Deutschlands „Energiewende“ – Werden Windkraftanlagen zu „tickenden Zeitbomben“ ?

Immer mehr Fälle von Havarien bei Windkraftanlagen werden verzeichnet. Viele der alternativen Stromlieferanten sind bereits über 20 Jahre alt und daher könnte Materialverschleiß eine wichtige Ursache sein. TÜV-Experte stellt fest – „da schwelen erhebliche Gefahren.“

Immer mehr steigt die Gefahr von Havarien bei Windrädern – neuere Fälle liegen erst einige Monate zurück, daher fordert der TÜV die Einführung einer Prüfpflicht. Die inzwischen 20 bis 25 Jahre alten Stromlieferanten sind technisch nicht mehr ganz einwandfrei, da sind sich die TÜF-Experten einig.

Im Landkreis Schaumburg, sei im Januar dieses Jahres bei einer Windkraftanlage die Steuerungselektronik ausgefallen. Der Rotor sei nicht mehr in der Lage gewesen, sich nach dem Wind auszurichten.

Laut Bericht der Polizeiinspektion Nienburg heißt es: „Nachdem zuerst einige Teile eines Rotorblattes zerbrachen, knickte der Turm des circa 70 Meter hohen Windrades gegen 13.30 Uhr ein und die gesamte Anlage stürzte zu Boden.“ Auch habe es durch eine „angemessene Entfernung zu menschlichen Behausungen“, keine „Gefährdung von Leben und Gesundheit der nächsten Anwohner“ gegeben, so die „Welt“.

In Bad Driburg zwei Wochen später: „An einem Windrad brechen zwei Rotorblätter ab, eines liegt hundert Meter entfernt im Wald. „Ein dickes Rohr hat sich wie ein Pfeil in die Erde gebohrt“, berichtet die „Neue Westfälische“. In dem „dichten Nebel sieht die Landschaft um das zerstörte Windrad aus wie ein Kriegsschauplatz.“

Dann sei acht Wochen später in Borchen, Westfalen, bei einer 115 Meter hohen Anlage das mechanische Blockiersystem außer Kraft gewesen, so das „Westfalen-Blatt“. Der Rotor habe sich immer schneller gedreht, bis sich zwei der 56 Meter langen Flügel in einer „Wolke aus Glas, Kunststoff und Füllmaterial“ auflösten und sich auf die umliegenden Felder und Äcker verteilten.

Die messerscharfen Glasfasersplitter seien 800 Meter weit geflogen und verunreinigten das umliegende Weideland. „Die Sanierung der durch die Havarie betroffenen Weiden und Äcker wird noch etliche Monate dauern“, so das Blatt weiter.

Tiere könnten beim Fressen des Grases Glassplitter oder andere Teilchen aufnehmen, die Verletzungen in Mundhohle und inneren Organen verursachen können, so warnen Tierärzte.

Prüfung durch den TÜV, denn „da schwelen erhebliche Gefahren.“

Wie Joachim Bühler, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied beim Verband der TÜV den „Finanznachrichten“ mitteilte, halte der Verband eine „umfassende Prüfung auch für Windenergieanlagen auf Basis der Betriebssicherheitsverordnung“ für dringend notwendig.

Die Politik müsse, so Bühler weiter, „eine gesetzlich geregelte, unabhängige Drittprüfung der Gesamtanlage einführen“, denn „trotz erheblicher Gefahren und zahlreicher Unfälle werden bislang nur einzelne Teile nach völlig unterschiedlich geregelten Vorgaben geprüft.“

Von einer „tickenden Zeitbombe“, spricht der TÜV-Experte Dieter Roas, welcher einem Arbeitskreis aller zugelassenen Überwachungsstellen vorsteht. Mittlerweile befinden sind die Windräder in einer Betriebsdauer von 20 bis 25 Jahren. Doch grundsätzlich seien die Anlagen auf eine Betriebszeit von 20 Jahren ausgelegt. Und eine Verlängerung der Betriebserlaubnis mache eine zusätzliche Prüfung notwendig.

„Aber was Strukturfestigkeit und Materialermüdung angeht, wissen wir nicht, woran wir sind“, warnte Roas. „Da schwelen erhebliche Gefahren.“ Ein „ausgeprägteres Risikobewusstsein“ wünschte sich Roas vonseiten der Betreiber, so die Zeitung.
In Deutschlands Landschaft wirbeln zurzeit rund 30.000 Windkraftanlagen.

Mehr zum Thema:

Quelle : https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/deutschlands-energiewende-werden-windkraftanlagen-zu-tickenden-zeitbomben-a2450383.html

Energie Verband: Strompreise werden deutlich steigen

Die Strompreise in Deutschland werden deutlich steigen. Besonders in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen drohen hohe Aufschläge.

Ein Windrad steht nach Sonnenuntergang in der Nähe von Rehna (Nordwestmecklenburg) in der Nähe einer Hochspannungsleitung. (Foto: dpa)

Die Bürger in Deutschland müssen einem Bericht zufolge mit höheren Strompreisen rechnen. Wie die Bild-Zeitung am Freitag unter Berufung auf den Bundesverband der Energieabnehmer berichtete, ist unter anderem ein Anstieg der EEG-Umlage zu erwarten. „Wir rechnen mit einem Anstieg auf sieben Cent“, sagte Verbandsgeschäftsführer Christian Otto der Zeitung. Derzeit liegt die EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom bei 6,88 Cent pro Kilowattstunde.

Drei der vier Übertragungsnetzbetreiber hätten zudem bereits eine Anhebung der Netzentgelte angekündigt, hieß es weiter. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sei ein „rapider Anstieg“ zu erwarten, berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf den Analyse-Anbieter Enet.

Der Hauptgeschäftsführer des Energieverbands BDEW, Stefan Kapferer, kritisierte im Gespräch mit der Zeitung, dass „immer häufiger kostspielige Eingriffe vorgenommen werden, um das Netz bei schwankender Erneuerbaren-Einspeisung stabil zu halten“. Stattdessen müsse der Netzausbau vorangetrieben werden. Es wäre daher „kontraporduktiv“, der Forderung der Bauern nach wiederkehrenden Pachtzahlungen für die Flächennutzung bei der Erdverkabelung nachzugeben. Das würde Netzkosten und Stromrechnung „unnötig in die Höhe treiben“.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) strebt an, dass Landwirte neben der bereits geltenden Einmalzahlung für den Leitungsbau auf ihren Grundstücken eine jährliche Pachtzahlung erhalten. Die Energiebranche lehnt das ab.

 

Quelle: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/10/06/verband-strompreise-werden-deutlich-steigen/?utm_content=buffer79cc7&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer