetunion, nur schlechtes gehört.

Von ihr wurde uns gelehrt, dass die Russen bösartige, unkultivierte und dumme Leute sind, welche es nur darauf abgesehen haben, nicht nur die DDR zu besetzen, sondern ganz Deutschland

Es wurde uns Schüler damals schon eingetrichtert, dass Russen böse sind und unsere Väter umbringen und die Mütter schänden wollen.

Darum ist es gut, dass es eine Mauer gibt.
So etwas wurde uns regelrecht eingepflanzt.

Später ging ich nach Berlin.

Dort habe ich gegen die DDR agiert und Menschen aus der DDR, ohne dass dafür bezahlt werden musste, herausgeholt. ( Im Mauermuseum Berlin steht mein alter Minicooper )

Nach der Wende, ich lebte da in Berlin Charlottenburg und in Lugano, flog ich Anfang 1990 nach Liviv und fuhr von dort mit einem Auto nach Kiew.

Dieses Land damals hatte einen bleibenden Eindruck mit seinen großen weiten Feldern und der guten Erde auf mich gemacht.
Der Boden war furchtbar, was man gut an der Scholle der damals gepflegten Felder sehen konnte.

2014 war ich dann das erste Mal in Russland.

Nein ich war nicht zuerst in St. Petersburg, oder in der Stadt Moskau, ich bin in den Fernen Osten, nach Chabarovsk geflogen.

Es war Winter und es war sehr, sehr kalt.

Aber ob Sie mir das glauben, oder nicht, ich fühlte mich plötzlich frei.

In Chabarovsk habe ich Freunde und bin immer wieder dort hin gereist.

Ich lernte dort viele Menschen kennen und hatte dann eine Begleitung die mich durch das ganze Land geschleppt hat.

Ich war mit Auto, mit dem Zug, mit dem Flugzeug durch ihr Land gereist, bis auf die russische Krim.

Ich war in Irkutzk wo ich gute Freunde gefunden habe, in Rostov on Don, auch dort habe ich gute freundliche Bekannte und in so vielen Städten deren Name ich nicht aussprechen kann.

Natürlich auch haben wir St. Petersburg und Moskau besucht.

Mir ist es jedoch lieber nicht in Städten zu sein welche von Touristen überlaufen sind.
Ich wollte und will Russland und die russischen Menschen kennenlernen !

Was ist mit mir in dieser Zeit passiert.

Ich habe mich in ihr Land verliebt.

Sie Herr Putin haben aus Russland wieder ein Land gemacht.

Ein grosses, starkes demokratisches und in sehr vielen Bereichen, ein unabhtängiges Land mit einer Brücke zur Krim.

Dafür meine Hochachtung und Respekt.

Danke!

Ich habe “ in meinem Russland “ und auf der Krim, insbesondere in Alustha unendlich viele Menschen getroffen die mir wohlgesonnen sind, so dass ich , weil so etwas habe ich in Deutschland und auch in vielen anderen westeuropäischen Ländern nie erlebt, ich mich in Russland in Land und Leute, deren Freundlichkeit, deren Gastfreundschaft verliebt habe.

Es ist mir auch sehr bewusst, dass es überall Schattenseiten gibt, aber ich stelle fest, dass der Schatten hierzulande dunkler ist.

Ich bin von Geburt halb Franzose und halb Deutscher.
Als deutscher wurde ich erzogen.

Herr Präsident Vladimir Putin, so sie diese Zeilen erreichen:

Ich erlaube mir ihnen zu sagen, dass mich Russland geprägt hat.

Ich habe meine Heimat gefunden.
Die Heimat heisst Russland, auch wenn ich in Deutschland leben muss.

Mein Herz schlägt nur noch Russisch, Russland zieht mich in seinen Bann, wie ein Magnet.

Ich behaupte, ich bin ein Russe geworden, daß bestätigen mir sogar Freunde aus Chabarovsk, worunter einer ein Freund von mir ein guter Polizist und Kriminalkommisar ist.

Auch hier im Lande kämpfe ich für Russland, die Völkerfreundschaft, die Völkerverständigung und den Frieden mit Russland.

Einfach, Herr Putin ist es nicht, jedoch bin in in dieser Angelegenheit zäh wie ein Pitbull.

Ich beschäftige mich, um zu helfen, wie es jeder andere Russe machen würde, mit der Hilfe für den Donbass, der Ostukraine die für mich nur über Russland zu erreichen ist.

Donetsk und Lugansk hatte ich im letzten Dezember besucht und werde bald wieder dort sein können, um zu helfen.

In der Westukraine werde ich als Terrorist angesehen, nur weil ich den Menschen, vornehmlich den Kindern helfe, indem ich Essen, Kleidung und Spielsachen bringe.

Hilfe ist nicht gewünscht von Seiten der Westukraine.

Daß alles macht mich froh, dort wo die Not gross ist, helfen zu können und zu dürfen.

Das gibt meinem Restleben einen richtigen Sinn und ich fühle mich immer mehr zu Russland, als zu Deutschland gehörig.

Und das, obwohl ich nur sehr wenig Worte in russisch kann.

Aber für Hilfe im Donbass braucht es nicht unbedingt Sprache, sondern Hilfsbereitschaft.

Der Lohn.

Ja der Lohn für mich ist es, in strahlende und lachende Kinderaugen schauen zu können.

In Kinderaugen die so viel Leid und bitteres Elend gesehen und ertragen haben und trotzdem wieder lachen und glücklich sein können.

Ich glaube Herr Vladimir Putin, dass sie mich verstehen, denn ich bin der festen Überzeugung, dass sie ein Mann, ein Präsident mit grossem Herzen sind.

Schon deshalb glaube ich das, weil der aller grösste Teil der Russischen Bevölkerung sie liebt.

Dazu kommen die Menschen auf der Krim, Welche ebenfalls zum allergrößten Teil hinter ihnen stehen.

Das musste jetzt in dieser Nacht einfach einmal aus mir heraus und es ist mir dabei vollkommen egal, was hier die Leute denken und eventuell als negative Kommentare auf mich zukommen.

Ich stehe zu ihnen, zu Russland wie als wenn ich ein echter, gebürtiger Russe sein würde.

Ich bin jetzt Russe mit Herz und Seele.

Ihr

Johannes Ehret

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Quelle: Facebook

+++ Eilmeldung +++ Russisches Außenministerium wegen Bombendrohung evakuiert +++ Eilmeldung +++

Quelle: Reuters
Mitarbeiter des russischen Außenministeriums werden nach einem anonymen Telefonanruf aus dem Hauptgebäude im Zentrum von Moskau evakuiert. Der Anrufer drohte mit einem Bombenangriff.

„Nach einer anonymen Bombendrohung im Gebäude des russischen Außenministeriums in der Smolenskaja-Sennaja-Str. 32/1 ist die Evakuierung aller Mitarbeiter im Gange“, berichtete eine Quelle des Moskauer Rettungsdienst. Die Quelle fügte hinzu, dass es keine unmittelbaren Informationen darüber gebe, wie viele Menschen aus dem Gebäude evakuiert worden seien.

Nach anderen Quellen wurden etwa 40 Personen aus dem Gebäude evakuiert. Ein Sputnik-Korrespondent berichtete, dass Rettungsdienste und die Strafverfolgungsbehörden bereits vor Ort seien.

Im September begann in Russland eine Welle anonymer Massenanrufe, die dazu führte, dass über 2,3 Millionen Menschen in 186 Städten im ganzen Land evakuiert wurden. Bomben wurden von den Anrufern in rund 3.500 Gebäuden als „gelegt“ gemeldet. Alle Drohungen erwiesen sich jedoch als Fehlalarme.

Im Dezember bezeichnete das russische Innenministerium solche Aktionen als eine Art von Cyberattacken, die aus dem Ausland durchgeführt worden seien.

 

Quelle: https://deutsch.rt.com/russland/68673-russisches-aussenministerium-wegen-bombendrohung-evakuiert/?utm_source=browser&utm_medium=push_notifications&utm_campaign=push_notifications

„Merkel betreibt eine inhumane Politik und verpackt sie in humane Worte“

Mark Galliker

Mark Galliker, emeritierter Professor für Psychologie, hat das verbale Verhalten von Bundeskanzlerin Merkel einer Analyse unterzogen. Sein Ergebnis: Merkel verneint, ignoriert und verschleiert die Realität und versteht es, sich „glaubhaft als moralische Autorität zu inszenieren“. Ein Interview über eine Kanzlerin, die auf den Gesprächspsychotherapeuten wirkt „wie eine Musterschülerin, die alles tut, was ihr von oben aufgetragen wird und es versteht, dies vor den Mitschülern zu verbergen“. Das Interview führte Marcus Klöckner.

Herr Galliker, wie könnte man Angela Merkel charakterisieren?

Angela Merkel wird von vielen Bürgern wohlwollend “Mutti der Nation” genannt. Die Mutter ist die beste Frau, ja der beste Mensch – keine Frage! Von anderen Bürgern wird sie “Gutmensch” genannt, was indes nicht gerade gut gemeint ist. Es trifft zu, dass sie fleißig, gescheit, in einem gewissen Sinne brav ist, jedenfalls ist sie nicht korrupt. Sicherlich ist Merkel kein „Schlechtmensch“. Doch Ihr schöner Satz “Wir schaffen das” wäre ihr wahrscheinlich zum Verhängnis geworden, wenn das Flüchtlingsproblem für die Bundesrepublik nicht scheinbar optimal gelöst, respektive an die Grenze anderer Staaten verschoben worden wäre. Merkel wirkt freundlich, schlicht, überhaupt nicht so arrogant wie einige ihrer Vorgänger. Auf mich persönlich wirkt sie wie eine Musterschülerin, die alles tut, was ihr von oben auftragen wird und es versteht, dies vor den Mitschülern zu verbergen, die unter anderem wegen ihr noch mehr arbeiten müssen und das meistens gegen noch schlechtere Noten bzw. Belohnungen.

Sie haben Merkel in einer aktuellen Untersuchung von Ihnen als eine Meisterin der Maskierung genannt, weil Sie Macht verschleiere. Was wollen Sie damit sagen?

Merkel weiß, dass das Volk nicht wissen darf, dass sie sich letztlich für die Interessen der Großindustrie und der Banken einsetzt und gerade nicht für die weniger reichen und armen Menschen, andernfalls hätte sie vermutlich bei den Wahlen keine Chance gehabt. Wenn sie sich für die sogenannten kleinen Leute einsetzen würde, hätte sie die Massenmedien der wirtschaftlich Starken gegen sich und würde wahrscheinlich ebenfalls nicht gewählt. Merkel wird von den Mächtigen vor allem deshalb geschätzt, weil sie deren Denken wie keine zweite Politikerin den Bürgern schmackhaft machen kann.

Wie kommen Sie zu dieser Aussage?

