Ukrainische Soldaten in Slawjansk: Einwohner bilden lebenden Schild

Thema: Entwicklung in Ostukraine

Aktivisten einer Föderalisierung des Landes in Ost-Ukraine
14:01 02/05/2014
 
SLAWJANSK, 02. Mai (RIA Novosti).
 

 

Bürger des ostukrainischen Slawjansk, wo die Sicherheitskräfte der Kiewer Führung unter Einsatz von Panzer- und Luftfahrzeugen eine Sonderoperation gegen die Befürworter einer Föderalisierung des Landes gestartet hatten, haben auf den Zufahrtswegen der Stadt einen lebenden Schild gebildet, wie ein Korrespondent von RIA Novosti berichtet.

Am Stadtrand in der Nähe des Bahnhofs waren etwa zehn Panzer der ukrainischen Armee stehen geblieben, denen sich gegenüber unbewaffnete Stadteinwohner, darunter Frauen und ältere Menschen, aufstellten. Einige von ihnen halten Georgsbänder in der Hand, das ein Symbol für die Föderalisierung des Landes geworden sind. Die Situation ist angespannt. 

Die ukrainische Armee hatte am Freitagmorgen eine groß angelegte Offensive auf Slawjansk begonnen. Es soll bereits erste Opfer gegeben haben.

Moskau hat das Vorgehen der Behörden in Kiew als eine Strafaktion bezeichnet, die faktisch die letzte Hoffnung auf die Lebensfähigkeit der Genfer Vereinbarungen über die Deeskalation der Lage in der Ukraine zerstöre.

 

Quelle: http://de.ria.ru/politics/20140502/268402974.html

„Wir sind keine Gefangenen“ …. Aussage eines deutschen Oberst in Slawjansk

Festgesetzter deutscher Oberst in Slawjansk: „Wir sind keine Gefangenen“

Thema: Regelung der Krise in der Ukraine

Der „Volksbürgermeister“ von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow (4. v. r.) und die festgesetzten  OSZE-MItarbeiter auf einer Pressekonferenz

16:35 27/04/2014
SLAWJANSK, 27. April (RIA Novosti).

Die Offiziere aus der OSZE-Beobachtungsmission, die in der ostukrainischen Proteststadt Slawjansk wegen Spionageverdachts festgehalten werden, sehen sich nicht als Kriegsgefangene, sondern als Gäste an. Dies sagte Oberst Axel Schneider, der deutsche Chef der Mission, am Sonntag auf einer Pressekonferenz.

Laut Schneider waren die festgesetzten Offiziere zunächst in einem Keller untergebracht gewesen und sind seit Samstag in komfortablem Aufenthaltsrum mit Tageslicht und Klimaanlage. Alle seien gesund. Die Militärbeobachter befänden sich in der Hand und unter Schutz des „Volksbürgermeisters“ Wjatscheslaw Ponomarjow, so der Oberst weiter. Niemand sei angerührt worden. „Wir sind keine Kriegsgefangene, sondern Gäste von Ponomarjow.“ Wann sie in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden, wissen die Inspekteure nicht, so Schneider weiter. Es liege an den Diplomaten, die hierfür mit Bürgermeister Ponomarjow in Verhandlungen treten müssten.

Unter den am Freitag festgesetzten Inspekteuren sind laut Schneider drei Offiziere und ein Dolmetscher aus Deutschland sowie ein Pole, ein Schwede, ein Tscheche und ein Däne.

Am Freitagabend hatte der „Volksbürgermeister“ von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow mitgeteilt, dass sich die seit Freitagmorgen vermissten OSZE-Beobachter in Slawjansk befänden. Gegen sie bestehe Verdacht auf Spionage. „Wir stoppten den Bus mit Vertretern der OSZE-Mission, weil sie von ukrainischen Offizieren begleitet wurden… Wir überprüfen jetzt die Identität der Mitglieder der Mission und der ukrainischen Offiziere“, hatte Ponomarjow gesagt.

Nach russischen Angaben hat die ukrainische Armee hunderte Panzer sowie Geschütze und Mehrfachraketenwerfer im Raum Slawjansk in Stellung gebracht.

 

Original bei: http://de.ria.ru/politics/20140427/268368800.html

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