Merkel steht für eine Bundesrepublik, die unter ihrer Führung mehr exportiert hat als je zuvor (unter anderem sehr viele Waffen, Panzer, mit denen auch völkerrechtswidrige Angriffskriege geführt werden, wie jetzt von der Türkei), und für eine Bundeswehr, die noch nie an so vielen Orten der Welt stationiert war. Wie schafft es diese meistens ebenso bescheiden wie harmlos auftretende Kanzlerin, die in der Mehrzahl pazifistisch gesinnten Bürger wie selbstverständlich wiederum auf die neue, expansive Politik Deutschlands einzustellen? Den Eigenanteil der Bundesrepublik an der Produktion oder Reproduktion fragwürdiger Zustände im In- und Ausland maskiert sie mit geschickter Rhetorik. Dabei setzt sie alles ein, selbst die Empathie.

In einem Sommerinterview der ARD zum Konflikt mit Griechenland befragt, bemerkte sie, dass die griechische Regierung inzwischen eingesehen habe, dass das Land nur auf die Beine kommen könne, wenn es auch die notwendigen Reformen realisiere und sie fügte folgenden Satz hinzu: “Wo immer wir helfen können, mit Logistik, mit Menschen, mit Ideen, wollen wir den Griechen beiseite stehen, denn es geht um viel, wenn wir über Griechenland sprechen”. Eine junge Zuschauerin, die sich als Halbgriechin vorstellte, fragte: „Geht es Ihnen wirklich um die Menschen in Griechenland?” Und Merkel antwortete ohne Initialpause: “Mir geht es immer um die Menschen. Mir geht es um die Menschen hier bei uns zu Hause und mir geht es auch um die Menschen in Griechenland. Aber wir müssen auf der anderen Seite uns natürlich auch aufeinander verlassen können. Und deshalb sage ich der Zuschauerin, dass ich ihre Sorgen verstehe, dass ich auch weiß, was in Griechenland viele zu erleiden haben. Das Ungerechte ist ja auch, dass die, die viel Geld haben, längst über alle Berge sind und ihr Geld ganz woanders angelegt haben”. Aus der Kontextanalyse zu dieser Aussage geht hervor, dass die Bundeskanzlerin in diesem Zusammenhang von der Notwendigkeit einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in der EU unter anderem durch Strukturreformen spricht, scheinbar ohne zu reflektieren, wie sehr in der Vergangenheit solche Reformen der Bundesrepublik zum wirtschaftlichen Ungleichgewicht innnerhalb der EU beigetragen haben.

Sie fragen in Ihrer Studie, wie Merkel „gesellschaftliche und soziale Ungleichheiten in den Medien“ darstellt.

Ja, mit gesellschaftlichen Ungleichheiten sind die größer werdenden Unterschiede zwischen Deutschland und anderen EU-Ländern gemeint und mit sozialen Ungleichheiten die Unterschiede zwischen den verschiedenen sozialen Gruppierungen und ökonomischen Schichten und Klassen innerhalb der Bundesrepublik. Merkel trägt mit ihren politischen Tätigkeiten dazu bei, diese Unterschiede zu verstärken, doch zugleich versteht sie es ausgezeichnet, dieselben rhetorisch zu nivellieren.

Wie macht Merkel das?

Dies geschieht durch sprachliche Verschiebungen, Verstellungen, Verneinungen, eigentliche Verwerfungen, verbales Ungeschehenmachen und nicht zuletzt auch durch Projektionen. Ein Beispiel für Projektionen ist, wenn alles Böse Russland untergeschoben wird, unter anderem völkerrechtswidrige Aktionen nur beim erneut als Gegner aufgebauten Konkurrenten wahrgenommen werden (z.B. Krim-Übernahme durch Russland) und nicht auch bei der BRD (u.a. Beteiligung am völkerrechtswidrigen NATO-Krieg gegen Serbien, am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran und am Krieg gegen Libyen u.a. mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen). Die Bundeskanzlerin pflegt ein schwarz-weiß gemaltes Outgroup-Ingroup-Bild. Der Kreml ist mächtig und böse, die Bundesregierung ist es nicht, ist gut, ja vorbildlich und dafür geschätzt in aller Welt! Welch verhängnisvolle Konsequenzen diese verantwortungslosen Zuschreibungen haben können, hat die Geschichte zur Genüge aufgezeigt. Ein Außenstehender müsste mit Merkel den Eindruck gewinnen, dass im 20. Jahrhundert Russland zweimal Deutschland und nicht umgekehrt Deutschland zweimal Russland angegriffen hat.

Zu was führen psychische Mechanismen wie zum Beispiel die von Ihnen angeführte Projektion?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem, welchem seelischen Ablauf sich Merkel überlässt. Beim Beispiel der Projektion wird Hass gegenüber einem vermeintlichen Gegner konstituiert, was als Kriegsvorbereitung interpretierbar ist und letztlich nur der Waffenindustrie dient. Jeder Historiker kann erkennen, dass vor dem 1. und 2. Weltkrieg medial ganz ähnlich vorgegangen wurde wie heute.

Sie haben auch die Verneinung im Zusammenhang mit Merkel erwähnt.

Ja, die Verneinung ist ebenfalls so ein gefährlicher Vorgang, auch wenn er auf den ersten Blick harmloser erscheint, denn vorerst werden „nur“ Bestandteile realer Zusammenhänge und Sachverhalte aus dem Verkehr gezogen, sodass vor allem Verwirrung gestiftet wird.

Haben Sie ein Beispiel?

Beim verbalen Schlagabtausch zwischen der amerikanischen und der nordkoreanischen Regierung stellte Merkel fest: „Ich sehe für Nordkorea keinemilitärische Lösung“ (Handelsblatt, 23.7. 17). Das ist sicherlich begrüßenswert, dass Merkel in dieser Frage Trump nicht unterstützte und darauf hinwies, dass die diplomatischen Mittel bei weitem nicht ausgeschöpft sind. Die Verneinung bedeutet psychoanalytisch betrachtet aber auch, dass der Gedanke an ein mögliches militärisches Vorgehen vor seiner Abwehr im Bewusstsein schon vorhanden war, wenngleich hier neben anderen Gedanken. Nach Merkel führte die USA neben dem militärischen Drohen auch „eine Vielzahl diplomatischer Aktivitäten“ durch, womit sie diesem Land einen Plus-Punkt in der Auseinandersetzung zurechnete.

Auf die Frage, ob die BRD im Kriegsfall automatisch an der Seite der USA kämpfen würde, antwortete sie „Nein, nicht automatisch“. Im Anschluss daran hinderte dies Merkel indes nicht, ihre Loyalität zu den USA zu bekräftigen. Heißt dies, dass sie also trotz allem an der Seite der USA kämpfen würde, wenngleich nicht automatisch? Jedenfalls stellte Merkel mit dem Fokus auf die Weltregion fest, „Wir könnten und sollten uns noch mehr einbringen“. Dabei wies sie die Hauptschuld am Konflikt eindeutig Nordkorea zu, ungeachtet der Geschichte und all dem, was die sogenannten führenden Industrienationen dort in der Vergangenheit schon kriegerisch angerichtet hatten. Hier kann quasi live verfolgt werden, nicht nur wie sich eine Negation in eine Affirmation verwandelt, sondern auch, wie es zu einer in sich inkongruenten Argumentation kommt, wenn die grundlegenden gesellschaftlichen und internationalen Widersprüche nicht wahrgenommen werden.

Wie sind Sie überhaupt darauf gekommen, das Verhalten von Merkel auf einer psychoanalytischen Ebene zu analysieren?

Im analytischen Teil meiner Untersuchung spielt die Psychoanalyse tatsächlich eine gewisse Rolle; im synthetischen Teil handelt es sich eher um eine politökonomische Zusammenfassung der zuvor untersuchten verbalen Manöver. Meistens werden die sogenannten kleinen Leute psychologisch analysiert, sehr selten die großen, die mit ihrem Verhalten viel mehr Schaden anrichten können als die machtlosen.

Und warum gerade die Konzentration auf die „soziale Frage“?

Neben der gesellschaftlichen Frage berücksichtigten wir tatsächlich auch die soziale Frage. Merkel machte bisher praktisch nichts für die sozial benachteiligten Menschen, aber schürte deren Ressentiments gegen noch mehr benachteiligte Personen, insbesondere gegen Flüchtlinge. Gleichzeitig verneinte sie dies aber immer wieder. Sie arbeitete hier vor allem mit impliziten sprachlichen Diskriminierungen von Migranten, insbesondere, indem sie Dieselben mit „islamistischen Terroristen“ kontextualisierte, ohne gleichzeitig auf die vielen rechtsradikalen Anschläge auf Flüchtlingsheime in der BRD hinzuweisen. Dabei verwarf sie das Befinden vieler Menschen, dass es ihnen heute schlechter geht als früher, indem sie auf die „mancherlei sozialen Verbesserungen“ in den letzten Jahren dank ihrer „verantwortungsvollen Haushaltspolitik“ hinwies. Vordergründig verneinte sie vehement die Gründe für „Neiddebatten“, hintergründig wurden sie aber gerade dadurch inauguriert oder verstärkt.

Können Sie unseren Lesern Ihre Untersuchung etwas weiter vorstellen? Wie sind Sie vorgegangen?

Das forschungsleitende Interesse bestand darin, das in einem Zeitrahmen von fünf Jahren (1. April 2012 bis 31. März 2017) von Merkel in Interviews und Reden verbal Vorgetragene medienpsychologisch zu untersuchen. Zunächst wurden die Interviews und Reden, wie sie in den ARD- und ZDF-Mediatheken sowie in einer eigens erstellten Sammlung von Zeitungsartikeln vorliegen, aussortiert und kategorisiert. Dann wurde das von der Kanzlerin unmittelbar abgerufene verbale Verhalten (Interviews) sowie die von ihr und/oder ihren Mitarbeitern vorbereiteten und von ihr jedenfalls vorgängig eingesehenen und genehmigten Sprachproduktionen (Reden) an ihrem eigenen Maßstab gemessen, den sie selbst an andere anlegt.

Was ist das für ein Maßstab, den Merkel selbst anlegt?

Merkel mahnte verschiedentlich, aber insbesondere am 23. November 2016 in der Generaldebatte des Bundestages zum Bundeshaushalt 2017 an, die journalistische Sorgfaltspflicht wieder herzustellen, kursierten doch in den Medien, besonders in den neuen (unter anderem Fake-Seiten im Internet), häufig die Realität verzerrende Darstellungen. Auch dem Populismus und der durch ihn verursachten Verunsicherung der gemeinsamen Wertebasis sei entgegenzuwirken und dieselbe wieder sicherzustellen.

Was haben Sie dann gemacht?

Zunächst haben wir aus der Fülle des Materials die wiederkehrenden Bestandteile, sozusagen die Zelle, ihres verbalen Verhaltens, herausgelöst. Diese Destillation ließ schon bald ein allgemeines verbales Verhaltensmuster erkennen, das sich als solches als durchgängig erwies, insofern es immer wieder auftauchte, wenngleich in jeweils mehr oder weniger ausdifferenzierter Form.

Und was für ein spezielles Verhaltensmuster konnten Sie erkennen?

Die Formel für dieses Verhaltensmuster lautet wie folgt: „1. Ansprechen eines THEMAS – 2. Aussprechen einer PHRASE“. Bei einer Thematisierung wird die unbequeme Realität so wenig wie möglich berührt, geschweige denn konkret behandelt. Im Gegenteil: Sie wird so schnell wie möglich ausgeblendet und durch eine abstrakte Phrase, die nicht nur wohlklingend ist, sondern auch unverfänglich und unverbindlich bleibt. Meistens handelt es sich bei diesen Phrasen um schöne und/oder gute allgemeine Sätze über den Rechtsstaat, die Demokratie, die Menschenrechte usw., wobei in jedem Fall ebenso stillschweigend wie selbstverständlich vorausgesetzt wird, dass diese Ideale in der BRD bisher für sämtliche Bürger Bestand hatten und von der deutschen Regierung für alle Menschen gleichermaßen verteidigt werden. Manchmal versucht die Kanzlerin die Bürger auch zu belehren, doch diese Form der Lehre verkommt zur ideellen Leerformel, weil ja zuvor mit der Ausblendung der Realität auch die Gleichheit der Menschen, ihre Rechte und demokratischen Ansprüche in einen reellen und allenfalls politisch umsetzbaren Sinne verabschiedet wurden.

Haben Sie ein Beispiel, an dem man das Verhalten von Merkel besonders deutlich erkennen kann?

Wenn die angesprochene Formel in ihrer einfachsten Form verwirklicht wird, kann man die Zelle ihres Verhaltens in sämtlichen Beispielen gleich deutlich erkennen. Nachdem Trump erklärt hatte, dass die USA aus dem Klimaabkommen austreten würden, sah sich Merkel gezwungen, dieses THEMA zu berücksichtigen. Sie gab zu verstehen, dass trotz diesem Entscheid die Erde zu schützen sei und holte dabei zu folgender Phrase aus: „Entschlossener denn je werden wir in Deutschland, in Europa und in der Welt alle Kräfte bündeln, Menschheitsherausforderungen wie die des Klimawandels aufzunehmen und erfolgreich die Herausforderung zu bewältigen. Wir brauchen dieses Pariser Abkommen, um unsere Schöpfung zu bewahren.“. Doch im Vertrag der neuen Großen Koalition reduzierte sich der Umweltschutz der ehemaligen Umweltministerin und heutigen Kooperationspartnerin der Autoindustrie auf ein Nischenthema, was die Kanzlerin am 21. 3. 2018 im Bundestag in der Regierungserklärung ihrer vierten Amtszeit nicht davon abhielt, wiederum von ihren „Anstrengungen hinsichtlich einer besseren Luft“ zu sprechen.

In Ihrer Arbeit schreiben Sie, dass die „kürzeste Antwort auf die Ausgangsfrage lautet, dass Merkel gesellschaftliche und soziale Ungleichheiten in den Medien meistens nicht darstellt oder ausblendet.“

In der Tat lautet die kürzeste Antwort auf die Frage, wie Merkel diese Ungleichheiten in den Medien darstellt, dass sie dieselben meistens nicht wahrhaben kann oder will und abwehrt. Ihre Realpolitik findet kaum je Eingang in den Diskurs. Merkel ist auch eine Meisterin der Auslassungen. Zuweilen mag es sich um eine eher »passive« Verschwiegenheit oder auch um sogenanntes Nichtwissen (-Wollen) handeln, beispielsweise, wenn sie lange Zeit ausdrücklich nichts von der Tatsache wissen wollte, dass US-Drohneneinsatze vom deutschen Ramstein aus gesteuert werden. Oft handelt es sich indes um ein »aktives« Verschweigen durch Ungeschehenmachen.

Stichwort „Ungeschehenmachen“. Was hat das mit Merkel zu tun?

In der Psychoanalyse wird unter Ungeschehenmachen die Bemühung verstanden, so zu tun, als ob fragwürdige Entscheidungen oder Handlungen nicht erfolgt wären, indem Sätze produziert werden, die eine »entgegengesetzte« Bedeutung nahelegen. Das Ungeschehenmachen setzt sich aus Isolierung und Idealisierung zusammen: Durch die »Isolierung« wird die Politik nur als Abfolge von Einzelereignissen und nicht in ihrem Zusammenhang betrachtet (zum Beispiel Austeritätspolitik gegenüber Griechenland / Stagnierung der Löhne in der BRD / Forcierung des Exports), wodurch für Produzenten sowie Rezipienten der Sinnzusammenhang verloren geht. Durch die »Idealisierung« wird die Politik ins Vollkommene hinein aufgehoben, von wo aus die Menschen derart »über-schaut« werden, dass die »Wahr-nehmung« nicht durch aufkommende Differenzen zwischen denselben gestört wird.

Das ist eine ziemlich schwerwiegende Erkenntnis, oder?

Das ist zunächst mal nur ein wissenschaftlicher Begriff gewesen. In unserer Untersuchung weisen wir dann nach, dass zumindest für einen großen Teil des medialen Verhaltens der Bundeskanzlerin dieses Konzept empirisch zutreffend ist.

Mit anderen Worten: Merkel verschleiert die Realität?

Ja, das kann man so sagen. In der aktuellen Regierungserklärung (21. 3. 2018) benennt die Bundeskanzlerin die Kinderarmut zurecht als „Schande“, die indes mit der bisherigen Regierung nichts zu tun zu haben scheint, und stellt erstmals fest, „Unser Land ist heute gespalten und polarisiert“. Das hält sie aber nicht davon ab, die Sprechblase ins Leben zu rufen, „Deutschland, das sind wir alle“. Ja, da sind ja alle gesellschaftlichen Widersprüche, Klassenunterschiede, Ungerechtigkeiten und Konflikte rasch wieder überdeckt. Merkel verschleiert mit ihrem verbalen Verhalten die Realität, die sie mit ihrer Politik mitverursacht.

Das heißt?

So werden an vielen Stellen von Merkels medialen Präsentationen die Fluchtursachen primär mit den “Schleppern” in Verbindung gebracht, die zu Zeiten der DDR noch “Fluchthelfer” genannt wurden. Die Bürger sollen nicht erkennen, durch wen die wirklichen Fluchtursachen produziert werden. Auf die Bekämpfung der Fluchtursachen angesprochen, gibt Merkel den Lesern in einem umfangreichen Interview, das sie am 3. 9. 2016 einer großen Boulevard-Zeitung gewährte, zu verstehen, dass es mit der EU-Türkei-Vereinbarung gelungen sei, das „Schlepperwesen“ einzudämmen und Menschenleben zu retten, was das wichtigste Ziel sei. Die Bekämpfung der Fluchtursachen sei indes nicht allein Aufgabe von Europa, “sondern eine humanitäre Verantwortung der ganzen Welt”.

Auch hier setzt Merkel also auf eine Sprache, die verschleiert?

So ist es. Die Bundeskanzlerin setzt an die Stelle verräterischer Begriffe harmlosere oder sogar human oder sozial anmutende. Gegenüber einer sachlogischen Begrifflichkeit bevorzugt sie die Verklärung der Sachverhalte. So vertauscht Merkel ihre neoliberale Politik mit ihrem „überwältigenden Grundbekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft“, einem Konzept, das sie fast durchgehend an die Stelle weniger schöner Begriffe stellt (wie z.B. „Sozialabbau“). „Auffanglager“ werden durch „Aufnahmezentren“, „Waffenlieferungen“ durch „Entwicklungshilfe“, „expansive Politik“ durch „Deutschlands Weltoffenheit“ und „Übernahme von Verantwortung in der Welt“ ersetzt.

Allerdings muss Merkel bei bestimmten medialen Textsorten die Realität gar nicht mehr verschleiern, berührt sie doch dieselbe von vornherein selten und schließlich kaum mehr, um auch noch auf ein quantitatives Ergebnis der Untersuchung hinzuweisen. Diese Abnahme des Realitätsgehalts trifft insbesondere für die Neujahrsreden der Bundeskanzlerin zu. Ihre letzte besteht fast nur noch aus Phrasen. Der Bundeskanzlerin kann man nur recht geben, wenn Sie in ihrer neuesten Regierungserklärung feststellt: „Zur ganzen Wahrheit gehört, dass wir zu lange weggesehen haben“. Nach zwölf Jahren Regierungszeit wiederholt sie dreimal in ihrer Rede „Seien wir ehrlich“.

Aber die Verschleierung der Realität findet auch auf gesellschaftlicher Ebene statt, oder?

Ja, dem kann ich zustimmen. Merkel korrespondiert gut mit vielen anderen Verantwortungsträgern und Bürgern in dieser Gesellschaft. Die meisten Menschen haben mittlerweile durch ihre auf Konkurrenz ausgerichteten, unsicheren, oft prekären Arbeitsbedingungen ein ökonomisches Menschenbild entwickelt, das heißt, sie sehen die Welt und die anderen Menschen gleichsam durch eine betriebswirtschaftliche Brille und betrachten alles als abwegig, was wenig oder keinen wirtschaftlichen Wert zu haben scheint und letztlich nicht auch den eigenen Nutzen und jenen durch die Mitmenschen maximiert. Damit werden nicht nur Menschen, die zumindest vordergründig und unmittelbar anstatt Nutzen Kosten bringen, ungleich behandelt und abgewertet. Nein, damit wird auch der Blick dafür verstellt, was die Mächtigen im Zentrum Europas, aber bis zu einem gewissen Grade auch die weniger Mächtigen und Ohnmächtigen, wir alle, mit dieser Art Haushaltung den Menschen in südlichen Ländern antun, nicht nur den Menschen in Griechenland, sondern auch jenen in afrikanischen Staaten.

Was bedeutet es denn für die Situation im Land, wenn die Bundeskanzlerin dieses Landes die Realität ausblendet?

Wenn afrikanische Landwirte und Fischer, denen durch Lebensmittelkonzerne und die Großfischerei die Lebensgrundlage entzogen wurde oder aufgrund des Klimawandels, der ihnen nicht mehr gestattet, so weiter zu wirtschaften wie bisher, nach Europa fliehen, werden sie als „Wirtschaftsflüchtlinge“ bezeichnet. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie wir schließlich auf das reagieren, was wir selbst ausgelöst haben. Wir fühlen uns demjenigen ausgeliefert, was von uns und insbesondere den sogenannten Eliten in den Zentren, den Reichen, vielen Politikern, auch vielen Wissenschaftlern (unter anderem Ökonomen und Betriebswirtschaftlern) zumindest teilweise zuvor herbeigeführt wurde. In der Fachsprache spricht man in diesem Zusammenhang vom gesellschaftlichen Unbewussten.

Falls Merkel, die aus einem christlich-sozialen, ja christlich-sozialistischen Elternhaus kommt und daheim und während ihrer Schulzeit in der DDR sicherlich auch etwas von Gesellschaftslehre mitgekriegt hat und später Physik studiert hat, also eine Wissenschaft, die sich auf die Realität, auf Tatsachen, bezieht, diese Zusammenhänge nicht sieht, dann handelt sie gesellschaftlich unbewusst, mithin verantwortungslos. In der medienpsychologischen Untersuchung geht es indes nicht darum, aus der Idiomatik und den Ambitionen des Sprech im evangelischen Pfarrhaus mit seinen Deeskalations- und Harmoniebestrebungen den Subtext der Reden der Kanzlerin zu entschlüsseln, sondern ausschließlich darum, sich auf das zu beschränken, was in den Zeitungen und im TV zum Ausdruck kommt.

Wie fassen Sie das Ergebnis Ihrer Untersuchung zusammen?

Merkel betreibt eine inhumane Politik und verpackt sie in humane Worte. Sie vermag sich für viele glaubhaft als moralische Autorität zu inszenieren. Sie ist eine Verpackungskünstlerin. wobei ich nicht definitiv beurteilen kann, ob sie eher unbewusst oder vielmehr mit Absicht vorgeht, kalkuliert, die Menschen raffiniert fehlleitet, instrumentalisiert und manipuliert. Ich kann nur festhalten, dass Merkel zwar einen an sich richtigen Maßstab verwendet, diesem aber selbst nicht genügt, und sich dessen vielleicht auch nicht bewusst ist, wenn sie richtigerweise sagt: “Wenn wir anfangen, dabei mitzumachen, dass Fakten beiseitegewischt oder ignoriert werden können, dann sind verantwortbare und konstruktive Antworten in der Sache nicht mehr möglich” (Haushaltsdebatte im Deutschen Bundestag, 7.9.16).

Lesetipp: Klaus-Jürgen Bruder, Christoph Bialluch, Jürgen Günther (Hg.): Gesellschaftliche Spaltungen. Zur Wahrnehmung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit in Politik und Gesellschaft

 

Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=43253

Der vergiftete Spion wollte nach Russland zurück

Britische Medien berichten, der ehemalige russische Doppelagent Sergei Skripal, der angeblich mit einer giftigen Substanz angegriffen wurde, hatte an Präsident Wladimir Putin einen Brief geschrieben und ihn um Begnadigung gebeten und um die Erlaubnis, sein Heimatland besuchen zu dürfen, hat ein Freund behauptet. Vladimir Timoshkov, ein Freund von Skripal, sagte, er bedauere, dass er für die Briten spioniert habe und er wolle nach Russland zurückkehren, um seine Familie zu besuchen.

Sergei Skripal mit seiner Tochter Julia

Im Jahr 2006 wurde Oberst Skripal von den Russen wegen des Verkaufs von Geheimnissen an den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 inhaftiert und kam 2010 als Teil eines Spionentauschs nach Grossbritannien, um sich in Salisbury niederzulassen.

Er befindet sich angeblich in kritischem Zustand mit seiner Tochter Julia, drei Wochen nachdem sie mit dem tödlichen Stoff Novichok vergiftet wurden, wird behauptet. Wissen tun wir es nicht, denn man hört und sieht nichts von den beiden „Patienten“.

Das Attentat löste eine diplomatische Krise zwischen  und Grossbritannien aus, mit der die Premierministerin Theresa May von ihren politischen Problemen ablenken will.

Wie ich bereits berichtete, haben die Staats- und Regierungschefs der EU eine „beispiellose“ diplomatische Antwort auf den Angriff veranlasst, durch die Ausweisung von russischen Diplomaten, nachdem sie die Behauptung von Theresa May unterstützt hatten, Moskau sei für den Angriff verantwortlich.

Die „Alliierten“ nehmen einfach ohne selber sich von einer russischen Schuld zu überzeugen, die Behauptungen des britischen Regimes als Wahrheit an, dabei gibt es einen Berg von Widersprüchen und Ungereimtheiten.

Laut Timoshkov, der Skripal seit der gemeinsamen Schulzeit kennt, sah sich Oberst Skripal (66) nicht als Verräter, da er einen Eid auf die ehemalige Sowjetunion geleistet hatte.

Viele Leute haben ihn gemieden. Seine Klassenkameraden hatten das Gefühl, er hätte das Mutterland verraten„, sagte er der BBC. „2012 hat er mich angerufen. Wir haben ungefähr eine halbe Stunde lang gesprochen. Er hat mich aus London angerufen.“

Er hat bestritten, dass er ein Verräter ist …“ (Er erzählte mir), er schrieb an Wladimir Putin, dass er begnadigt werde will und dass er Russland besuchen wolle. Seine Mutter, sein Bruder und andere Verwandte leben in Russland.

Diese neue Erkenntnis über einen Rückkehrwunsch des ehemaligen Spions nach Russland ändert komplett die Motivation für die Tat. Denn, es wäre im Interesse der Briten, die Rückkehr zu verhindern, weil Skipal interne Informationen über den britischen Geheimdienst den Russen erzählen könnte.

Wie die Kriminalisten einen Mordfall aufklären ist bekannt. Es gibt drei wichtige Faktoren denen sie nachgehen. Motiv, Gelegenheit und Mittel.

Wer hatte ein Motiv für den Angriff auf den Doppelagenten Sergei Skripal?

So wie es jetzt aussieht, der britische Geheimdienst und nicht der russische. Skripal wurde ja von Premierminister Medwedew 2010 begnadigt und durfte Russland verlassen. Die Russen hatten deshalb kein Interesse an seinem Tod, aber die Briten schon.

Moskau hatte auch deshalb keinerlei Motiv, weil die Tat kurz vor der russischen Präsidentschaftswahl stattfand. Eine Skandal wäre überhaupt nicht im Interesse der russischen Regierung gewesen. Aber im grossen Interesse des Westens, um den Kandidaten Putin zu schaden.

Wer hatte die Gelegenheit für den Mordanschlag?

Auch die Briten, denn Skripal lebte in Salisbury auf ihrem Territorium unter ihrer Aufsicht und hatte einen MI6-Aufpasser. Die Russen hätten mit dem Giftstoff im Gepäck einreisen müssen, mit dem Risiko bei der Zollkontrolle entdeckt zu werden.

Wer hatte die Mittel, also den tödliche Stoff für den Angriff?

Die Briten, denn das Chemiewaffenlabor der britischen Armee in Porto Down, wo das Nervengift hergestellt werden kann, liegt unmittelbar bei Salisbury. Novichok war während der Sowjet-Ära möglicherweise vorhanden aber nicht 30 Jahre später in der Russischen Föderation.

Ausserdem wurde das Nervengift nicht in Russland sondern in Usbekistan damals hergestellt und die Amerikaner haben es nach der Perestroika übernommen.

Warum hat die Premierministerin May in ihrer Rede das Wort „Novichok“ gewählt, und nicht das Wort „Foliant“, denn das ist der eigentliche Name des von der Sowjetunion initiierten Programms, als es in den 1970er Jahren versuchte, eine neue Klasse chemischer Waffen zu entwickeln?

Als die Wissenschaftler in Porton Down von der Deutschen Welle in einem Interview gefragt wurden, warum sie so schnell feststellen konnten, dass das Nervengift der Chemiewaffenklasse „Novichok“ angehört, wurde der Aussenminister Boris Johnson gefragt, ob Porton Down Muster davon habe. Hier was er antwortete:

Tun sie. Und sie waren absolut kategorisch und ich fragte die Typen selbst. Ich fragte: ‚Seid ihr sicher?‘ Und sie sagten, es gebe keinen Zweifel.

Wenn die Aussage von Herrn Johnson korrekt ist und das Labor in Porton Down Proben von „Novichok“ in seinem Besitz hat, woher kommt es her? Seid wann haben sie diesen Giftstoff? Haben sie ihn selber hergestellt?

So gibt sehr viele andere sehr verdächtige Fakten, die auf einen selbst inszenierten Anschlag der Briten hinweisen.

Folgende Fragen sollten die bezahlten Profi-Jounalisten (lach) den britischen Behörden stellen, statt blinde Hofberichterstattung zu betreiben und anti-russische Propaganda und Hetze:

1. Warum gibt es seit der ersten Woche der Untersuchung keine neuen Informationen über den Zustand von Sergei und Julia Skripal in der Öffentlichkeit?

2. Leben sie noch?

3. Wenn ja, wie ist ihr aktueller Zustand und welche Symptome zeigen sie?

4. In einem kürzlichen Brief an die Times schrieb Stephen Davies, Berater für Notfallmedizin bei der Salisbury NHS Foundation Trust, folgendes:

„Sir, Weiter zu Ihrem Bericht (“ Die Gift-Exposition lässt fast 40 eine Behandlung nötig „, 14. März) kann ich klarstellen, dass keine Patienten eine Nervenzellvergiftung in Salisbury erlitten haben und es nur drei Patienten mit signifikanten Vergiftungen gegeben hat.“

Seine Behauptung, dass „keine Patienten in Salisbury eine Vergiftung mit Nervengiften erlitten haben“, ist bemerkenswert merkwürdig, da sie der offiziellen Erzählung offensichtlich widerspricht. War das ein Strich durch die Rechnung, oder wollte er genau das mitteilen – dass keine Patienten in Salisbury von einem Nervenmittel vergiftet wurden?

5. Es wurde gesagt, dass die Skripals und Detective Sergeant Nick Bailey von einem „militärischen Nervenkampfstoff“ vergiftet wurden. Gemäss einigen Ansprüchen könnte der genannte Typ irgendwo zwischen fünf und acht Mal toxischer sein als VX-Nervenmittel. Da angenommen wird, dass nur 10 mg VX die mittlere tödliche Dosis sind, scheint es wahrscheinlich, dass der spezielle Typ, der im Fall Skripal erwähnt wird, sie sofort getötet haben sollte. Gibt es eine Erklärung dafür, wie oder warum dies nicht geschehen ist?

6. Obwohl Berichte ziemlich bald nach dem Vorfall die Beteiligung einer Art Nervenkampfstoff nahelegten, war es fast eine Woche, bevor Public Health England denjenigen Ratschläge gab, die am Tag der Skripals die Kneipe The Mill oder das Restaurant Zizzi in Salisbury besucht hatten krank fühlen. Warum die Verzögerung und war das eine Gefahr für die Öffentlichkeit?

7. In ihrem Ratschlag erklärte Public Health England, dass Menschen, die diese Orte besucht hatten, an denen Spuren eines Nervengifts gefunden worden waren, ihre Kleidung waschen sollten und:

„Wischen Sie persönliche Gegenstände wie Telefone, Handtaschen und andere elektronische Gegenstände mit Reinigungstüchern oder Babytüchern ab und entsorgen Sie die Reinigungstücher in der Mülltonne (gewöhnliche Haushaltsabfallentsorgung).“

Werden Babytücher als eine effektive und sichere Methode zum Umgang mit Objekten angesehen, die potentiell mit „militärischem Nervenkampfstoff“ kontaminiert wurden, insbesondere von einem 5-8 mal tödlicheren Typ als VX?

8. Erste Berichte deuteten darauf hin, dass Detective Sergeant Bailey krank wurde, nachdem er die Skripals auf der Bank gesehen hatte, auf der sie in The Maltings in Salisbury sassen. Nachfolgende Behauptungen, die zuerst vom ehemaligen Metropolitan Police Commissioner, Lord Ian Blair am 9. März ausgestrahlt wurden, sagten, dass er mit dem Stoff in Sergei Skripals Haus in der Christie Miller Road in Kontakt kam. Die Berichte seither sind höchst unklar darüber, was eine leicht nachprüfbare Tatsache sein sollte. Welches ist das korrekte Konto?

9. Die Regierung behauptete, das verwendete Gift sei „ein militärischer Nerv, wie er von Russland entwickelt wurde“. Der Ausdruck „eines von Russland entwickelten Typs“ sagt überhaupt nichts darüber aus, ob der im Fall Salisbury verwendete Stoff in Russland hergestellt oder hergestellt wurde. Kann die Regierung bestätigen, dass ihre Wissenschaftler in Porton Down festgestellt haben, dass der Stoff, der die Skripals und DS Bailey vergiftete, tatsächlich in Russland hergestellt oder hergestellt wurde?

10. Der ehemalige Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, hat behauptet, Quellen im Auswärtigen Amt hätten ihm mitgeteilt, dass die Wissenschaftler in Porton Down einer Aussage über den Herkunftsort des Stoffes nicht zustimmen würden, weil sie es waren nicht in der Lage, dies festzustellen. Laut Herrn Murray stimmten sie nur unter grossem Druck der Regierung dem Kompromisstext „von einem von Russland entwickelten Typus“ zu, der in der Folge in allen offiziellen Stellungnahmen zu diesem Thema verwendet wurde. Kann das FCO in klarem und unzweideutigem Englisch kategorisch die Behauptungen von Herrn Murray widerlegen, dass Druck auf die Wissenschaftler von Porton Down ausgeübt wurde, einer Form von Worten zuzustimmen, und dass am Ende eine stark verdünnte Version vereinbart wurde?

11. Bei der Gelegenheit, dass das FCO versucht hat, die Behauptungen von Herrn Murray zu widerlegen, enthielt der Wortlaut, den sie verwendeten, eine einfache Wiederholung derselben Formulierung „von einer Art, die von Russland entwickelt wurde“. Ist das FCO willens und in der Lage, darüber hinauszugehen und zu bestätigen, dass der Stoff nicht nur „von einem von Russland entwickelten Typ“ war, sondern dass er in Russland „produziert“ oder „hergestellt“ wurde?

12. Warum hat die britische Regierung der russischen Regierung ein 36-Stunden-Ultimatum gestellt, um eine Erklärung zu liefern, aber dann ihre Bitte abgelehnt, die Beweise zu teilen, die angeblich auf ihre Schuld hinwiesen (es hätte keine Gefahr für ihre Manipulation geben können), da Porton Down ihre eigene Probe beibehalten hätte)?

13. Wie ist es möglich, dass ein Staat (oder eine Person oder Organisation), dem etwas vorgeworfen wurde, sich gegen eine Anklage verteidigt, wenn sie abgelehnt wird?

14. Ist dies nicht ein klarer Fall der Umkehrung der Unschuldsvermutung und des ordnungsgemässen Rechtsverfahrens?

15. Warum hat die britische Regierung der russischen Regierung ein Ultimatum gestellt, das gegen die Bestimmungen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) verstösst, zu denen sowohl Grossbritannien als auch Russland Unterzeichner sind und die eindeutig festgelegt sind in Artikel 9, Absatz ii des Chemiewaffenübereinkommens (CWC)?

16. Angesichts der Tatsache, dass die Untersuchung, die von dem Mann beschrieben wurde, „eine äusserst herausfordernde Untersuchung“ und „eine Reihe einzigartiger und komplexer Fragen“ beinhaltet und viele der Fakten des Falles noch nicht vorliegen wie wann, wo und wie wurde die Substanz verabreicht, wie ist es der britischen Regierung möglich, den Finger der Schuldzuweisung mit solcher Sicherheit zu versehen?

17. Haben sie damit nicht zugleich die Untersuchung politisiert und voreingenommen gemacht?

18. Warum hat die britische Regierung das Bedürfnis verspürt, einen Vorwurf von etwas mehr als einer Woche bei der Untersuchung einzureichen, statt auf ihre Vollendung zu warten?

19. Auf der Andrew Marr Show am 18. März erklärte der Aussenminister Boris Johnson Folgendes:

„Und ich könnte nur als Antwort auf den Punkt von Herrn Chizhov über russische Bestände chemischer Waffen sagen. Wir hatten tatsächlich innerhalb der letzten zehn Jahre Beweise dafür, dass Russland nicht nur die Lieferung von Nervenkampfstoffen zum Zwecke der Ermordung untersucht hat, sondern auch Novichok geschaffen und gelagert hat.“

Woher kommt diese geheime Information und wurde sie richtig verifiziert?

20. Wenn diese Erkenntnisse vor dem 27. September 2017 – dem Datum, an dem die OVCW eine Erklärung über den Abschluss der Vernichtung aller 39’967 Tonnen chemischer Waffen der Russischen Föderation veröffentlichte – bekannt wurden, warum hat Grossbritannien die OVCW nicht selbst informiert? Informationen, die dieser Behauptung anscheinend widerspricht, wozu sie gesetzlich verpflichtet gewesen wären?

21. Wenn diese Nachricht nach dem 27. September 2017 bekannt wurde, warum hat Grossbritannien die OVCW nicht über diese „neuen“ Informationen informiert, zu denen sie rechtlich verpflichtet war, da sie angeblich gezeigt haben, dass Russland die OVCW belügt und mitgeführt hat ein geheimes chemisches Waffenprogramm aus?

22. Auch auf der Andrew-Marr-Show machte Herr Johnson nach einer Frage, ob er „absolut sicher“ sei, dass die Substanz, die zur Vergiftung der Skripals verwendet wurde, ein „Novichok“ war, folgendes geltend:

„Nach unserem besten Wissen handelt es sich hier um ein in Russland hergestelltes Nervengift, das in die Kategorie Novichok fällt, die nur von Russland hergestellt wird, und nur um auf den Punkt der internationalen Reaktion zurückzukommen, die so faszinierend ist.“

Ist der Satz „nach bestem Wissen und Gewissen“ eine angemessene Antwort auf Herrn Marrs Bitte, dass er „absolut sicher“ sei?

23. Ist dies eine ausreichend gute Rechtsgrundlage, um einen anderen Staat zu beschuldigen und Strafmassnahmen zu ergreifen, oder ist mehr Sicherheit erforderlich, bevor eine solche Anklage erhoben werden kann?

24. Nachdem Johnson seine Worte mit der Formulierung „nach bestem Wissen und Gewissen“ abgesichert hatte, ging Herr Johnson dann über die früheren Behauptungen der Regierung hinaus, dass die Substanz „eines in Russland entwickelten Typs“ sei und sagte, dass sie „in russischer Produktion“ sei. Haben die Wissenschaftler in Porton Down feststellen können, dass es sich tatsächlich um „Made in Russia“ handelte, oder handelte es sich dabei um einen Fall, in dem Mr. Johnson die Botschaft verscheuchte?

25. Er ging auch über die frühere Behauptung hinaus, dass der Stoff „von einer Art sei, die in Russland entwickelt wurde“, indem er sagte, dass die im Fall Skripal enthaltene Substanz „in die nur von Russland hergestellte Kategorie Novichok fällt“? Erstens kann Herr Johnson nachweisen, dass diese Kategorie von Chemiewaffen in Russland jemals erfolgreich synthetisiert wurde, insbesondere im Lichte des Wissenschaftlichen Beirats der OVCW, der erst 2013 feststellte, dass er „nicht genügend Informationen zur Verfügung hat, um das Vorhandensein oder die Ursache zu erklären Eigenschaften von ‚Novichoks‘ „?

26. Wie Craig Murray erneut betont hat, hat die OVCW seit ihrer Erklärung von 2013 (legal) mit iranischen Wissenschaftlern zusammengearbeitet, die diese chemischen Waffen erfolgreich synthetisiert haben. War sich Herr Johnson bewusst, dass die Kategorie „Novichok“ chemische Waffen anderswo synthetisiert worden war, als er sagte, dass diese Kategorie von chemischen Waffen „nur von Russland gemacht wird“?

27. Sagt die Tatsache, dass iranische Wissenschaftler in der Lage waren, diese Klasse chemischer Waffen zu synthetisieren, dass andere Staaten die gleichen Fähigkeiten haben?

28. Ist der britischen Regierung bekannt, dass die Fabrik, die in den 1970er und 1980er Jahren versucht hat, Novichoks zu synthetisieren, nicht in Russland, sondern in Nukus in Usbekistan stationiert war?

29. Führt die Tatsache, dass das US-Verteidigungsministerium im Rahmen einer Vereinbarung mit der Regierung Usbekistans den Nukus-Standort dekontaminiert und demontiert hat, zumindest theoretisch dazu, dass in diesem Betrieb befindliche Stoffe oder Geheimnisse aus dem Land stammen könnten und sogar zurück in die Vereinigten Staaten?

30. Die Verbindung zwischen Sergei Skripals MI6-Rekrutierer Pablo Miller, der ebenfalls in Salisbury lebt, und Christopher Steele, dem Autor des sogenannten „Trump Dossier“, hat sich gut etabliert, ebenso wie die Tatsache, dass Mr. Skripal und Herr Miller sich regelmässig in der Stadt trafen. Ist diese Verbindung von Interesse für die Untersuchung des Zwischenfalls in Salisbury?

Das sind sehr berechtigte Fragen, die mich komplett daran zweifeln lassen, hinter der Vergiftung stecken die Russen. Für mich sieht das eindeutig nach einer selbst inszenierten False-Flag-Aktion aus, um wieder die Russen als die Bösen hinzustellen.

Dass es eine Verbindung zwischen Pablo Miller und Christopher Steel gibt, ist sowieso der Hammer, denn Steel ist der Autor eines aus Lügen und Märchen erfundenes Dossiers über Donald Trump, mit dem Hillary Clinton und die Demoratten seinen Wahlkampf sabotiert haben, mit der Behauptung, es gebe eine russische Einflussnahmen auf die Wahlen und der Kreml hätte belastendes Material (Sex-Eskapaden in Moskau) über Trump.

Was mir echt Sorgen bereitet, trotz der Tatsache, dass die Ermittler noch nicht zu wissen scheinen, wie die Skripals vergiftet wurden, wann sie vergiftet wurden oder wo sie vergiftet wurden, haben eine Reihe westlicher Länder den Vorfall als Vorwand für die koordinierte Ausweisung von russischen Diplomaten in einem Massstab entschieden, der nicht einmal während des Höhepunkts des Kalten Krieges stattfand. Dies sind eindeutig sehr abnormale und sehr gefährliche Zeiten.

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Hier noch ein Video – zwar mit englischen Untertiteln, doch sehr interessant….

Hatte britisches TV-Team Täterwissen bereits vor dem Giftgas-Attentat von Salisbury?

Die PANDORA-TV– Meldung aus Italien: ” L’insostenibile leggerezza della Signora Omicidi” legt nahe, die Frage nach dem Täter-Wissen des britischen TV-Teams zu bejahen. Wenn sich die Ergebnisse der “technischen Lektüre” der vom britischen Fernsehen ausgestrahlten Biographie des Opfers von Salisbury, des britisch-russischen Doppelagenten als auch juristisch belastbar erweisen, müsste dieser MAY-DAY beim europäischen Gerichtshof entsprechend strafbeschwert behandelt werden.

VORSICHT: ES FOLGT HIER EIN KURZER, aber umso BÖSERER SATIRE-EINSCHUB (vermutlich von russischen Hackern einputinvirt!)

Die Regierung des schon wieder führenden Landes bei der erneuten Neu-Ordnung Europas sollte jetzt unbedingt maashalten und den Vormarsch an die Memel nicht übereilen. Oder sind wir schon dort, wo Nahles-Ätsch den Bär verbellt? Zur Verteidigung der NATO gegen einen russischen Angriff?  Aber dann wenigstens mit dem Defensiv-Weitermarsch bis zur Euro-Neuregelung der Winter-Sommerzeit im EU-Parlament abwarten. Denn anders als beim Sender Gleiwitz ist jetzt völlig unklar, ob und wann denn nun ab 5 Uhr 45 oder bereits ab 4 Uhr 45 oder schon oder erst ab 6 Uhr 45 zurückgeschossen werden soll. Außerdem schlösse die Einführung der EURO-Sommerzeit  im eigentlich zur EU gehörenden europäischen Teil Russlands bis zum Ural eine Wiederholung der Niederlage bei Stalingrad  wie auch die bei der Schlacht um Moskau aus. Der bereits das Heer Napoleons besiegende General Winter hätte ausgedient. Der Russe müsste sich hinter den Ural zurückziehen. Und Väterchen Permafrost in Sibirien schaffen wir dann locker mit dem Klimawandel. Und dann darf Podolski schon jetzt in Richtung Sotschi zur Fußball-WM rufen, wie bei der letzten EM gegen Polen: “Helm auf und durch!” Dieses Mal ohne Entschuldigung. Nö, dieses Mal kriegt er dafür das Bundesverdienstkreuz.

€€€€€€€€€€€€€€€  Einschub-Ende €€€€€€€€€€€€€€€€€

Den technischen Daten der direkt nach dem Anschlag ausgestrahlten Biographie nach sei diese-so im BLOG PANDORA TV des Journalisten Giulietto Chiesa zu hören- bereits  eine Woche vor dem Anschlag vorbereitet worden.

Hier zunächst mein etwas schwächelnder Übersetzungs-/Zusammenfassungs-Versuch (danach das italienische Original):

Giulietto Chiesa, der italienische Politiker und Journalist,  hat in seinem Blog PANDORA TV folgendes mitgeteilt:
Nach der chemischen Attacke gegen den Doppelagenten in GB haben die Briten eine Biografie des Opfers ausgestrahlt, damit das Fußvolk die Grausamkeit der Russen besser wahrnehmen kann.
So weit so gut… bzw. schlecht

Aber Giulietto Chiesa hat seinem italienischen Publikum auch mitgeteilt, dass aus einer „technischen Lektüre“ des Dokuments zu entnehmen sei, dass die Vorbereitung dieses quasi Nekrologes bereits 1 Woche vor dem Attentat erfolgte.

Die einzige Erklärung dafür kann sein, dass die Vorbereiter des Dokuments im Dienste der wirklichen Täter standen: den Geheimdiensten Ihrer königlichen Majestät.

 

Hier das/der Original-Video/Artikel des italienischen Politikers und Journalisten Giulietto Chiesa, den er in seinem Blog PANDORA TV veröffentlicht hat:

Da ich nur sehr lückenhafte Italienisch-Kenntnisse HaBE, hat mich ein italienischer Verleger sowohl bei der Übersetzung/Zusammenfassung als auch bei der Suche nach dem Chiesa-Video/Artikel unterstützt:

“Öffne bitte giulietto chiesa pandora TV . Suche danach (ziemlich unten) :
L’insostenibile leggerezza della Signora Omicidi.

Hier das Ergebnis meiner Suche: (und die Bitte um eine möglichst schnelle Hilfe bei der vollständigen Übersetzung/Verschriftlichung dieses meines diesjährigen letzten Ostermarsch-Beitrages.)

https://www.pandoratv.it/linsostenibile-leggerezza-della-signora-omicidi/embed/#?secret=TwFSuV2chR

 

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

http://www.barth-engelbart.de/?p=202606

Arshan sagt danke!

EU stimmt Bürger auf Krieg gegen Russland ein

13. November 2017: Federica Mogherini, von der Leyen und andere EU-Kriegstreiber glücklich nach der Unterzeichnung des Vertrags über eine „Europäische Verteidigungsunion“.

Die Rhetorik der Regierungen des Vereinigten Königreichs, Frankreichs, Deutschlands und der USA gegenüber Russland im Rahmen des Skripal-Falls zeige deutlich, dass eine massive Aggression gegen Russland vorbereitet wird, sagt ein russischer Politiker.

Die öffentliche Meinung soll auf den möglichen militärischen Einsatz vorbereitet werden, sagte der russische Senator Konstantin Kossatschov, Leiter des Außenpolitischen Komitees im Oberhaus des russischen Parlaments am Donnerstag laut einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur TASS.

Ohne jegliche Beweise mache man Russland Vorwürfe und warte nicht einmal das Ende von entsprechenden Ermittlungen ab, so der Senator weiter. „Es gibt massive Aggressionen gegen Russland mit Einsatz von informationellen, politischen und wirtschaftlichen Instrumenten, sowie der Vorbereitung der öffentlichen Meinung auf einen möglichen Einsatz von militärischer Gewalt“, so der Politiker.

Kossatschov verwies auch auf eine rege Änderung der Haltung der französischen Regierung, die noch am Mittwoch „ausgewogen und vernünftig“ erschien. Paris habe zunächst gesagt, man warte auf Beweise im Rahmen der aktuellen Untersuchungen.

„Doch plötzlich sagen sie, es gibt keine vernünftigere Erklärung als die britische. Und was hat sich geändert? Sind neue unwiderlegbare Daten aufgetaucht? Nein, natürlich nicht. Sonst wäre die Information längst öffentlich gemacht worden.“

Dennoch habe sich das Vereinigte Königreich gewissenhaft jeder offenen Diskussion über den Skripal-Fall Skripal entzogen, einschließlich im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. London habe ganz klar erkannt, dass es keine Grundlage für aggressives Verhalten gebe, so Kossatschov weiter.

„Der Ausdruck der Solidarität Frankreichs ist nur ein offensichtlicher Umstand, nämlich dass Frankreich ein Verbündeter des Vereinigten Königreichs ist“, erklärte er. Ein tragischer, aber weiterhin ungelöster Vorfall werde missbraucht, um Russland zu dämonisieren.

Skripal-Fall

Der ehemalige russische GRU-Geheimdienstler Sergej Skripal, der gleichzeitig Spionagetätigkeiten für Großbritannien durchführte, erkrankte in der südenglischen Stadt Salisbury gemeinsam mit seiner Tochter nach einem Giftanschlag. Sie werden derzeit im Krankenhaus behandelt, Ärzte beschreiben den Zustand als kritisch.

Premierministerin Theresa May warf Russland vor dafür verantwortlich zu sein und kündigte die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten und weitere restriktive Maßnahmen gegen Russland an. Moskau weist die Vorwürfe vehement zurück.

Kommentar: Es ist offensichtlich, dass die EU-Logenbrüder und Schwestern den Befehl erhalten haben, den Krieg gegen Russland zu entfesseln. Dahinter steckt aber nur eine kleine Anglo-Amerikanische Finanzelite, welche den politischen Aufstieg Russlands, oder gar eine dessen engere Verbindung zu Europa unbedingt verhindern will. Die EU-Vasallen werden es in diesem Sinne zum 3.Mal richten, derweil die EU-Bürger genüsslich weiterschlafen….

(Literatur zum Thema gibt’s hier: klick)

Quelle: http://noch.info/2018/03/eu-stimmt-buerger-auf-krieg-gegen-russland-ein/

RUSSLAND-KENNER WARNT VOR GRÖSSTER KRIEGS-GEFAHR SEIT 1945

FRITZ PLEITGEN BEFÜRCHTET EINEN DRITTEN WELTKRIEG

Köln – Der Fernsehjournalist Fritz Pleitgen (79) hält die Kriegsgefahr in der Welt für größer als zu irgendeinem Zeitpunkt seit dem Zweiten Weltkrieg.

Fritz Pleitgen war von 1995 bis 2007 Intendant des WDR.
Fritz Pleitgen war von 1995 bis 2007 Intendant des WDR.

Er sei „sehr pessimistisch“, sagte der ehemalige WDR-Intendant in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Ich kann die ganze Strecke seit dem Zweiten Weltkrieg übersehen. So unübersichtlich und gefährlich wie jetzt war es noch nie.“

An vielen Ecken und Enden der Welt können sich jederzeit regionale Kriege entzünden, „die sich schnell zu Weltbränden auswachsen“ könnten, sagte Pleitgen.

„Die Atom-Mächte operieren militärisch auf engstem Raum, oft mit gegensätzlichen Interessen.“ Dazu kämen die Konflikte zwischen dem Iran und Saudi-Arabien, dem Iran und Israel, der Krieg im Jemen und in Syrien und der Atomstreit mit Nordkorea.

„Und nirgends einen Politiker vom Kaliber Churchill, De Gaulle oder auch Brandt und Kohl. Und selten eine Einigung in der UNO“, erklärte er in einem dpa-Interview.

Fritz Pleitgen würde sich wünschen, dass westliche Politiker mehr auf Putin zugehen würden.
Fritz Pleitgen würde sich wünschen, dass westliche Politiker mehr auf Putin zugehen würden.

Und ein großes Problem sieht er im Umgang mit Russland. Das Verhältnis des Westens zu Putin sei schlimmer, als das zur Sowjetunion um Kalten Krieg: „Nur wer beschränkt ist, sieht die Schuld allein bei den Russen. Dass Polen und Balten den Schutz von Nato und EU suchten, ist auf Grund der geschichtlichen Erfahrungen verständlich. Aber auch Russland hat geschichtliche Erfahrungen gemacht. Im Wortsinn verheerende mit dem Westen! Brandt, Schmidt oder Kohl wären mit dem Verhältnis zu Russland nicht so sorglos vorgegangen wie ihre Nachfahren.“

Frühere deutsche Politiker hätten sich in die Lage der Gegenseite hineinversetzen können, dies fehle den heutigen Machthabern: „Wir wären nicht erfreut, wenn russische Truppen in Jütland oder Mexiko auftauchten wie unsere im Baltikum oder die amerikanischen in Polen. Die Idee der Charta von Paris aus dem Jahr 1990 – gleiche Sicherheit für alle – könnte die Basis für eine ehrliche Partnerschaft sein.“

Die Zusammenarbeit mit Putin müsse wieder verstärkt werden, er sei kein leichter, aber ein berechenbarer Mensch, im Gegensatz zu Donald Trump: Als ich Korrespondent in den USA war, hätte ich nie gedacht, dass ein einzelner Mensch mit bescheidenen geistigen Gaben ein starkes demokratisches System aus den Angeln heben kann.“

Das ist Fritz Pleitgen

Fritz Pleitgen, der am 21. März 80 Jahre alt wird, wurde 1938 in Duisburg geboren. Noch bevor er volljährig war, wurde er Zeitungsreporter, ging dann zum WDR und war lange Korrespondent in Moskau, Ost-Berlin, Washington und New York. Von 1995 bis 2007 war er Intendant des Westdeutschen Rundfunks.

Fotos: DPA

 

Quelle: https://www.tag24.de/nachrichten/koeln-wdr-dritter-weltkrieg-pleitgen-warnt-groesste-kriegsgefahr-seit-1945-475458

Die Salisbury Tales – was verschweigen Medien und Politik im Falle des vergifteten russischen Doppelagenten?

Vor nun auch schon zehn Tagen brachen im englischen Städtchen Salisbury der russische Doppelagent Sergej Skripal und seine aus Moskau angereiste Tochter Julia auf einer Bank in der Nähe eines Einkaufszentrums zusammen und befinden sich seitdem in einem „kritischen, aber stabilen“ Koma. Stunden später stand der Hauptverdächtige bereits fest – „Russland“. Ohne Beweise, ja sogar ohne ein einziges Indiz, wird seitdem scharf in Richtung Moskau geschossen. Die NATO ist mit dabei, die Teilnahme Englands an der Fußball-WM in Russland wird bereits offen in Frage gestellt. Lauter kann man kaum poltern und solches Gepolter lenkt natürlich auch von berechtigten Fragen ab. Und davon gibt es einige. Der Fall Skripal ist keinesfalls so eindeutig, wie er in den westlichen Medien dargestellt wird. Es gibt sogar deutliche Spuren in Richtung einer obskuren privaten Sicherheitsfirma, die aktiv an der antirussischen Propaganda-Kampagne mitarbeitet. Von Jens Berger.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

„Nowitschok“

Am Dienstag äußerte sich die britische Premierministerin Theresa May erstmaligim Parlament zum Fall Skripal. Ihre Rede war zwar angriffslustig, aber auch bis in die feinsten Nuancen vorformuliert und vom Blatt abgelesen. Daher sollte man auch sehr genau auf die exakte Formulierung achten. An keiner Stelle sagte May, dass das Nervengift, mit dem Skripal nach Ansicht der britischen Behörden umgebracht werden sollte, ein Kampfstoff war, der in Russland hergestellt wurde oder den nur Russland besitzt. Sie sagt vielmehr, es handele sich um „ein Nervengift von einem Typ, der in Russland entwickelt wurde“. „Wir wissen, dass Russland dieses Gift früher produziert hat und noch immer in der Lage ist, dies zu tun“. Das träfe auch auf das Begriffspaar Sarin und Deutschland zu und dennoch kommt niemand auf die Idee, Angela Merkel sei nun für jeden Sarin-Anschlag verantwortlich.

Auch als Indiz in einem Kriminalfall ist diese sehr vage Formulierung schon extrem schwach. Das Gift, das angeblich in Salisbury zum Einsatz kam, soll ein Nervengift aus der sogenannten „Nowitschok-Reihe“ sein, die in den 70ern und 80ern in der Sowjetunion entwickelt wurde und später in zahlreichen Varianten produziert wurde. Es ist aktenkundig, dass neben den Nachfolgestaaten der Sowjetunion auch die USA Zugang zu Stoffen der „Nowitschok-Reihe“ hatten- z.B. im Jahre 1999, als Experten der US-Behörden eine Forschungseinrichtung der Sowjets in Usbekistan außer Betrieb nahmen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass neben den USA auch Staaten wie Israel und ganz sicher auch Großbritannien sich Kenntnisse über das C-Waffen-Programm der Sowjets beschafft haben.

Die britische Forschungseinrichtung, in der fremde Kampfstoffe analysiert und eigene entwickelt wurden, ist übrigens Porton Down, das nur einen Steinwurf entfernt vom Tatort in Salisbury liegt. Die vermeintliche Tatwaffe ist also noch nicht einmal ein Indiz für die Frage, wer denn der Täter sein könnte. Mehrere Staaten dürften über Kampfstoffe aus der „Nowitschok-Reihe“ verfügen. Genauere Aussagen dazu wären sicher möglich, wenn die Briten spezifischere Aussagen zum Kampfstoff machen würden. Genau das wollen sie aber nicht und lehnten eine entsprechende Bitte der russischen Ermittlungsbehörden bereits brüsk ab.

Die Akte „Orbis“

Ein russischer Geheimdienstoffizier, der gegen Geldzahlungen Informationen an den britischen Auslandsgeheimdienst verkaufte und dabei rund 300 russische Agenten enttarnte, sollte mit einem Kampfstoff umgebracht werden, auf den nur einige wenige Geheimdienste der Welt Zugriff haben … völlig klar, dann kommen ja nur „die Russen“ als Täter in Frage. So simpel die Logik westlicher Medien und Politiker ist, so falsch ist sie. Sergej Skripal hatte offenbar auch engen Kontakt zu mindestens einer weiteren Gruppierung, die durchaus ein Mordmotiv haben könnte.

Als Sergej Skripal 1995 als Oberst des russischen Militärgeheimdiensts vom britischen Auslandsgeheimdienst MI6 „umgedreht“ wurde, war dies wohl das Werk des britischen Agenten Pablo Miller, der fortan als „Führungsoffizier“ von Skripal tätig wurde. Koordiniert wurde die Arbeit offenbar durch Christopher Steele, einem MI6-Agenten, der in Moskau tätig war. Steele ist kein Unbekannter. Zwischen 2006 und 2009 war er der Abteilungsleiter „Russland“ im MI6. Er war es auch, der damals im Mordfall Litwinenko die Ermittlungen leitete und – entgegen der Indizienlage – Russland als Hauptverdächtigen ausmachte.

2009 verließ Steele den MI6 und gründete seine eigene private „Sicherheitsfirma“ mit dem Namen „Orbis Business Intelligence“. Das Haupttätigkeitsfeld von Orbis war (und ist) es, Vorwürfe gegen Russland zu fabrizieren. Orbis war es, die von einem „privaten Kunden“ den Auftrag erhielt, im Rahmen des sogenannten „Project Charlemagne“ (Projekt Karl der Große) den angeblichen Eingriff Russlands in den Wahlkampf von Frankreich, Italien, Großbritannien und Deutschland zu „belegen“. Falschmeldungen über russische Troll-Armeen, die russische Finanzierung von Le Pen, Berlusconi und der AfD und angebliche Pläne Moskaus, die EU zu zerstören, stammen allesamt von Orbis und wurden von Medien und Politik willfährig weitergegeben.

Aber nicht nur das. Orbis war es auch, die für die US-Demokraten im Wahlkampf das umstrittene „Trump-Dossier“ erstellten, die „Mutter“ aller Verschwörungstheorien, nach der Putin zugunsten Trumps in den US-Wahlkampf eingegriffen haben soll. Christopher Steele ist kein kleiner Fisch, sondern der große Karpfen im Teich der westlichen Anti-Putin-Propaganda. Das Auftauchen seines Namens im Umfeld des Mordversuches von Salisbury sollte eigentlich sämtliche Alarmglocken klingeln lassen. Vor allem dann, wenn man weiß, dass auch Skripals ehemaliger MI-6-Führungsoffizier Pablo Miller Angestellter von OBE (Orbis Business Intelligence) ist und laut eines vor wenigen Tagen gelöschten Profils bei Linkedin das OBE-Büro in der Kleinstadt Salisbury geleitet und Skripal Presseberichten zufolge ziemlich häufig getroffen hat.

Halten wir also als Fakt fest: Skripal hat sich regelmäßig mit seinem ehemaligen Führungsoffizier getroffen, der für das Unternehmen tätig ist, das eine Art Marktführer in Sachen Anti-Putin-Propaganda ist. Das ist doch eine interessante Sache. Warum liest man davon in den deutschen Medien nichts?

Die genannten Fakten lassen für den ehemaligen britischen Top-Diplomaten Craig Murray nur den Schluss zu, dass wohl auch Sergej Skripal für Orbis tätig war – wahrscheinlich hat Skripal wohl auch am „Trump-Dossier“ mitgearbeitet. Skripal war also wahrscheinlich für eben jenes dubiose Privatunternehmen tätig, das in Europa (Project Charlemagne) und den USA (Trump-Dossier) sehr maßgeblich an der antirussischen Propagandakampagne beteiligt war. Dies ist kein Beweis in welche Richtung auch immer, aber zumindest ein sehr starkes Indiz und ein ganz klarer Fingerzeig, in welche Richtung die britischen Behörden nun ermitteln sollten – nämlich in Richtung Miller, Steele und Orbis. Freilich könnten dies alles nur Koinzidenzen sein … wahrscheinlich ist dies aber nicht.

Cui bono? Ganz sicher nicht die Russen

Für Medien und Politik lag der Fall schon Stunden nach der Tat auf der Hand. Niemand anderes als „die Russen“ kann der Täter sein. Dabei lernt doch jeder „Krimifreund“, dass Ermittler beim Fehlen von klaren Beweisen und Indizien erst einmal nach dem Motiv fragen sollten. Haben die Russen wirklich ein Motiv? Jein. Natürlich hätte theoretisch jeder Staat, der gegen Geld von einem Doppelagenten verraten wurde, ein Motiv, diesen Verräter später zu töten, auch um potentielle Nachfolger abzuschrecken. Aber dieses Problem ist so alt wie das Spionagehandwerk und spätestens seit dem Kalten Krieg hat sich zwischen den Machtblöcken ein System etabliert, bei dem Spionen eine „Du-kommst-aus-dem-Gefängnis frei“-Karte mit auf den Weg gegeben wird. Inhaftierte Spione werden in unregelmäßigen Abständen ausgetauscht. Das war auch im Fall Skripal so, der nach gerade einmal vier Jahren Haft im Rahmen eines Agentenaustausches nach Großbritannien ausreisen durfte. Würde ein Geheimdienst – egal welcher Nation – dieses System, das ja auch einen impliziten Schutz für alle Spione darstellt, ohne Not durch einen sinnfreien Rachemord zerstören und damit das Leben der eigenen Leute gefährden? Das wäre dumm.

Noch dümmer wäre im konkreten Fall das Timing. Warum sollte Russland kurz vor der Wiederwahl Putins und der Eröffnung der Fußball-WM, die ohnehin zum Gegenstand massiver Anti-Russland-Propaganda werden wird, den Hetzern im Westen ohne Not eine solche Steilvorlage geben? Die kalten Krieger der taz und des Guardians überschlagen sich schon gegenseitig beim Ausdenken möglicher Sanktionen gegen Russland. Bemerkenswert ist dabei, dass der angeblich linksliberale Guardian ganz offen empfiehlt, russischen Medien wie RT die Sendelizenz zu entziehen. Man kämpft offenbar nur dann für die Pressefreiheit, wenn es den eigenen Interessen dienlich ist. Das britische Königshaus bleibt der WM jedenfalls fern, während ein Boykott dem eigenen Volk wohl kaum zu verkaufen ist. Dies ergab auch eine Umfrage der BILD – da ist noch einiges an Hetze zu erwarten und der Fall Skripal eignet sich dafür sehr gut.

Es sind jedoch nicht nur die Transatlantiker und Kriegshetzer im Westen, denen der Fall Skripal in die Karten spielt. Craig Murray weist auf einen Profiteur hin, den hierzulande fast keiner auf der Karte hat – Israel. Israel verfügt offenbar über die Tatwaffe, hat mit dem Mossad eine der professionellsten Organisationen für Auftragsmorde an der Hand, ist durchaus fähig, Spuren in die falsche Richtung zu legen und hat vor allem ein Motiv. Das russische Engagement in Syrien untergräbt die israelischen Interessen im eigenen Vorhof und der russische Einfluss im Libanon und in Iran ist Israel ohnehin ein Dorn im Auge. Natürlich gibt es auch kein Indiz und erst recht keinen Beweis, der eine israelische Tatbeteiligung belegen könnte. Aber das gibt es im Falle Russland auch nicht. Beides sind Arbeitshypothesen. Seltsam nur, dass die eine Hypothese als ziemlich sichere „Wahrheit“ gehandelt und die andere Hypothese nicht einmal angedacht wird. Und zum Thema „Orbis“ werden wir sicher auch in den nächsten Wochen nichts in unseren Zeitungen lesen, obgleich hier ein öffentliches Interesse sehr eindeutig zu erkennen ist.

 

Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=42924

Heil – Die Bedeutung und Verwendung

Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica – Heilsgruß Seiner Majestät als Ehrerbietung an Volk und Vaterland

Heil ist in der Gedankenwelt der Germanen letzter und tiefster Ausdruck für das Wesen sowie den Charakter des Menschen und zugleich in der Germanischen Mythologie der umfassendste Bestandteil der göttlichen Vorsehung. Einem König wurde magische Kraft zugesprochen: das Königsheil. Dieses verlieh ihm die Kraft, die Tiere zu verstehen, Schlachten siegreich anzuführen, aber vor allem das Volk zu schützen und den Wohlstand des Stammes zu mehren. Diese übernatürliche Kraft verliehen dem Anführer jeweils die Götter. Germanische Herrscher kannten schon im 2. Jahrhundert die goldene Königskrone als Helm oder Stirnreif (im Gegensatz zum römischen Diadem oder Lorbeerkranz), wie Funde zeigen, jedoch nicht als Symbol der herrschenden Macht, sondern des verliehenen Heils.

Bedeutungen und Verwendung
Das Wort Heil hat verschiedene Bedeutungen:
Es drückt Gesundheit, und besonders Gesundung, d. h. Genesung von einer Krankheit aus – in erweitertem Sinn außerdem auch allgemeine Begnadung, Erfolg, Ganzheit usw., und in religiöser Bedeutung Erlösung. Das abgeleitete heilig ersetzt in der religiösen Sphäre den Begriff der Weihe. Antonym zu heil ist heillos, zum Heil das Unheil („Pech“, „Verderben“, „Unglück“).

Verwendungsweisen des Wortes finden sich in unterschiedlichen Zusammenhängen:
Hilfe, Rettung, usw.
Lebenskraft des Menschen als Gabe eines Gottes oder der Götter
im Christentum: die Erlösung

Heilsgruß (Auswahl)
Heil wird auch als wohlwollende Grußformel, z. B. Heil! oder Heil Dir/Euch! gebraucht, aber auch:
-Waidmannsheil (Jagd)
-Petri Heil (Angelsport)
-Ski Heil (Skisport)
-Heil am Seil (Bergsteigerei)
-Berg Heil (Grußformel nach Gipfelsieg)
-Gut Heil (Feuerwehr)
-Herzliche Heilsgrüße (Grußformal)

Wortgeschichte
Sprachgeschichtlich mit dem Adjektiv heil verwandte Wörter sind in allen germanischen Sprachen belegt mit der Bedeutung „ganz, gesund, unversehrt“, englisch whole „ganz“ (älter hole, das w dient nur der orthographischen Unterscheidung von hole „Loch“, neben dialektalem hale). In Lautfolge und Bedeutung verwandte Wörter gibt es auch in keltischen und baltoslawischen Sprachen.
Das Verb heilen bedeutet „heil machen“ (etwa in „Wer heilt, hat recht“) und „heil werden“ („die Wunde heilt“).

Germanische Vorstellung von Heil

Der Heilsgruß der Germanen (dies gilt auch für die Römer) war ein ganzheitlicher Ausdruck der höchsten Ehrzuweisung. Man wünschte dem Gegenüber Gesundheit, Zufriedenheit, Kriegsglück, aber vor allem Erhabenheit, Weisheit und (transzendente) Überlegenheit (z. B in „Heil dem Führer“, „Heil Dir im Siegerkranz!“, „Heil unserm König, Heil!“) in allen Dingen des Lebens und zum Wohle der Allgemeinheit oder den Untergebenen. Dies galt auch für Objekte oder Orte, ein „Heil dem Götterhain“ z. B. sollte eine Würdigung des heiligen Ortes und Ehrfurcht für dessen mystische Bedeutung ausdrücken.

„[..] Große festliche Bereitung traf der Ankömmling in der Stadt und auf dem Fürstenschloß zu Rendsburg vor. Durch die kriegerische Einigung gegen Dänemark hatte der Abschluß des Ehebündnisses zwischen Norwegen und Holstein noch eine weit gewichtvollere Bedeutsamkeit gewonnen, die Grafen Klaus und Johann, Herzog Albrecht von Mecklenburg, Junker Adolf von Schauenburg und zahlreiche andere Herren und Ritter waren zur Feier als Zeugen versammelt. […] Mit unveränderter Miene hörte die junge Königin den Worten der Heilsgrüße und des Beileids zu, es spiegelte sich nicht Glück noch Trauer in ihrem Antlitz. Nur als der Ritter Wernerkin nun nach den Fürsten zu ihrem Sitz hinanschritt, erschien ihr Gesicht noch um etwas blasser als zuvor. Sie sprach ihn an: ‚Lasset mich Euch danken, Herr Ritter, denn Ihr habt das Schwerste vollbracht, daß Ihr aus so weitem Land heut hierher gekommen, mich zu begleiten. Dessen bleibe ich Euch gedenk.‘“[1] Das Heil wird gemeinsam mit seinem doch wiederum recht üblichen Tätigkeitswort heilen im Sinn der Menschen immer als etwas Gutes begriffen. Der Vorgang der Heilung bedeutet Erstarkung der lebensaufbauenden Geister, bedeutet Umwandlung von Schaden in frische Kräfte. Wenn etwas heil ist, so ist es ganz, vollständig, und deshalb eins mit sich selbst. Die Germanen betrachteten das Heil u. a. als Geschenk des Schicksals, etwas, das von den Göttern mit in die Wiege gelegt wurde, aber auch als Errungenschaft, die ein Wagemutiger sich erobern konnte.
„Eines Mannes Ernteheil ist die Kraft, die ihn zu Wachsamkeit, zu rastlosem Wirken antreibt, die seine Arme die Hacke schwingen läßt, daß es eine Art hat, und Schick und Schneid in seine Arbeit legt; es leitet die Hacke, so daß er sie nicht vergebens in einen kargen, unnachgiebigen Boden einhaut, sondern gerade die Poren der Fruchtbarkeit sich öffnen läßt; es schickt das Korn aus der Erde empor, es begleitet die Ernte ins Haus, bleibt bei ihr beim Dreschen und Zermahlen und gibt dem Brot oder dem Brei die Kraft des Nährens, wenn das Essen aufgetragen wird. So ist es mit dem Ernteheil, dem Jahrheil und so auch mit jedem anderen Heil. Was hierbei zum Ausdruck kommt, ist die tiefe ungebrochene Überzeugung altgermanischer Wesensart, das das Gelingen einer Unternehmung vor allem vom Heil des Menschen selbst und nicht von äußerer Bestimmung abhängt. Hier herrscht ein Urvertrauen, welches nicht dem Schicksal einfach seinen Lauf läßt, sondern es zupackend in die Hand nimmt, um es zu gestalten. Es ist nicht der Seufzer so Gott will, sondern das tätige Bekenntnis seines Glückes Schmied zu sein.“ — Wilhelm Grönbech

Die germanischen Edlen waren nicht, wie der spätere Adel, von „Gottes Gnaden“ eingesetzt, sondern schöpften ihre Stellung aus dem Heil, das sie kraft ihrer besonderen Befähigung hervorbrachten. Das alte Heil erweist sich recht umfangreich: mit Selbstgewißheit in Verhalten, Auftreten und Handeln, mit der gleichen Sicherheit andere beurteilen zu können, den rechten Entschluß zu fassen, die richtige Entscheidung zu fällen. Folgerichtig erlangt das Heil im „Königsheil“ seine größte Ausdehnung und zugleich schärfste Spannkraft. Die Erwartungen an einen Volksführer waren hoch gesteckt. Es bedurfte mehr als ein sieghafter Recke zu sein, also „Siegesheil“ zu besitzen – ein wahrlich auserkorener König mußte geradezu als Heilsbringer überzeugen.

Christliche Vorstellungen von Heil

Hauptartikel: Heilig
Heil nahm einen religiösen Sinn an mit der Christianisierung, mit dem christlichen Heilsversprechen, d. h. der „Gesundung“ von der Sünde. Der Begriff verdrängte wih, den gemeingermanischen Ausdruck für die Idee des sacrum.
„Heil“ übernahm die Bedeutung volksreligiöser ( Heidentum) Vorstellungen von persönlichem Glück, d. h. einer inhärenten Eigenschaft wie z. B. Königsheil oder Ernteheil (heute: einen grünen Daumen) zu haben, kurz: „Glück“ über eine bloße Glückssträhne hinaus. „Heil“ zu haben war nicht damit identisch, tüchtig oder tapfer zu sein – vgl. dazu ähnlich magisch besetzte Begriffe wie Tyche, Fortuna, Schicksal. Man konnte sein „Heil“ auch einbüßen. Das Gegenteil von Heil ist Unheil bzw. Übel.

Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica – Heilsgruß Seiner Majestät als Ehrerbietung an Volk und Vaterland
Germanische Priesterinnen waren, wie schon Tacitus berichtete, für das Heil des Stammes von großer Bedeutung. Im heiligen Hain deuteten sie die Runen und die Göttervögel (Raben). Im Vorfeld einer Schlacht galten der Flug und das Verhalten der Tiere als Omen für den Ausgang der kriegerischen Auseinandersetzung. Ein Glaube, der auch bei den Babyloniern und im antiken Griechenland eine wichtige Rolle spielte. Im Alten Testament galten Raben bei den Juden als „unrein“. Mit dem Aufkommen des Christentums in Europa verbreitete sich diese dümmliche Mär, da es auch darum ging, das Germanische im Volk auszumerzen. Die Zahl 13, z. B., war für die Germanen eine Zahl des Heils, die jüdisch-christlichen Eroberern machten daraus eine Zahl des Unglückes und des Bösen.

Quelle : https://verschwiegenegeschichtedrittesreich.wordpress.com/2017/09/29/heil-die-bedeutung-und-verwendung/

 

In diesem Sinne….Heil Euch und seid gesegnet !

Arshan

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